Start Work Atelier Brückner gestaltet neues Besucherzentrum für KLS Martin

Atelier Brückner gestaltet neues Besucherzentrum für KLS Martin

KLS Martin, ein Hersteller medizintechnischer Produkte, hat an seinem Firmenhauptsitz in Tuttlingen ein Besucherzentrum eröffnet, die KLS Martin World. Der Neubau von Architekturbüro Heinrich Binder umfasst Ausstellungs- und Schulungsflächen, darunter auch einen Operationssaal. Eine präzise Formensprache zeichnet die klaren, hellen Räume aus. Foyer und Ausstellung gestaltete Atelier Brückner.

 „Das Schulungs- und Ausstellungszentrum ist das neue Gesicht und Aushängeschild unserer Unternehmensgruppe. Wir sind der Überzeugung, dass der Dialog mit unseren Kunden sowie der gegenseitige Wissenstransfer den langfristigen Erfolg des Unternehmens sichert,“ sagte Karl Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der KLS Martin Group anlässlich der feierlichen Einweihung am 20. Januar. 

Der Austausch mit den Kunden, zu denen vorwiegend Fachhändler und Ärzte zählen, ist das zentrale Anliegen des Besucherzentrums. Die Ausstellung selbst bietet einen Überblick über Geschichte wie Produkte der KLS Martin Group und dient der Beratung. Sie nimmt das Erdgeschoss des Gebäudes ein und umgibt hufeisenförmig, gleich einer Lounge, das doppelgeschossige, zentrale Auditorium.

 

Ein vierzoniges Vitrinenband legt sich raumhoch um dieses Herzstück. Es präsentiert in chronologischer Reihenfolge wichtige Produkte der KLS Martin Group. Sie erscheinen als helle Glanzstücke vor der dunkel satinierten Rückwand. Grafisch hervorgehoben sind Produktinnovationen, die KLS Martin seit Gründung der Firmengruppe im Jahr 1923 auf den Markt brachte, so zum Beispiel im Gründungsjahr das erste Elektrochirurgiegerät, mit dem die Nutzung hochfrequenten Stroms in der Medizin beginnt. Im Jahr 1975 folgte der Einstieg in die MKG-Chirurgie, die vielen Menschen mit Verletzungen im Schädelbereich helfen konnte, und im Jahr 2000 wurde der erste Speziallaser für Lungenchirurgie eingeführt. Große rote Jahreszahlen werden zu optischen Anziehungspunkten. Hintergrundgrafiken, gestaltet als abstrahierte Röntgenbilder, veranschaulichen die Anwendungsbereiche der Produkte. 

Rund um dieses zentrale Wissensarchiv kann sich der Besucher in die Vielfalt der aktuellen Produktlinien vertiefen: Über 12.000 Exponate sind übersichtlich, nach Produktnummern geordnet, in den Schubladen hochwertiger Tischmöbel hinterlegt. Wichtige Informationen wie Produktname, Produkteigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten erhält er an Monitoren, die in die Tischoberflächen eingelassen sind. Die Anordnung der Tischmöbel ist streng rechtwinklig. Abgehängte Lichtleisten unterstreichen die orthogonale Ausrichtung. Der Besucher tritt von der Raummitte aus an die Schubladenschränke heran. Zur Glasfassade hin und seitlich sind die kubischen Tischmöbel geschlossen. Ihr weißer Mineralwerkstoff und die weiß gebeizte Eiche der Schubladen sind die prägenden Materialien der Ausstellung. Der Lounge-Charakter entsteht durch die Beratungstische und Stehhocker, ebenfalls aus weiß gebeizter Eiche, die in ihrer Höhe an eine Barmöblierung erinnern. Sie sind den einzelnen Produktbereichen zugeordnet. 

Insgesamt werden acht Produktbereiche vorgestellt. Grafiken auf bodenlangen Schiebevorhängen verdeutlichen die Aufteilung in Chirurgische Instrumente, Container-Systeme, Gynäkologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Handchirurgie, Herz- und Thoraxchirurgie, Elektrochirurgie und Laserchirurgie. Hinzu kommen Modulare OP-Systeme, die so genannte marWorld. Die großformatigen Illustrationen im Hauptraum sind dem Buch „De humani corporis fabrica“ von Andreas Vesalius entnommen, das 1543 in Basel aufgelegt wurde. Die farbigen Großgrafiken im OP-Bereich hingegen zeigen aktuelle, wissenschaftliche Großaufnahmen von Blutkörperchen. 

Die Beschriftung ist durchgehend zweisprachig: deutsch und englisch. Die gewählte Farbigkeit entspricht den Corporate-Design-Farben des Unternehmens. Sie ist in reduziertem Grau angelegt; Rot dient als Akzentfarbe.

 

Info: www.atelier-brueckner.de

 

Impressionen aus der KLS Martin World (Fotos: Eberhard Schlag)