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Quickspace entwickelt aufblasbare Wände für Events

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Quickspace entwickelt aufblasbare Räume und Wände, die bei Veranstaltungen und Kongressen eingesetzt werden können. Die Strukturen lassen sich sehr schnell installieren und bieten einen guten Schallschutz. Außerdem sind sie wiederverwendbar und insofern nachhaltig. Wir haben dazu Viktor Nijenhuis und Patricia Brenninkmeyer von Quickspace befragt.

BlachReport: Wie entstand die Idee zu Ihren Produkten?

Viktor Nijenhuis: Quickspace ist ein Praxisresultat. Früher war ich im Energiesektor tätig und häufig auf Messen verantwortlich, wo ich mich über die immensen Standkosten immer gewundert und über die mangelnde Nachhaltigkeit geärgert habe. Ich bin selbst Ingenieur und habe Ideen entwickelt für aufblasbare Strukturen. Vor zehn Jahren hat der erste Kunde unsere Produkte auf einer Messe in Amsterdam eingesetzt. Seitdem beschäftigen wir uns mit der Weiterentwicklung und dem Vertrieb von Quickspace.

BlachReport: Was ist der USP?

Patricia Brenninkmeyer: Effizienz, Flexibilität, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und Nachhaltigkeit. QuickSpace Domes und Wände haben minimalen Montage- und Demontageaufwand, wodurch Zeit und Geld gespart werden können und sich an einem Tag sogar zwei verschiedene Einsätze realisieren lassen. Dank der optimalen Akustik können ‚Workshop Rooms‘ nebeneinander platziert werden und Vorträge gleichzeitig stattfinden. Darüber hinaus sind die Produkte sehr leicht mit geringem Packmaß, wodurch die CO2-Emissionen beim Transport minimal sind.

Patricia Brenninkmeyer von Quickspace
Patricia Brenninkmeyer (Foto: Quickspace)

BlachReport: Wie lässt sich das Material einsetzen?

Viktor Nijenhuis: Zur Gestaltung von Räumen für zwei bis 1.000 Personen oder Trennwände, die sich schnell installieren lassen. Sie sind akustisch abgedichtet und werden für Workshops, Konferenzen und Präsentationen eingesetzt.

Patricia Brenninkmeyer: Unsere Wände können kreativ wie ein modulares Legosystem kombiniert werden. Mit den verschiedenen Größen von ‚Straight Walls‘ lassen sich zum Beispiel beliebig große Räume kreieren. Lösungen entstehen teilweise gemeinsam mit unseren Kunden. So benötigte eine Kundin ein Tunnelmodell, das wir dann in sechs Wochen entwickelt und auf den Markt gebracht haben.

BlachReport: Wer setzt das ein? Und wofür?

Viktor Nijenhuis: Zu unseren Kunden gehören Messeveranstalter und -aussteller, die die Vorteile schätzen – wie zum Beispiel schnelle Unterteilungen und Abgrenzungen. Workshopräume können innerhalb kurzer Zeit entstehen und wieder verschwinden. Die Anfragen dafür kommen häufig über Event-Dienstleister und AV-Ausstatter.

Patricia Brenninkmeyer: In der Regel sind wir für Eventplaner, Eventausstatter, Unternehmen, Gastronomie, Hotels und Messen tätig. Unsere Kunden sind dann oft Agenturen und Corporates oder kommen über Locations.

BlachReport: Lässt sich das Material auch im Outdoor-Bereich einsetzen?

Viktor Nijenhuis von Quickspace
Viktor Nijenhuis ist CEO von Quickspace (Foto: Quickspace)

Viktor Nijenhuis: Unser Material ist primär für Raum-in-Raum-Ausstattungen geeignet. Man kann es auch outdoor einsetzen, muss dann aber einplanen, dass danach die Reinigung und Trocknung sehr aufwändig werden kann. Ein Teil der Vorteile von Quickspace, wie beispielsweise die schnellen Einsatzmöglichkeiten, geht dabei möglicherweise verloren.

Patricia Brenninkmeyer: Der Einsatz unter Überdachungen ist aber problemlos möglich.

BlachReport: Welche Voraussetzungen sind vor Ort für den Einsatz von Quickspace Modulen erforderlich?

Patricia Brenninkmeyer: Die Voraussetzungen sind minimal. Für den Quickspace-Einsatz genügen ausreichend Platz und Strom aus der Steckdose.

Viktor Nijenhuis: Auch im Einsatz ist unser Equipment sehr anspruchslos. Beleuchtungen können wir beispielsweise über LED-Bars aus unserem Portfolio realisieren. Für Abhängungen und Fixierungen – soweit erforderlich oder gewünscht – gibt es Laschen an den Außenseiten. Das kann zum Beispiel sinnvoll sein, um die Standfestigkeit durch kleine Truss-Systeme, Abhängungen oder Baseplates zu erhöhen. Für runde Strukturen ist das nicht erforderlich. Sie haben ihre eigene Standfestigkeit.

BlachReport: Sie werben mit der Nachhaltigkeit Ihrer Produkte. Warum?

Patricia Brenninkmeyer: Durch die Mehrfachnutzung gibt es keinen Abfall. Das Material wird nach jedem Einsatz von uns lediglich gereinigt.

Viktor Nijenhuis: Natürlich hält auch unser Equipment nicht ewig. Wenn das Ende der Lebensdauer erreicht ist, wird es recycelt. Das Transportvolumen ist gering, und der Blower verbraucht innerhalb eines 24-Stunden-Einsatzes lediglich wenige Cent für Energie – das ist also ebenfalls überschaubar.

BlachReport: Wie lange dauern der Auf- und Abbau?

Viktor Nijenhuis: Das ist abhängig vom Aufwand, beträgt aber nur wenige Stunden. Ein Umbau von Räumen ist innerhalb eines Lunchs oder Dinners problemlos möglich. Der Raum lässt sich also innerhalb kürzester Zeit komplett verändern. Ein weiterer Vorteil unserer temporären Strukturen besteht darin, dass wir keine Decke benötigen. Sprinkleranlagen werden also nicht verdeckt.

BlachReport: Wie sieht es bei der Sicherheit aus – zum Beispiel bei Feuer und Entfluchtung?

Patricia Brenninkmeyer: Das Material besteht aus Layern von Polyester und wird auch als Fallschirmseide bezeichnet. Es ist sehr leicht, extrem belastbar und dabei schwer entflammbar gemäß der Brandschutzklasse B1. Darüber hinaus ist es wasser- und fleckenabweisend.

BlachReport: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen.