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Veranstaltungssaal der Burg Seevetal saniert

Die in den 80er Jahren als Veranstaltungsstätte errichtete Burg Seevetal in der Nähe von Hamburg hat nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Veranstaltungsort entsprochen – die Gemeinde Seevetal hatte sich dann dazu entschied, den Gebäudekomplex zu sanieren. Nach der rund 18 Monate andauernden Maßnahme fanden im November 2018 die ersten Veranstaltungen in den modernisierten Räumlichkeiten mit verbesserter Akustik statt. martin menzel Architekten Ingenieure aus Rotenburg (Wümme) erbrachte für die Sanierungsmaßnahmen die Architekturplanung und entschied sich für Deckenelemente von BER Deckensysteme, um nicht nur die Optik, sondern auch die Akustik des Veranstaltungsraumes aufzuwerten.

Die äußere Haut des bestehenden Gebäudes blieb weitestgehend e-halten, lediglich das Dach wurde erneuert und ein rund 130 qm großer Anbau errichtet, der zukünftig das Veranstaltungsmanagement, inklusive Ticketkasse, und einen Konferenzraum beherbergt. Die größten Veränderungen fanden im Innenraum der Burg Seevetal, insbesondere im großen Veranstaltungssaal, statt. Der große Saal bot zwar bis zuletzt einen würdigen Rahmen für Konzerte, Theateraufführungen und Festveranstaltungen, doch entsprach dieser nicht mehr den Anforderungen an den Brandschutz. Weiterhin sollte der Saal im Zuge der Sanierung von seiner 80er-Jahre Optik befreit und hinsichtlich der Akustik verbessert werden. Um die Klangwirkung zu optimieren, kamen De-ckenelemente des Herstellers BER Deckensysteme aus Hövelhof zum Einsatz. BER verfügt über ein breites Portfolio akustisch wirksamer Elemente zur Verkleidung von Veranstaltungssälen und stattete bereits die mit internationalen Architekturpreisen ausgezeichnete Stadthalle in Bad Neustadt mit Wand- und Deckenelementen aus.

Um entsprechend der Brandschutzvorgaben das moderne, vollautomatische Brandmeldesystem zu installieren und die neuen, akustisch wirksamen Elemente anzubringen, war es notwendig, den Saal zunächst vollständig mit Baufolie auszukleiden, da sich beim Abbau der bestehenden Decken kleinste Mineralfasern lösten, die mit Hilfe eines speziellen Staubsaugers entfernt werden mussten. Zunächst war geplant, die Saaldecke abzusenken, um eine bessere Akustik zu erzielen. Auf Basis von akustischen Messungen und der anschließenden Erstellung eines Konzepts zur Raumakustik durch das Büro für Akustikgestaltung circle 08, entschied man sich jedoch, den Sound über akustisch wirksame Deckenelemente von BER zu verbessern. Zum Einsatz kommen die leichten Holzspan Akustikplatten Sonoplus-R. Gefertigt wurden die Deckenelemente projektbezogen in 17 individuellen Formaten. Mit ihrer weißen Oberfläche erzeugen die Akustikplatten eine ruhige Optik bei guten lichtfließenden Eigenschaften. Über diverse Aussparungen in den Deckenelementen fällt Scheinwerferlicht in das Saalinnere, so dass durch die zusätzliche, nach oben gestaffelte Anordnung der Deckensegel eine beinahe futurische Anmutung erzielt wird.

Die einzelnen Elemente verfügen über eine Dicke von 20 mm und entsprechen durch ihre Klassifizierung schwer entflammbar den hohen Brandschutzanforderungen in Versammlungsstätten. Auch den akustischen Anforderungen werden die Deckensegel gerecht. Bewertet nach DIN EN ISO 11654 nicht klassifiziert, schallreflektierend. 

Info: www.ber-deckensysteme.de

Veranstaltungssaal der Burg Seevetal (Fotos: Ulrich Hoppe)