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Ergebnisse der Studie Marketing-Tech-Monitor Deutschland 2019

Marketing Tech bezeichnet unterschiedlichste Technologien, die Marketingaktivitäten begleiten und automatisieren. Der Marketing-Tech-Monitor Deutschland 2019 analysiert den Status quo und künftige Entwicklungen. Befragt wurden in dem Zeitraum März/April 2019 insgesamt 496 Marketingleiter und -vorstände sowie Leiter Digitalmarketing/Onlinemarketing im Raum D-A-CH.

„Die digitale Transformation stellt das Marketing vor Herausforderungen, die Kernstrategien, Kultur, Organisation, Wertschöpfungsketten, Prozesse und eingesetzte IT-Anwendungen grundlegend verändern. Eigene und längerfristige Marketing-Tech-Bebauungspläne liegen in den meisten Organisationen heute noch nicht vor“, sagt Prof. Dr. Ralf E. Strauß, Präsident Deutscher Marketing Verband und Herausgeber der Studie. „Wenn es darum geht, sich für eine Marketing-Tech-Strategie zu entscheiden, stehen Unternehmen vor der Herausforderung, eine Auswahl aus über 8.000 Anwendungen zu treffen. Der Marketing-Tech-Monitor Deutschland 2019 schafft hierfür die dringend benötigte Navigationshilfe.“

„Es ist auch in Deutschland Zeit, Hausaufgaben zu machen. Nachdem Technologie ein fester Bestandteil in der Marketingstrategie geworden ist und der dafür notwendige Budgeteinsatz stetig steigt, ist es Zeit, Struktur und Transparenz zu schaffen. Es gibt weder unabhängigen Quellen und Benchmarks noch neutrale Plattformen für Unternehmen. Die Studienergebnisse zeigen dies deutlich“, Kerstin Clessienne, Strategieberater für Marketingtechnologie und Customer Centricity, Mitinitiator und -herausgeber des Marketing-Tech-Monitor Deutschland 2019. „Mit Technologieinvestition und ein paar neuen Rollen ist es nicht getan. Wir erleben den größten Umbruch im Marketing seit der Einführung des Internets, wir brauchen substantielle Strategien und nachhaltiges Changemanagement um Investitionsrisiken zu kontrollieren und die Organisation mitzunehmen. Alles andere führt ins operative Chaos“, meint Clessienne weiter.

Die Ergebnisse in Kurzform:

61,5 Prozent der befragten Unternehmen setzen 10 bis 30 Prozent des Marketing-Budgets digital ein, in den nächsten drei Jahren werden es 87,5 Prozent sein. Der Grund: Aus Sicht der Unternehmen wird der Programmatic-Trend alle Kanäle erreichen – wichtigster Trend wird Programmatic TV sein.

Zielsetzung der befragten Unternehmen (60,8 Prozent) ist es, einer individualisierten Strategie zu folgen und die Abhängigkeit von Drittanbietern zu reduzieren. Im Mittelpunkt stehen der uneingeschränkte Zugriff und die Nutzung der Daten auf User-Ebene sowie die bestmögliche Anpassung an die Geschäftsprozesse (61,4 Prozent). Die damit verbundene Herausforderung ist der (zwangsweise) unternehmensinterne Aufbau von Know-how und der Aufbau von Geschäftsvorteilen – bedingt durch den eigenen Umgang mit Daten.

Eine der größten Herausforderungen besteht in dem unzureichenden Know-how – sowohl im eigenen Unternehmen als auch bei Beratungspartnern. Die befragten Unternehmen bemängeln, dass Agenturen zu wenig qualitativ beraten und für diese eher transaktionale (Eigen-) Umsätze im Vordergrund stehen.

Forderung nach neuen Rollenprofilen: Neben Data Scientists (63,1 Prozent) werden verstärkt Marketing-Technology-Experten (73,9 Prozent) gefordert. Der entscheidende Faktor für die Überlebensfähigkeit eines Unternehmens liegt künftig nicht mehr in der Risikovermeidung, sondern in der Anpassungsfähigkeit der Marketing-Tech-Landschaft.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie Marketing-Tech-Monitor Deutschland 2019 werden am 6. Juni 2019 in Berlin auf dem Marketing Tech Summit 2019 präsentiert.

Info: www.marketingverband.de