Start Meinung KI und Marketing-Events: wie passt das zusammen?

KI und Marketing-Events: wie passt das zusammen?

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Künstliche Intelligenz (KI) kann schon heute mit einer Vielzahl von Möglichkeiten für die Planung, Realisierung und Erfolgskontrolle von Marketing-Events beitragen und dafür auch Mehrwert generieren. Das gilt für die Datenanalyse, die Automatisierung von Prozessen, die Auswertung bereits durchgeführter Events, die Echtzeit-Evaluation oder auch die Integration immersiver virtueller Erlebnisse.

KI analysiert zum Beispiel große Datenmengen, um daraus Erkenntnisse über das Verhalten, die Vorlieben und die Bedürfnisse der Teilnehmer zu gewinnen. Basierend auf diesen Erkenntnissen könnten Eventplaner personalisierte Erfahrungen und Inhalte entwickeln, um die Teilnehmerbindung zu stärken und die Veranstaltung für jeden Teilnehmer relevanter zu machen.

Mit Unterstützung durch die Künstliche Intelligenz (nein, das ist keine Person . . .) lassen sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren und so die Effizienz der Eventplanung erhöhen. KI-gesteuerte Planungstools können bei der Auswahl von Veranstaltungsorten, Zeitplänen und Logistik unterstützen, wenn die richtigen Fragen gestellt oder entsprechende Apps entwickelt werden.

Ein besonders wichtiger Aspekt wird auf neudeutsch mit Predictive Analytics bezeichnet: KI nutzt Daten aus vergangenen Events, sozialen Medien und anderen Quellen, um Vorhersagen über den Erfolg von Marketingevents zu treffen. Dies ermöglicht Eventplanern, fundierte Entscheidungen zu treffen und Ressourcen gezielt einzusetzen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Während ein Event bereits läuft, wäre es Veranstalter sogar möglich, über eine Echtzeit-Analyse schnell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zu reagieren, das Programm anzupassen oder personalisierte Benachrichtigungen und Empfehlungen bereitzustellen. Das ist insbesondere dann interessant, wenn sich ein Event nicht auf wenige Stunden beschränkt, sondern wie eine Messe über mehrere Tage geht.

Beachten sollte man bei allem Hype aber auch, dass KI nur dann „intelligent“ sein kann, wenn Daten und Richtlinien für die Auswertung dieser Daten zur Verfügung stehen. KI wird niemals ein Ersatz für menschliche Kreativität, strategisches Denken und zwischenmenschliche Interaktion sein.

Herzlichst

Ihr Peter Blach

(Der Beitrag erschien als Editorial im BlachReport 12.2023)