Start Business UFI Global Barometer zeigt die Auswirkungen von Covid-19 auf die Messebranche

UFI Global Barometer zeigt die Auswirkungen von Covid-19 auf die Messebranche

UFI, der Weltverband der Ausstellungsbranche, hat die aktuelle Ausgabe seiner internationalen Studie „UFI Global Barometer“ veröffentlicht. Die Ergebnisse unterstreichen die schwerwiegenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die weltweite Messebranche im Jahr 2020. Der Verband sieht aber auch positive Anzeichen für eine Erholung im Jahr 2021.

Weltweit meldeten zwischen April und August 2020 mehr als die Hälfte aller Unternehmen keine Aktivitäten. Diese Situation änderte sich ab September, als die Mehrheit der Unternehmen ihren Betrieb temporär wieder aufnahm, für die meisten auf reduziertem Niveau. Für das Jahr 2021 wird erwartet, dass der Anteil der Unternehmen, die eine Rückkehr zur „normalen“ Aktivität erwarten, von zehn Prozent im Januar auf 37 Prozent im Juni steigen wird.

Diese Ergebnisse variieren je nach Region und werden hauptsächlich vom jeweiligen Restart-Datum für Messen und Ausstellungen bestimmt. In allen Regionen erwarten die meisten Unternehmen, dass sowohl lokale als auch nationale Messen bis Ende Juni 2021 wiedereröffnet werden. Eine Wiederaufnahme von internationalen Ausstellungen wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Auf die Frage, welches Element bei der „Erholung“ der Branche am meisten helfen würde, bewertete die Mehrheit der Unternehmen die Bereitschaft der ausstellenden Unternehmen und Besucher zur erneuten Teilnahme (64 Prozent), die Aufhebung der derzeitigen Reisebeschränkungen (63 Prozent) und „Aufhebung der aktuellen öffentlichen Richtlinien, die lokal für Ausstellungen gelten“ (52 Prozent) als Schlüsselfaktoren.

Insgesamt erhielten 44 Prozent der Unternehmen eine öffentliche finanzielle Unterstützung. Für die Mehrheit betraf dies weniger als zehn Prozent ihrer Gesamtkosten für 2019. 54 Prozent der Unternehmen mussten ihre Belegschaft reduzieren, die Hälfte davon um mehr als 25 Prozent. Zehn Prozent der Unternehmen müssen in Betracht ziehen, den Betrieb dauerhaft einzustellen, falls in den kommenden sechs Monaten keine Events möglich sind.

Der Umsatzrückgang für 2020 war der höchste für Unternehmen in Mittel- und Südamerika sowie im Nahen Osten und in Afrika (die nur 23 bzw. 24 Prozent des Umsatzniveaus von 2019 erreichten). Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum (27 Prozent des Niveaus von 2019), in Europa (32 Prozent des Niveaus von 2019) und in Nordamerika (36 Prozent des Niveaus von 2019) liegen im globalen Durchschnitt oder darüber. Die Perspektiven für 2021 sind für alle Regionen ziemlich ähnlich: Sie erwarten für das erste Halbjahr 2021 zwischen 32 und 37 Prozent des Umsatzes des Vorjahres und für das gesamte Jahr 2021 zwischen 55 und 60 Prozent.

Wie erwartet wird die „Auswirkung der Covid-19-Pandemie auf das Geschäft“ als wichtigstes Thema angesehen. Die „Auswirkungen der Digitalisierung“ und der „Wettbewerb mit anderen Medien“ haben ebenfalls zugenommen, während die „Wirtschaftslage auf dem Heimatmarkt“ und „globale wirtschaftliche Entwicklungen“ zurückgegangen sind, aber weiterhin zu den drei wichtigsten Anliegen gehören.

In Bezug auf die zukünftige Entwicklung Ausstellungsformaten zeigen die Ergebnisse, dass 64 Prozent (gegenüber 57 Prozent vor sechs Monaten) zuversichtlich sind, dass „Covid-19 den Wert von Face-to-face-Veranstaltungen bestätigt“, was auf eine allgemeine Erwartung der Erholung der Branche hindeutet.

Diese aktuelle Ausgabe des halbjährlichen UFI Global Barometer wurde im Dezember 2020 abgeschlossen und enthält Daten von 457 Unternehmen aus 64 Ländern und Regionen.

Info: www.ufi.org