Start Work Wie Pop-up Stores zu Marketing-Tools werden

Wie Pop-up Stores zu Marketing-Tools werden

962

Stationär, temporär oder auf Tour: Pop-up Stores entwickeln sich in den aktuellen eher kriselnden Zeiten für Retailer immer mehr zu marketinggetriebenen Brand- und Shop-Präsenzen. Eine Reihe aktueller Projekte, bei denen Marken und Designer ihrer Kreativität freien Lauf gelassen haben, stellen wir nachfolgend vor.

145 Vodka Pop-up Store im KaDeWe

Den Vodka-Newcomer 145 Vodka konnten KaDeWe-Besucher im Mai nicht nur kulinarisch, sondern auch visuell erleben. Dort war der bereits mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnete Vodka mit einem eigenen Pop-up-Store vertreten – und zwar auf der für seine exquisiten Köstlichkeiten bekannten 6. Etage. Zum Retail-Launch kamen etwa 100 Interessierte, rund 200 Drinks und Cocktails mit 145 Vodka wurden probiert. Carl Mielau, Gründer und Creative Director von 145 Vodka: „Excellent Vodka, Great People, Good Vibes – das Motto, unter dem wir eingeladen hatten, war an dem Abend 1:1 Programm. Das Event glich mehr einer After-Work-Party als einem Retail-Launch: Elegantes Ambiente, coole Musik und natürlich 145 Vodka sorgten für ausgelassene Stimmung und einen Abend, an dem unser Produkt bei dem einen oder anderen mit Sicherheit als neuer Vodka-Favourite im Gedächtnis geblieben ist.“

Der 145 Vodka Pop-up selbst war in den Farben Magenta und Königsblau gehalten, und setzte auf schlicht-elegante und moderne Designelemente. Aus der Auswahl von Tausenden Produkten auf der Food- und Restaurant-Etage des prächtigen KaDeWe sollte das Produkt so hervorstechen. Denn mit 145 Vodka hat der Münchner Jungunternehmer Carl Mielau eine Marke geschaffen, die Spielfreude, attraktive Produktinszenierung und Ästhetik vereint: „Dank des außergewöhnlichen Flaschendesigns lässt sich 145 Vodka trophäengleich und standsicher pyramidenartig stapeln – und damit ikonisch inszenieren“, so der 20-Jährige. Eine solche Inszenierung sollte dann auch in einem der größten Department Stores Europas alle Blicke auf sich ziehen und wie die hochwertigen Glasflaschen der Marke ganz besondere Akzente setzen.

Nespresso auf Vertuo 
Roadshow unterwegs

Nespresso hat für sein Vertuo Kaffeesystem in Österreich die Vertuo Roadshow-Tour gestartet, bei der es im umgebauten Event-Bus zu über 50 geplanten Stationen quer durchs Land geht. Der Nespresso Bulli hat dabei zahlreiche Highlights für Kaffeegenuss mit im Gepäck: Außergewöhnliche Kreationen sollen die Kunden zum Ausprobieren, Verkosten und Staunen einladen. Experimentierfreudige Kaffeeliebhaber haben unter anderem die Wahl zwischen Basil Ginger Shot Espresso, Freddo Cappuccino, Iced Nitro oder steirischem Kürbiskern-Kaffee. Ein Milchschaumdrucker verleiht dem Kaffee mit Hilfe eines individuellen Prints eine persönliche Note. Außerdem gibt es die Möglichkeit, hochwertige Preise zu gewinnen.

Individuelle Milchschaumprints sind ein weiteres Highlight der Tour, die Anfang Mai in Wien an den Start ging. „Für die Tour haben wir abwechslungsreiche Kreationen entwickelt, die zeigen, wie viel Spaß die Zubereitung von Kaffee eigentlich machen kann. Unsere Rezepte spiegeln die kreative Vielfalt wider, die Vertuo so einzigartig macht“, so Michael Ilsanker, Coffee Ambassador von Nespresso Österreich. Nespresso will seiner jungen Zielgruppe im Rahmen der Roadshow das perfekte Ambiente bieten, um Kaffee mit Stil und in hipper Atmosphäre genießen zu können. Nach einer Kaffeepause sorgen bei ausgewählten Stopps Yoga & Fitness Sessions für Abwechslung.

Nespresso Bulli auf Vertuo Roadshow (Foto: Nespresso/Stefan Brandstetter)

Die Vertuo Roadshow von Nespresso hatte Anfang Mai in Wien seinen Startschuss, geht quer durch Österreich und macht mit über 50 Stationen in allen neun Bundesländern Halt – von Niederösterreich über die Steiermark und Kärnten bis nach Tirol und Vorarlberg. Dabei ist die Nespresso Roadshow auch bei zahlreichen österreichweiten Silent Cinema und Silent Disco Events zu finden und auch bei weiteren Veranstaltungshighlights vor Ort – unter anderem beim 4GameChangers Festival in Wien, beim FM4 Unlimited am Attersee in Oberösterreich und einigen Branchenevents. Die Tour endet nach acht Monaten im Dezember wieder in Wien.

Launch-Event in der Wölfe-Kabine

Zum Launch der neuen Trikots für die Bundesliga-Saison 2023/2024 hat der VFL Wolfsburg eine besondere Aktion gestartet. Am 24. Mai 2023 wurden die Tore zur Mannschaftskabine für die Fans geöffnet: Dort, wo sich sonst das Profiteam des Bundesligisten umzieht, stand zwischen 10 und 17 Uhr ein eigens errichteter Pop-up Store. Für die Präsentation der neuen Jerseys aus dem Hause Nike wurde die Mannschaftskabine der Wölfe kurzerhand einfach mal umfunktioniert – und die Fans von Grün-Weiß hatten die Möglichkeit, als allererstes die neuen Jerseys in der Hand zu halten. Erinnerungsfoto auf dem Rasen der Volkswagen Arena inklusive.

Trikot-Launch mit Pop-up Store (Foto: VFL Wolfsburg)

„Das Event war noch viel schöner, als wir es uns vorgestellt hatten. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl, den Fans mit besonderen Aktionen wie dieser ein breites Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Der Trikotlaunch war ein voller Erfolg“, zieht Dirk Zelonczewski, Leiter Merchandising, Service & Vertrieb beim VfL Wolfsburg sein Fazit zur Aktion.

Polestar Snow Space

Zu Beginn des Jahres hat Polestar im finnischen Rovaniemi – knapp zehn Kilometer südlich des Polarkreises – einen temporären Polestar Space eröffnet. Erbaut wurde die Location aus einem Material, das in der Hauptstadt Lapplands im Überfluss vorhanden ist: Schnee. Laut Polestar ist Schnee nicht nur sauber, nachhaltig und kreislauffähig, sondern zufällig auch ein wichtiger der markeneigenen Farbpalette. Das Fertigungsmaterial wurde für den Space aus der unmittelbaren Umgebung gewonnen und mit vollelektrischen Lkw zur Baustelle gebracht. Und nach der Schließung des temporären Polestar Space gelangten Schnee und Eis, aus denen er bestand, wieder komplett in den natürlichen Kreislauf zurück, aus dem sie stammen.

Polestar Space in Rovaniemi (Foto: Polestar)

Der Polestar Space war ein Schritt der Marke, um ihre Präsenz im hohen Norden weiter auszubauen. Zum Angebot gehörten unter anderem Testfahrten auf einer nahegelegenen Rennstrecke und das Ausstellen ausgewählter Polestar Komponenten – jedoch mit dem Unterschied, dass es sich diesmal nicht um Originale aus Metall oder Kunststoff, sondern um kunstvolle Nachbildungen aus purem Eis handelte.

Anzeige: Gibt es eigentlich schon KI-gestützte, autonom fahrende LED-Wände?