Start Work IKEA plant neues Store-Konzept am Wiener Westbahnhof

IKEA plant neues Store-Konzept am Wiener Westbahnhof

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Auf der Suche nach Ideen für ein neuartiges Konzept für den Standort am Wiener Westbahnhof hat IKEA Österreich neun Architekturbüros eingeladen, Vorschläge zu machen. Jener vom Wiener Architekturbüro querkraft hat den IKEA Architekten so gut gefallen, dass diese eingeladen wurden, ein Konzept auszuarbeiten, welches nun die Basis für die erforderlichen Genehmigungsverfahren ist. „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv an Ideen gearbeitet, wie man das Haus zu einem attraktiven Treffpunkt für alle machen und gleichzeitig unsere Anforderungen an Nachhaltigkeit und unsere konzeptuellen Auflagen erfüllen kann“, skizziert IKEA Property Manager Rodolphe de Campos die Arbeit der vergangenen Monate. „Die Projektidee ist für uns nun die Basis für eine vertiefende Standortprüfung.“ Dabei geht es um technische und wirtschaftliche Machbarkeit. Die entsprechenden Schritte hat IKEA bereits eingeleitet.

IKEA am Westbahnhof soll komplett anders werden als jedes bisherige IKEA Einrichtungshaus. Das geplante Haus wird viele Überraschungen bieten – allein schon, weil es sich über mehrere Stockwerke erstreckt und daher neue Lösungen gefragt sind. Das Besondere: Man soll alles sehen und ausprobieren können. Kaufen kann man aber nur tragbare Artikel, die man in der U-Bahn, zu Fuß oder mit dem Rad mitnehmen kann; alles andere, so sieht es das Konzept vor, wird bestellt und innerhalb kurzer Zeit nach Hause geliefert.

Der Hintergrund dafür: Mobilitäts- und Einkaufsverhalten der Kunden ändern sich – gerade in der Stadt. IKEA reagiert darauf. Denn die meisten Menschen in den innerstädtischen Bezirken Wiens haben kein Auto mehr. Für sie ist der Standort in der Mariahilfer Straße perfekt: gut mit zwei U-Bahnen und mehreren Straßenbahnlinien, mit Zügen, zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Gleichzeitig ändert sich das Konsumverhalten: Die Menschen gehen gern einkaufen, wollen Dinge ausprobieren, angreifen und testen, gemeinsam mit Spezialisten planen – aber sie wollen größere Einkäufe nicht mehr selbst nach Hause schleppen, sondern lassen diese lieber liefern. Das Konzept für IKEA am Westbahnhof geht genau auf diesen Trend ein: Es sieht vor, dass es keinen Platz für Autos geben wird – und auch keine Notwendigkeit dafür. Denn man soll nur tragbare Artikel kaufen können, die man einfach mit der U-Bahn oder zu Fuß mitnehmen kann. Alles andere soll innerhalb eines engen Zeitfensters schnell heimgeliefert werden.

Dafür baut IKEA ab dem Sommer im 21. Bezirk ein Logistikzentrum. Von dort werden alle Bestellungen direkt nach Hause geliefert. Im neuen Haus am Westbahnhof soll es ein breites Angebot geben: Musterzimmer, Möbelausstellung, Planungsstudios und natürlich alle Produkte von Sofas bis Betten, von Küchen bis Wohnzimmer, von Geschirr bis Deko, von Teppichen bis schwedischen Spezialitäten. Auch ein Restaurant und kleinere „Chill-out“-Areas sind geplant.

Im Außenbereich sorgt ein Fassadenraster dafür, dass sich offene und geschlossene Elemente abwechseln und dass auf allen Ebenen Bäume wachsen können. Auf jeder Seite wird es durchgängig begrünte Fassadenelemente geben, ebenso wie lichtdurchflutete Bereiche, die von den Besuchern benützt werden können und offene, helle Schaufensterflächen. 

 

Info: www.ikea.com

 

IKEA plant neues Store-Konzept am Wiener Westbahnhof (Foto: IKEA Österreich)