Die Leyendecker GmbH aus Wuppertal, die am Markt unter dem Brand Lleyendecker aktiv ist, hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht entsprach dem Antrag am 22. Juli 2026. Der Anbieter von Veranstaltungstechnik und -produktion will das Verfahren zur wirtschaftlichen Neuausrichtung nutzen. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird vom vorläufigen Sachwalter Frank Schwarzer von AndresPartner überwacht.
Als Ursachen für den Schritt nennt Lleyendecker die anhaltend schwache Konjunktur, die starke Abhängigkeit von Kunden aus der Automobilbranche sowie die rückläufige Nachfrage bei Messen, Kundenevents und Festivals. Diese Entwicklung habe zu einer geringeren Auslastung der vorhandenen Kapazitäten geführt. Im Rahmen der Eigenverwaltung sollen Strukturen, Vertrieb und Auftragsbearbeitung weiterentwickelt werden.
Nach Angaben des Unternehmens läuft der Geschäftsbetrieb an den Standorten Wuppertal und Berlin ohne Einschränkungen weiter. Bereits bestätigte Veranstaltungen sollen wie vereinbart durchgeführt werden, auch neue Aufträge werden weiterhin angenommen. Geschäftsführer Ingo und Marcus Leyendecker sehen in dem Verfahren die Möglichkeit, das Familienunternehmen wirtschaftlich neu aufzustellen und langfristig zu sichern.
Rechtlich wird die Sanierung von Buchalik Brömmekamp Rechtsanwälte begleitet, die betriebswirtschaftliche Beratung übernimmt die plenovia GmbH. Zusätzlich wurde ein vorläufiger Gläubigerausschuss eingesetzt.
Zum aktuellen Stand liegen keine öffentlichen Angaben zur Höhe der Verbindlichkeiten, zur Zahl der betroffenen Gläubiger oder zu möglichen personellen Maßnahmen vor. Auch ein Insolvenzplan oder eine Investorenlösung wurden bislang nicht veröffentlicht.























