Wie sieht die Zukunft der Messewirtschaft aus? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmer des ersten AUMA-MesseForums für Young Professionals in Berlin. Bei der Veranstaltung kamen mehr als 40 junge Fachkräfte der Messewirtschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen und künftige Entwicklungen der Branche zu diskutieren.
Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die ersten Ergebnisse einer noch unveröffentlichten AUMA-Studie zu den Bedürfnissen von Messebesuchern. Ergänzt wurden diese durch Praxisbeispiele aus dem Besuchermarketing der Internationalen Grünen Woche in ihrem 100. Jubiläumsjahr in Berlin sowie durch Erfahrungsberichte von Ausstellern zur Ansprache jüngerer Zielgruppen. Anschließend gab es ein interaktives World-Café, in dem die Teilnehmenden ihre Ideen und Perspektiven einbrachten.
Im World-Café diskutierten sie verschiedene Zukunftsthemen der Messewirtschaft. Bei der abschließenden Priorisierung wurden insbesondere zwei Themen als besonders relevant für die zukünftige Entwicklung von Messen bewertet: die sich wandelnden Bedürfnisse von Messebesuchern sowie die Frage, wie Side Events den Erlebnischarakter von Messen stärken können. Als Ergebnis wurde genannt, dass Messen künftig noch stärker als ganzheitliche Erlebnisräume wahrgenommen werden müssen. Neben hochwertigen Fachinhalten sind auch Networking-Möglichkeiten, Community-Angebote, interaktive Formate, personalisierte Erlebnisse und digitale Austauschplattformen vor, während und nach der Veranstaltung gefragt.
Side Events haben sich längst zu einem wichtigen Erfolgsfaktor vieler Messeveranstaltungen entwickelt, zeigten die Diskussionen. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen zu bestehenden Konzepten aus, diskutierten deren Stärken und Herausforderungen und brachten zahlreiche Ideen für innovative neue Formate ein. Der Wunsch dahinter: Messebesuche sollen stärker als Erlebnis wahrgenommen werden und zusätzliche Anlässe für Begegnungen, Inspiration und Austausch bieten.
Die Diskussionen machten zudem deutlich, dass die nächste Generation der Messewirtschaft Messen auch aus der Perspektive der Besucher denkt. Fachliche Inhalte bleiben die Grundlage erfolgreicher Veranstaltungen, müssen jedoch durch individuelle Erlebnisse, Community-Building und flexible Austauschformate ergänzt werden. Gleichzeitig wünschen sich die Teilnehmenden digitale Angebote, die den Kontakt zur Messe auch über die eigentliche Veranstaltung hinaus ermöglichen.
Eines wurde während des gesamten Tages nach AUMA-Ansicht deutlich: Die jungen Fachkräfte der Messewirtschaft wollen die Zukunft der Branche aktiv mitgestalten. Das AUMA-MesseForum Young Professionals bot dafür den Rahmen und wurde von den Teilnehmenden als Plattform für den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Branche genutzt. Die große Resonanz auf das Forum zeige zudem: Der Nachwuchs der Messewirtschaft will die Zukunft der Branche aktiv mitgestalten.























