Das Klimahaus Bremerhaven ist mit dem erstmals vergebenen „Immersive Experience Award 2026“ ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der Ausstellungsbereich „Wetterextreme“ in der Kategorie „Produktionsdesign und technische Umsetzung“. Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht die technische und gestalterische Umsetzung des sogenannten „Uplift“, der physikalische Effekte, Architektur, Bewegung und multisensorische Elemente zu einem immersiven Erlebnis verbindet.
Die Auszeichnung wurde am 17. August 2026 bekanntgegeben. Der Award wird seit diesem Jahr jährlich in sieben Kategorien vergeben und richtet sich an immersive Erlebnisformate aus unterschiedlichen Bereichen. Dazu zählen unter anderem Theater, Gastronomie, Escape Rooms, Markenaktivierungen sowie interaktive und projektionsbasierte Produktionen. Zu den 2026 ausgezeichneten Projekten gehören auch Erlebniswelten in China, England und Australien.
Entwickelt wurde die Inszenierung für das Klimahaus vom studio KLV. Der Ausstellungsbereich führt durch verschiedene Szenarien von Extremwetter: Hitzewellen, Waldbrände, Überschwemmungen und Stürme. Zentrales Element ist der „Uplift“, eine hydraulisch bewegte Plattform. Sie transportiert Besucher durch eine 360-Grad-Projektionsumgebung, in der Hitze, Wind, Wasser, Nebel und Sound eingesetzt werden. Ergänzend vermitteln interaktive Stationen wissenschaftliche Informationen zur Entstehung und zu den Folgen extremer Wetterereignisse.
Ein weiterer Bestandteil der Ausstellung sind persönliche Erfahrungsberichte. Echte Geschichten von Menschen, die extreme Wettersituationen erlebt haben, ergänzen die wissenschaftliche Vermittlung. Damit verbindet die Inszenierung technische Erlebnisformen mit konkreten Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen.
„Wetterextreme“ ist seit März 2025 als vierte Dauerausstellung des Klimahauses geöffnet. Die Einrichtung verbindet darin verschiedene Ansätze der Wissensvermittlung zum Thema Klima. Neben dem neuen Bereich gehören die Ausstellungen „Reise“, „Perspektiven“ und das „World Future Lab“ zum dauerhaften Angebot.
Die „Reise“ führt entlang des achten Längengrads durch neun Stationen auf fünf Kontinenten und arbeitet unter anderem mit Temperatur, Gerüchen und Geräuschen. „Perspektiven“ beschäftigt sich mit den natürlichen Ursachen des Klimawandels, dem menschlichen Einfluss und möglichen Zukunftsszenarien. Im „World Future Lab“ stehen interaktive Aufgaben rund um die Gestaltung einer klimaverträglichen Zukunft im Mittelpunkt.
Nach Angaben des Klimahauses haben seit der Eröffnung mehr als sieben Millionen Menschen die Einrichtung besucht. Das Gebäude mit seiner markanten Glasfassade gehört zum Stadtbild Bremerhavens. Das Klimahaus ist zudem als Bildungseinrichtung der Unesco ausgezeichnet. 2020 erhielt es den internationalen Climate Smart Award. Seit dem 1. Januar 2026 wird das Klimahaus als gemeinnützige GmbH geführt.























