Die Messe Stuttgart hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds besser abgeschlossen als erwartet. Nach Angaben der Geschäftsführung erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 134,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag bei minus 2,9 Millionen Euro und fiel damit günstiger aus als prognostiziert (2024: Umsatz von 228,5 Millionen Euro mit einem Ergebnis von 49,5 Millionen Euro). Insgesamt fanden 39 Eigen- und 20 Gastveranstaltungen mit 16.030 ausstellenden Unternehmen und 1.064.518 Besuchern statt.
Das Jahr 2025 war turnusbedingt veranstaltungsärmer als gerade Messejahre. Gleichzeitig wirkten sich die zurückhaltende Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen und ein zögerliches Buchungsverhalten auf das Messegeschäft aus. Nach Angaben der Messe Stuttgart trugen eine konsequente Budgetsteuerung sowie strategische Entscheidungen dazu bei, das Ergebnis zu stabilisieren.
Zu den publikumsstarken Veranstaltungen zählten unter anderem die CMT, die Frühjahrsmessen und der Stuttgarter MesseHerbst. Im Fachmessebereich setzten Formate wie die LogiMAT sowie die parallel veranstalteten Messen hy-fcell und Quantum Effects Schwerpunkte in den Bereichen Intralogistik, Wasserstoff- und Quantentechnologie. Auch das internationale Geschäft entwickelte sich weiter. Die R+T Asia in Shanghai verzeichnete zu ihrem 20-jährigen Bestehen eine Rekordbeteiligung, während sich die LogiMAT India im indischen Markt etablierte.
Für 2026 rechnet die Messe Stuttgart mit einem umsatzstärkeren Jahr. Nach dem Jahresauftakt mit der CMT und der Intergastra stehen unter anderem die Leitmessen AMB und Vision auf dem Programm. Zudem erweitert das Unternehmen sein Portfolio um drei neue Formate. Die XR Expo wechselte auf das Stuttgarter Messegelände und zählte 61 Aussteller aus mehr als 25 Ländern sowie 1.350 Fachbesucher. Mit den MTO Days entstand eine neue Einkäufermesse für Präzisionsteile. Im Oktober folgt erstmals die EFX – Expo for Electronics Manufacturing.
Parallel baut die Messe Stuttgart ihre internationale Präsenz weiter aus. Neue Kooperationen und Veranstaltungsformate in China, Thailand und Indien sollen das Auslandsgeschäft stärken. Anfang 2027 kommt mit der GrindingHub Americas eine weitere internationale Fachmesse hinzu. Angesichts der schwachen Inlandsnachfrage gewinnt die internationale Beteiligung zunehmend an Bedeutung.























