Start Business NürnbergMesse setzt Wachstumskurs trotz Krisen fort

NürnbergMesse setzt Wachstumskurs trotz Krisen fort

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Die NürnbergMesse Group hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens stieg der Umsatz auf 345,5 Millionen Euro, nachdem im Vergleichsjahr 2023 noch 265,1 Millionen Euro erzielt worden waren. Das EBITDA erhöhte sich auf 41 Millionen Euro. Erstmals seit der Pandemie wurde auch in einem veranstaltungsschwächeren ungeraden Messejahr wieder ein Konzernjahresüberschuss erzielt. Dieser lag bei 2,2 Millionen Euro, nachdem 2023 noch ein Fehlbetrag von 1,1 Millionen Euro ausgewiesen worden war.

Grundlage des Geschäfts waren weltweit 158 Veranstaltungen mit Messen, Kongressen und Corporate Events sowie ein wachsender Anteil messebegleitender Dienstleistungen. Den größten Umsatzanteil erzielten weiterhin Eigen- und Partnerveranstaltungen in Deutschland mit 38 Prozent. Es folgten Services rund um den Messeauftritt mit 24 Prozent, das internationale Geschäft mit 21 Prozent sowie Gastveranstaltungen mit 17 Prozent.

Auch bei den Veranstaltungskennzahlen verzeichnete die NürnbergMesse Zuwächse gegenüber 2023. Rund 1,5 Millionen Besucher und 31.732 Aussteller kamen zu den Veranstaltungen. Die belegte Nettofläche stieg auf rund 1,1 Millionen Quadratmeter. Fast die Hälfte aller Aussteller sowie rund ein Viertel der Besucher reisten aus dem Ausland an. Besonders gefragt waren Fachmessen aus dem Sicherheitsbereich wie Enforce Tac, it-sa und Perimeter Protection. Nach Unternehmensangaben baut die NürnbergMesse damit ihre Position als europäischer Messeplatz für innere und äußere Sicherheit weiter aus.

Parallel dazu investiert die Messegesellschaft in digitale Angebote. Mit einer neuen E-Commerce-Plattform wurden Ausstellerprozesse digitalisiert. Zur Premiere bei der Fensterbau Frontale wurden nach Unternehmensangaben knapp 2.000 Bestellungen für Leistungen wie Standbau, technische Anschlüsse oder Ausstattung über das System abgewickelt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Investitionen in das Messegelände. In den kommenden zehn Jahren sollen mehr als 500 Millionen Euro in Infrastruktur, digitale Produkte, Nachhaltigkeit und das Veranstaltungsportfolio fließen. Im Mai 2026 wurde das sanierte Mitarbeitercenter NXT74 eröffnet, bei dessen Modernisierung rund 60 Prozent CO₂ eingespart wurden. Zudem ging die 100. E-Ladesäule auf dem Gelände in Betrieb. Damit stehen inzwischen mehr als 200 Ladepunkte zur Verfügung. Parallel wächst die Photovoltaikanlage auf den Hallendächern, deren geplante Gesamtleistung bei 8,3 MWp liegt.

Auch für das laufende Messejahr sieht sich die NürnbergMesse gut aufgestellt. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr meldet das Unternehmen eine hohe internationale Beteiligung sowie positive Anmeldestände für mehrere Herbstveranstaltungen. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die NürnbergMesse einen Umsatz von rund 375 Millionen Euro und damit den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte.