Die Koelnmesse hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 455,5 Millionen Euro und einem Konzernergebnis von 62 Millionen Euro abgeschlossen. Trotz eines wirtschaftlich und geopolitisch anspruchsvollen Umfelds setzte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort. Insgesamt organisierte die Koelnmesse 79 Veranstaltungen weltweit. Mehr als 43.800 ausstellende Unternehmen aus 120 Ländern sowie rund 2,5 Millionen Besucher aus 214 Staaten nahmen daran teil.
Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten etablierte Leitmessen in Köln, das Kongressgeschäft und die internationale Expansion. Das Auslandsportfolio umfasst inzwischen 53 Veranstaltungen. Allein 2025 kamen acht neue Formate hinzu, unter anderem in Indonesien, Indien und Saudi-Arabien. Zwei für 2026 geplante Messen in Riad wurden angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen auf 2027 verschoben.
Besonders stark entwickelten sich erneut die Leitveranstaltungen am Standort Köln. Die Anuga verzeichnete mit mehr als 8.000 Ausstellern aus 110 Ländern einen neuen Rekord. Auch die gamescom legte bei Internationalität, Ausstellerzahl und belegter Fläche weiter zu. Gleichzeitig baut die Koelnmesse ihr Markenportfolio aus. Mit der neuen ISM Ingredients entsteht künftig gemeinsam mit der ISM und der ISM Manufacturing eine Plattform für die internationale Süßwaren- und Snackindustrie.
International präsentierte sich die Koelnmesse auch auf der Expo 2025 in Osaka. Den Deutschen Pavillon „Wa! Germany“ besuchten mehr als drei Millionen Menschen. Das Projekt erhielt vom Bureau International des Expositions Auszeichnungen für Nachhaltigkeit und Themenentwicklung.
Ein weiteres Wachstumsfeld ist das Kongress- und Eventcenter Confex. Im ersten vollständigen Betriebsjahr fanden dort mehr als 40 Veranstaltungen statt – von Unternehmensveranstaltungen bis zu internationalen Fachkongressen. Die Tochtergesellschaft Koelncongress überschritt 2025 erstmals die Marke von einer Million Gästen.
Auch wirtschaftlich wirkt die Koelnmesse weit über den Standort hinaus. Nach einer aktuellen Prognos-Studie lösen ihre Veranstaltungen bundesweit jährlich Umsätze von rund 2,64 Milliarden Euro aus und sichern etwa 25.000 Arbeitsplätze. Allein in Köln entstehen wirtschaftliche Effekte von rund 1,36 Milliarden Euro.
Für 2026 erwartet die Koelnmesse ein herausforderndes Messejahr. Neben den anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten findet ein Teil der großen Leitmessen turnusbedingt erst 2027 wieder statt. Das Unternehmen will deshalb den internationalen Ausbau und Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung konsequent fortsetzen.























