Start Business Mitsubishi Electric Halle: D.Live setzt auf KI-Analyse

Mitsubishi Electric Halle: D.Live setzt auf KI-Analyse

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D.Live führt in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf eine KI-gestützte Besucheranalyse ein. Gemeinsam mit dem Unternehmen knw. soll damit erstmals eine belastbare Datengrundlage für Besucherströme, Aufenthaltsverhalten und betriebliche Abläufe entstehen. Das Projekt verfolgt das Ziel, Entscheidungen im Venue-Betrieb stärker auf objektive Daten zu stützen und die Veranstaltungsstätte als Referenz für datenbasierte Steuerung weiterzuentwickeln.

Bislang basierten viele Einschätzungen zu Besucherbewegungen, Auslastung oder Engpässen in Veranstaltungsstätten vor allem auf Erfahrungswerten und Beobachtungen. Mit der neuen Lösung werden Ein- und Ausgänge der Mitsubishi Electric Halle künftig in Echtzeit erfasst. Die eingesetzte Vision-AI-Technologie misst Besucherströme, analysiert Durchflussraten und dokumentiert zeitliche Spitzenbelastungen. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie sich die Auslastung einer Veranstaltung im Tagesverlauf entwickelt und an welchen Stellen es zu erhöhtem Besucheraufkommen kommt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Foyers. Als zentraler Bereich der Besucherführung liefert es Informationen über Aufenthaltszeiten, Bewegungsmuster und die Nutzung einzelner Zonen. Dafür kombiniert knw. unterschiedliche Sensor- und Kameratechnologien. Die daraus gewonnenen Daten sollen Zusammenhänge zwischen Besucheraufkommen, Wartezeiten, Cateringangeboten und Personaleinsatz sichtbar machen.

Nach Angaben der Projektpartner werden die einzelnen Bereiche der Halle dafür systematisch erfasst und miteinander verknüpft. Zusätzlich ist vorgesehen, bestehende Datenquellen wie Kamerasysteme sowie externe Informationen, etwa zu Wetter oder Verkehr, in die Auswertungen einzubeziehen. Auf diese Weise soll ein umfassenderes Bild der Besucherbewegungen entstehen, das über eine reine Zählung hinausgeht.

Die Daten sollen unter anderem dazu beitragen, den Betrieb einer Veranstaltung flexibler zu steuern. Lastspitzen können genauer prognostiziert, Personal bedarfsgerechter eingesetzt und Besucherführungen angepasst werden. Darüber hinaus sollen die Auswertungen die Planung von Sicherheitskonzepten unterstützen, indem ungewöhnliche Entwicklungen oder Engpässe frühzeitig erkannt werden. Auch die Zusammenarbeit mit Behörden und Sicherheitsverantwortlichen soll auf Grundlage objektiver Daten erfolgen.

Für D.Live ist das Projekt zugleich ein Testfeld für unterschiedliche Technologien. Der parallele Einsatz verschiedener Sensor- und Kameralösungen soll Erkenntnisse über Datenqualität, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit unter realen Veranstaltungsbedingungen liefern. Die Ergebnisse könnten als Grundlage für weitere Smart-Venue-Konzepte innerhalb des Düsseldorfer Venue-Portfolios dienen.

Fabian Müller, COO Production von D.Live, bezeichnet die Datengrundlage als wichtigen Schritt, um Prozesse künftig gezielter zu steuern und Entscheidungen stärker auf objektive Erkenntnisse zu stützen. Michael Tschakert, Managing Director von knw., verweist darauf, dass viele Veranstaltungsstätten bereits über zahlreiche Daten verfügten, bislang jedoch häufig kein durchgängiges Bild der tatsächlichen Besucherbewegungen vorhanden sei.