Start Business Messe Friedrichshafen meldet Rückgang bei Umsatz und Ertrag

Messe Friedrichshafen meldet Rückgang bei Umsatz und Ertrag

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Die Messe Friedrichshafen hat das Geschäftsjahr 2025 mit rund 587.000 Besuchern, mehr als 3.400 ausstellenden Unternehmen und etwa 50 Veranstaltungen abgeschlossen. Die Umsatzerlöse lagen bei 19,2 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 22 Millionen Euro. Das Jahresergebnis belief sich auf minus 3,1 Millionen Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem das turnusbedingt reduzierte Veranstaltungsportfolio, eine geringere Ausschüttung der Fairnamic GmbH sowie die weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Trotz der Ergebnisentwicklung setzte die Messe Friedrichshafen verschiedene Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Standorts um. Dazu gehörten Investitionen in die Infrastruktur des Messegeländes, die Optimierung von Abläufen und die Weiterentwicklung des Veranstaltungsportfolios. Nach Angaben des Unternehmens erzeugt die Messe jährlich wirtschaftliche Effekte von mehr als einer halben Milliarde Euro für die Bodenseeregion. Grundlage dafür ist eine im Frühjahr veröffentlichte Studie des Prognos-Instituts.

„2025 war ein anspruchsvolles Geschäftsjahr. Dennoch haben wir unsere Veranstaltungen weiterentwickelt, in den Standort investiert und damit die Grundlage geschaffen, die wirtschaftliche Stärke der Messe für Stadt und Region langfristig zu sichern“, sagt Messegeschäftsführer Klaus Wellmann.

Die Eigenveranstaltungen entwickelten sich im Jahresverlauf unterschiedlich, konnten ihre Position nach Angaben der Messe jedoch weiter ausbauen. Die Tuning World Bodensee, die Klassikwelt Bodensee und die Americana erzielten hohe Besucherzahlen. Auch das Gastveranstaltungsgeschäft blieb stabil. Insgesamt fanden zwölf Gastmessen sowie weitere Veranstaltungen verschiedener Formate auf dem Messegelände statt. Zusätzliche Reichweite brachten unter anderem TV-Produktionen wie die Giovanni-Zarrella-Shows des ZDF sowie eine Dinosaurier-Ausstellung über den Jahreswechsel.

Ein Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem Ausbau der Energieinfrastruktur. Die Messe Friedrichshafen stellte ein Photovoltaikprojekt auf den Hallendächern fertig. Die Anlage verfügt über eine Gesamtleistung von bis zu 5,7 Megawatt Peak und soll zur Energieversorgung des Messegeländes sowie zu den Klimazielen von Stadt und Region beitragen.

Eine wichtige Rolle für die Unternehmensentwicklung spielt weiterhin die Fairnamic. Die internationale Fachmesse Aero entwickelte sich erneut erfolgreich und trägt als Gastveranstaltung auf dem Messegelände zum Unternehmenserfolg bei. Gleichzeitig wirkten sich die angespannte Situation in der Fahrradbranche und die geringere Gewinnausschüttung der Fairnamic auf das Ergebnis des Jahres 2025 aus.

Das negative Jahresergebnis führte dazu, dass im Geschäftsjahr 2025 keine Mietzahlung an die Internationale Bodensee-Messe Friedrichshafen erfolgen konnte. Die in den Vorjahren geleisteten höheren Mietzahlungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Gründung der Fairnamic, hatten die Besitzgesellschaft nach Angaben der Messe nachhaltig gestärkt.

Der Start in das Messejahr 2026 verlief mit hohen Besucher- und Ausstellerzahlen positiv. Veranstaltungen wie die Aero Friedrichshafen und die Pferd Bodensee erzielten nach Unternehmensangaben starke Ergebnisse. Zudem bietet das turnusgemäß größere Veranstaltungsportfolio mit Fakuma, Fruchtwelt Bodensee und Pferd Bodensee zusätzliche Planungssicherheit. Neue Formate sind die Fachmesse Astro für Astronomie, Astrofotografie und Beobachtungstechnik, die parallel zur Ham Radio startete, sowie die für September 2026 geplante Clean Pro Expo für professionelle Reinigung und Hygiene. Für 2027 kündigte die Messe mit der profi.table eine neue Fachmesse für Lösungen im Gastgewerbe an.