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Andrew Bojarski von bo events: Rahmenprogramm mit Wirkung

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Rahmenprogramm mit Wirkung – der Schlüssel zu einer gelungenen Tagung
Zwei Business-Events können auf den ersten Blick nahezu identisch wirken. Beide finden in professionell ausgestatteten Räumen mit moderner Technik und gutem Catering statt, was mittlerweile auch durchaus Standard ist. Dennoch bleibt eine der Veranstaltungen den Teilnehmern noch lange in Erinnerung, während die andere schnell in Vergessenheit gerät.
Ausschlaggebend ist oftmals nicht das eigentliche Programm, sondern das, was zwischen den einzelnen Agenda-Punkten geschieht. Dort entstehen Begegnungen, Gespräche und Eindrücke, die Menschen verbinden. Warum gerade diese Faktoren so wesentlich sind, worauf es bei einem gelungenen Ablaufplan ankommt und weshalb die sorgfältige Auswahl für unterschiedliche Teams und Führungsebenen von großer Bedeutung ist, zeigt ein Blick in die Praxis.

Der Wettbewerb beginnt dort, wo Ausstattung und Verpflegung enden
Ein hoher Qualitätsstandard auf allen Ebenen ist heute in den meisten Locations selbstverständlich. Ob Business-Hotel, Kongresszentrum oder spezialisierter Veranstaltungsort: Die Unterschiede in der Grundausstattung haben in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Allerdings sind die Anforderungen der Kunden parallel gestiegen.
Um ein Event nachhaltig erfolgreich zu gestalten, genügt eine gute Infrastruktur bei Weitem nicht mehr. Im Fokus steht zunehmend das Gesamterlebnis der Teilnehmenden. Neben einer professionellen Organisation tragen die gemeinsamen Momente und der Austausch während der Veranstaltung zum Erfolg bei. Hier zeigt sich der wesentliche Unterschied zwischen einer Begegnung, die ihren Zweck erfüllt, und einer Zusammenkunft, die sich langfristig im Gedächtnis verankert.

Zwischen Homeoffice und Teamgefühl
Die Arbeitswelt hat sich zwischenzeitlich sehr gewandelt. Hybride Beschäftigungsmodelle gehören in vielen Firmen mittlerweile zum Alltag. Gleichzeitig formen sich durch Fusionen, Unternehmenswachstum oder internationale Standorte zunehmend Teams, deren Mitglieder überwiegend digital arbeiten und sich teilweise noch nie persönlich getroffen haben.
Aus diesem Grund besitzen Business-Veranstaltungen heute einen erheblich höheren Stellenwert als noch vor einigen Jahren. Hier bietet sich eine der wenigen Gelegenheiten, Kollegen abseits des Bildschirms kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und Beziehungen zu festigen. Exakt dieses Potenzial entfaltet sich, sofern das Programm gezielt gestaltet wird. Verbringen die Teilnehmenden hingegen lediglich Zeit im selben Raum, ohne miteinander ins Gespräch zu kommen, bleibt eine wertvolle Chance ungenutzt. Durch bewusst konzipierte Aktivitäten entstehen Unterhaltungen, neue Verbindungen und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl, das weit über die eigentlichen Programmpunkte hinausgeht.

Der Mehrwert liegt im gemeinsamen Prozess
Ein gelungenes Rahmenprogramm schafft die Gelegenheit zum gemeinsamen Agieren. Die Anwesenden lösen miteinander Aufgaben und kommen dadurch in Austausch. Auf dieser Basis wächst der Teamgeist, was wiederum den Zusammenhalt fördert und einen nachhaltigen Gewinn für das Unternehmen schafft.
Ein Beispiel hierfür ist Dominoeffekt, eine Teamaufgabe, die nur mit Abstimmung gelingt. Mehrere Kleingruppen bauen zunächst unabhängig voneinander einzelne Teile einer Gesamtkonstruktion zusammen. Am Ende zeigt sich, ob alle Elemente ineinandergreifen und der Impuls zielführend von einer Arbeitsgruppe zur nächsten weitergegeben wurde. Da sich ein derartiges Format zeitlich flexibel gestalten lässt, eignet es sich ebenfalls für kürzere Intervalle zwischen zwei Tagungsblöcken.
Andrew Bojarski, Geschäftsführer der Agentur bo events im Rhein-Main-Neckar-Gebiet und IHK-zertifizierter Teamentwicklungstrainer, weiß aus langjähriger Erfahrung: „Bei Formaten wie diesem entsteht durch das gemeinsame Bauen in getrennten Gruppen, deren Ergebnisse am Ende zusammenwirken müssen, eine echte Vernetzung, die über bloßes Nebeneinander hinausgeht. Wirkung entsteht dabei nicht durch die Dauer eines Programmpunkts, vielmehr durch echten Entscheidungsdruck innerhalb und zwischen den einzelnen Gruppen.“
Falls ein Team während der Aufgabe ins Stocken gerät, begleiten die Manager den Prozess durch gezielte Fragen. Dadurch entwickeln die Mitarbeitenden eigenständig Lösungswege und treffen kollektive Entscheidungen. Mit diesem Ansatz ist gewährleistet, dass das Erlebte dauerhaft in Erinnerung bleibt.

Für Eventagenturen stellt dies einen wesentlichen Unterschied dar, da sich alsdann herauskristallisiert, ob ein Programmpunkt als eigenständiger Bestandteil wahrgenommen wird oder sich nahtlos in die Veranstaltung integriert und damit den Nutzen des Events zeigt.

Die Gruppe bestimmt das Modell – nicht umgekehrt
Rahmenprogramme erzielen die favorisierten Ergebnisse nur, wenn sie auf die jeweiligen Gruppen abgestimmt sind. Gute Konzepte folgen selten einer Standardstruktur – sie richten sich an Teamgröße, Anlass und Zielsetzung aus.
Viele Formate lassen sich flexibel skalieren. So funktioniert dieselbe Aufgabe sowohl mit 6 als auch mit mehreren Hundert Personen. Materialeinsatz, Ablauf und Zeitrahmen passen sich entsprechend an.
Jedoch verändert sich mit zunehmender Teilnehmerzahl auch die Dynamik.
Was in einer zwölfköpfigen Gruppe hervorragend funktioniert, erfordert bei einem größeren Team mit fünfzig oder mehr Anwesenden eine andere Herangehensweise und Moderation.

Gleichzeitig sind moderne Teambuilding-Modelle bewusst niedrigschwellig gestaltet. Weder besondere Fitness noch Vorkenntnisse sind vonnöten, sodass Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen aktiv teilnehmen können. Andrew Bojarski: „Genauso wichtig ist, dass ein Format für alle im Raum funktioniert, vom Azubi bis zur erfahrenen Führungskraft, unabhängig von körperlicher Verfassung oder Know-how. Allein diese Passung entscheidet, ob am Ende alle mitgenommen werden oder nur ein Teil der Gruppe.“
Bei größeren und heterogen zusammengesetzten Mannschaften kommt der sorgfältigen Auswahl eines geeigneten Konzepts eine besondere Bedeutung zu. Die Wahl der Methoden sollte sich dabei an der Anzahl der Teilnehmenden orientieren, da eine umfassende Firmenveranstaltung andere Ansätze erfordert als ein kleines Event.

Der Einfluss der Führung auf die Gruppendynamik
Neben der passenden Ausgestaltung ist ein weiterer Faktor essentiell für das Gelingen eines Rahmenprogramms. Wie offen sich ein Team auf einen Programmpunkt einlässt, wird erheblich davon beeinflusst, wie bewusst sich Führungskräfte einbringen. Mitarbeitende orientieren sich oftmals am Verhalten ihrer Vorgesetzten und werten deren Engagement als Signal für die Bedeutung der Übung.
Besonders deutlich zeigt sich dies bei Teilnehmenden, die einer Herausforderung zunächst zurückhaltend oder skeptisch gegenüberstehen. Sobald sie im Verlauf eine auch nur kleine Verantwortung übernehmen, verändert sich ihre Haltung regelmäßig spürbar mit der Folge, dass Engagement und Aktivität zunehmen.

Andrew Bojarski erklärt in diesem Kontext: „Wie eine Gruppe ein Format annimmt, hängt oft davon ab, wie sichtbar sich die Führungsebene beteiligt. Wenn wir zurückhaltende Mitglieder mit einer kleinen Verantwortung einbinden, verändert sich ihre Haltung im Laufe der Handlung erkennbar. Das gilt auch umgekehrt: Wenn die Führung sich zurückhält oder abwesend wirkt, überträgt sich das genauso schnell auf die Beteiligten. Das ist der Moment, an dem aus einem Programmpunkt eine geteilte Erinnerung wird – oder eben nicht.“

Vier Punkte, die ein erfolgreiches Rahmenprogramm ausmachen
Damit ein Rahmenprogramm seine gewünschte Wirkung entfalten kann, ist es sinnvoll, bereits in der Planungsphase die nachstehenden zentralen Punkte zu berücksichtigen.
An erster Stelle steht die Frage nach dem Ziel. Soll die Belegschaft sich besser kennenlernen, den Zusammenhalt stärken oder besondere Momente erleben? Erst wenn die Absicht eindeutig festgelegt ist, lässt sich das passende Konzept auswählen.
Ebenso wichtig ist die Abstimmung auf die Anzahl der Personen. Den größten Mehrwert bieten Aktivitäten, die zur Gruppengröße und den Rahmenbedingungen der Veranstaltung passen.

Der dritte Punkt betrifft die zeitliche Planung. Ein Rahmenprogramm umfasst sowohl ausreichend Raum für den eigentlichen Workshop als auch für den anschließenden Austausch. Gerade diese Gespräche fördern die Reflexion des Erlebten und tragen zu einem nachhaltigen Effekt bei.
Der vierte Erfolgsfaktor betrifft die Rolle der Führungsebene. Im Vorfeld muss unbedingt geklärt werden, wie sich leitende Personen einbringen. Ihre Mitwirkung beeinflusst, inwieweit sich die Mitarbeitenden auf die Aktivität einlassen.

Ein Planungsfaktor mit eigenem Gewicht
Das Rahmenprogramm ist heutzutage ein integraler Bestandteil der Veranstaltungsplanung und trägt wesentlich zu einem positiven Ergebnis bei. Es sollte von Beginn an in die Gesamtkonzeption einbezogen und frühzeitig berücksichtigt werden. Bereits in der Planungsphase gilt es, die passende Veranstaltungsform, die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe sowie die Einbindung der Führungsebene einzukalkulieren. So wird aus einem Mitarbeiterevent mehr als nur ein gut organisierter Termin.

Technik, Räumlichkeiten und Catering schaffen die Voraussetzungen für eine gelungene Veranstaltung. Nachhaltige Erinnerungen entstehen durch geteilte Erlebnisse, die Menschen miteinander verbinden und die Gemeinschaft stärken.