Start Venues Olympiapark München bleibt trotz Sanierung im Plus

Olympiapark München bleibt trotz Sanierung im Plus

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Die Olympiapark München GmbH (OMG) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 1,9 Millionen Euro abgeschlossen. Damit blieb das städtische Tochterunternehmen trotz erheblicher Einschränkungen durch laufende Sanierungen und einer geringeren Zahl großer Veranstaltungen im positiven Bereich. Im Vorjahr hatte das Jahresergebnis noch 7,0 Millionen Euro betragen.

Die Rahmenbedingungen unterschieden sich 2025 deutlich vom Vorjahr. Im Olympiastadion fand marktbedingt nur ein Open-Air-Konzert statt, nachdem dort 2024 zehn Open-Airs veranstaltet worden waren. Hinzu kam der Wegfall großer Formate wie der 31-tägigen Fan Zone zur UEFA EURO und der Handball-EM. Der Olympiaturm war wegen der Sanierung das gesamte Jahr geschlossen, das Olympiastadion ab September. Insgesamt verzeichnete der Olympiapark bei 372 Veranstaltungen 3,4 Millionen Besucher an 732 Veranstaltungstagen. In die Statistik flossen auch Veranstaltungen im SAP Garden sowie das erste Konzert in der Allianz Arena ein.

Die Umsätze des Gesamtbetriebs gingen um 7,9 Millionen Euro beziehungsweise 20 Prozent auf 31,5 Millionen Euro zurück. Bei der sogenannten Kern-OMG, ohne Olympia-Actionsportzentrum, Leistungszentrum München für Rudern und Kanu sowie Olympiastützpunkt Bayern, sanken die Umsätze um 7,8 Millionen Euro auf 29,4 Millionen Euro. Allein die Schließung des Olympiaturms und die geringere Zahl der Open-Airs verursachten dabei Mindereinnahmen von rund fünf Millionen Euro.

Ein wesentlicher Ergebnisbeitrag kam dagegen aus der Olympiahalle. Sie erzielte einen Ergebnisbeitrag von rund 3,7 Millionen Euro und steigerte diesen gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Millionen Euro. Die Halle und das Außengelände erreichten jeweils mehr als eine Million Besucher. Auf dem Außengelände wirkten sich unter anderem das Fan Festival zum Champions-League-Finale 2025 und das Biathlonevent LoopOne Festival auf das Ergebnis aus.

Im Bereich Freizeit und Tourismus sank die Zahl der Gäste von 1,4 Millionen auf 1,2 Millionen. Neben den Sanierungen trug insbesondere die Schließung des Olympiaturms zu diesem Rückgang bei. Als neue Angebote kamen unter anderem die erste Halle des Munich Action Parks (MAP) und der Skylift als zusätzlicher Aussichtspunkt hinzu.

Auf der Kostenseite sank der Gesamtaufwand einschließlich Finanzergebnis und Steuern um 8,6 Millionen Euro auf 41,3 Millionen Euro. Der Materialaufwand verringerte sich um 7,4 Millionen Euro auf 18,3 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren vor allem die fehlenden Großveranstaltungen und die geringere Zahl von Open-Air-Konzerten. Der Personalaufwand blieb mit 12,9 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Für 2025 zahlte die OMG zudem eine Umsatzpacht von 2,2 Millionen Euro an die Landeshauptstadt München.

Einschränkungen gab es auch bei den Investitionen. Wegen der angespannten Haushaltslage der Landeshauptstadt erhielt die OMG 2025 lediglich 477.000 Euro an Investitionsmittelzuschüssen. Vorgesehene Investitionen von 800.000 Euro mussten deshalb teilweise zurückgestellt werden. Ab 2026 will die OMG sämtliche Investitionen aus eigenen Mitteln finanzieren.

Geschäftsführerin Marion Schöne verweist zugleich auf die Ausweichmöglichkeit in der Allianz Arena, die während der Stadionsanierung bis einschließlich 2027 für Open-Air-Konzerte genutzt werden soll. Die Sanierungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften den Betrieb und die Vermarktung des Olympiaparks nach Unternehmensangaben auch in den kommenden Jahren prägen.