Start Business Messe München erzeugt 4,45 Milliarden Euro-Wirtschaftseffekt

Messe München erzeugt 4,45 Milliarden Euro-Wirtschaftseffekt

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Eines der unternehmerischen Ziele der Messe München ist die Förderung der regionalen Wirtschaft. Daher befasst sich eine aktuelle Studie des Forschungsunternehmens Prognos mit den wirtschaftlichen Effekten, welche die Messe München in einem durchschnittlichen Messejahr erzielt. Die Studienergebnisse zeigen laut dem Messeunternehmen, dass die Veranstaltungen am Messeplatz in Bayern durchschnittlich einen bundesweiten Wirtschaftseffekt in Höhe von 4,45 Mrd. Euro erzielen und rund 34.400 Arbeitsplätze in Deutschland sichern.

Ziel Studie war die Quantifizierung der wirtschaftlichen Bedeutung von Veranstaltungen auf dem Gelände der Messe München in einem durchschnittlichen Messejahr für München, die Region und darüber hinaus. Die Ergebnisse weisen eine deutliche Steigerung der wirtschaftlichen Effekte gegenüber der Vorgängerstudie aus 2019 auf – damals waren es 3,29 Mrd. Euro und 27.000 Arbeitsplätze. Damit steigen die Umsatzeffekte bundesweit gegenüber der Vorgängerstudie um 35 Prozent an.

Die CEOs Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel (von links, Foto: Messe München)
Die CEOs Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel (von links, Foto: Messe München)

Als Treiber für die Steigerungen werden ein gestiegener Anteil internationaler Aussteller und Besuchender sowie konstant hohe Aussteller- und Besucherzahlen am Messeplatz München genannt: „Die aktuellen Zahlen machen deutlich: Die Messen und Kongresse am Messestandort München sind mehr als Plattformen für Innovation und Austausch. Sie sind ein wirtschaftlicher Motor für München, Bayern und ganz Deutschland. Mit einem Kaufkrafteffekt von 4,45 Milliarden Euro und rund 34.400 gesicherten Arbeitsplätzen leisten unsere Veranstaltungen einen substanziellen Beitrag zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft“, erklären die beiden CEOs der Messe München, Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel in einem gemeinsamen Statement.

Im Messejahr 2025 verzeichneten die Veranstaltungen der Messe München insgesamt 34.600 Aussteller und über 2,5 Mio. Besucher am Standort in München. Damit übersteigt die Zahl der Besuchenden die Zahl der Einwohner Münchens von 1,6 Mio. Menschen deutlich. Besonders positiv ist die Auswirkung von Messen und Kongressen laut Studie auf die Entstehung von dauerhaften Arbeitsplätzen, die als Effekt der Kongresse und Messen geschaffen und gesichert werden. Im Vergleich zur Vorgängerstudie steigt die Zahl der bundesweit geschaffenen Arbeitsplätze um 26 Prozent auf insgesamt 34.400. In München steigt die Zahl der Arbeitsplätze um acht Prozent auf 17.600. In Bayern, inklusive Landeshauptstadt, steigt die Zahl der Arbeitsplätze um zehn Prozent auf 24.800.

Pfeiffer und Rummel bei der Präsentation der Studie (Foto: Messe München)
Pfeiffer und Rummel bei der Präsentation der Studie (Foto: Messe München)

Besonders die messenahen Dienstleistungen und das Hotel- und Gaststättengewerbe profitieren von den Veranstaltungen am Messeplatz München. So entstehen allein in München rund 7.700 Jobs in messenahen Dienstleistungen, beispielsweise in den Bereichen Standbau und -design, Logistik, Standtechnik, Catering und Marketing. Im Münchner Gastgewerbe werden rund 5.000 Arbeitsplätze geschaffen. Allein in der bayerischen Landeshauptstadt führen die Kongresse und Messen jährlich zu rund 1,7 Mio. der 19,7 Mio. Übernachtungen im Jahr 2025.

„Besonders begrüßen wir den wachsenden Anteil internationaler Aussteller und Besuchende. Aus den Ländern, in denen die Messe München Standorte hat und Messen veranstaltet, kommen besonders viele Aussteller und Gäste zu den Veranstaltungen nach München. Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen zeigen diese Zahlen, wie wichtig die Auslandsaktivitäten der Messe München für den heimischen Messestandort sind“, so Pfeiffer und Rummel. Unter den Top 10 der am stärksten wachsenden Ausstellerländer befinden sich China, Indien, die Türkei, Saudi-Arabien und Singapur. Gleiches gilt für das Wachstum der Besucherländer. Unter den Top 15 der am stärksten wachsenden Besucherländer sind China, Indien, die Türkei und Brasilien zu finden.

Die durch die Veranstaltungen der Messe München ausgelösten Steuereinnahmen sind im Vergleich zur Vorgängerstudie insgesamt um zwölf Prozent gestiegen. In Summe wurden demnach 726 Mio. Euro an bundesweiten Steuereinnahmen generiert. 47 Mio. Euro fließen an die Stadt München, 266 Mio. Euro an das übrige Bayern. Im Rest Deutschlands, außerhalb Bayerns, entstehen Steuereinnahmen von 69 Mio. Euro, während der Bund mit 344 Mio. Euro den größten Anteil erhält. Betrachtet wurden dazu fiskalische Effekte, die auf Wertschöpfungsaktivitäten zurückführbar sind.

Ähnlich wie in der Vorgängerstudie fiel die Verteilung der wirtschaftlichen Effekte aus. Rund die Hälfte der Effekte entfällt auf München, weitere 20 Prozent auf das übrige Bayern und die verbleibenden 30 Prozent auf das übrige Bundesgebiet. In einem durchschnittlichen Messejahr profitieren, über die Stadt München hinaus, der Landkreis Freising sowie der Landkreis München am stärksten. In Freising werden 136 Mio. Euro von den 861 Mio. Umsatzeffekten für Bayern generiert, im Landkreis München 86 Mio. Euro.

Laut einer AUMA-Studie löst die gesamte deutsche Messebranche Kaufkrafteffekte in Höhe von 29,9 Mrd. Euro aus und schafft insgesamt 280.000 Arbeitsplätze. Mit einem Kaufkrafteffekt von 4,45 Mrd. Euro würde die Messe München 15 Prozent zu dem Gesamtergebnis der bundesweiten Messeindustrie beitragen.