Start Business Andalusien bündelt seine MICE-Strategie neu

Andalusien bündelt seine MICE-Strategie neu

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Andalusien hat das Andalusia Convention Bureau gegründet und damit eine neue regionale Struktur für den Tagungs- und Veranstaltungstourismus geschaffen. Das Büro soll Ziele, Verwaltungen und Akteure des MICE-Marktes unter einer gemeinsamen Strategie koordinieren. Im Mittelpunkt stehen eine stärkere regionale Abstimmung, die wirtschaftliche Wirkung von Veranstaltungen und ein einheitlicherer Auftritt des Reiseziels auf internationalen Märkten.

Dazu Ute Raschke von Team Andaluces, die seit mehr als 20 Jahren Events und incentives in der Region betreut und dabei insbesondere zahlreiche Automobilpräsentationen unterstützt hat: „Das ist ein sehr begrüßenswerter Schritt für die weitere Marktentwicklung in Andalusien. Die Region zählt schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten Zielen im MICE-Segment, bietet aber immer noch viele unentdeckte Orte und Venues für Events.“

Andalusien liegt im spanischen MICE-Ranking nach Katalonien und der Gemeinschaft Madrid auf Platz drei. Städte wie Sevilla, Malaga, Granada, Cádiz und Córdoba verfügen über etablierte Strukturen für internationale Kongresse und Fachveranstaltungen. Das neue Kongressbüro soll diese vorhandenen Angebote stärker miteinander verknüpfen und die Zusammenarbeit der lokalen Kongressbüros unterstützen.

Die Region verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 350.000 Plätze für Fachveranstaltungen in den acht Provinzen. Zum Angebot gehören knapp 30 Kongresszentren sowie mehr als 200 besondere Veranstaltungsorte. Dazu zählen unter anderem Haciendas, Weingüter, Klöster, Museen, Schlösser, Stadien und Marinas. Für Übernachtungen stehen mehr als 221.000 Betten in Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Häusern zur Verfügung. Hinzu kommen mehr als 100 spezialisierte Hotels mit Räumen und Dienstleistungen für Tagungen.

Auch die Verkehrsanbindung ist Teil der Infrastruktur. Andalusien verfügt über ein Netz aus Straßen, Hochgeschwindigkeitsbahnverbindungen, fünf internationalen Flughäfen und sieben Häfen. Die Flughäfen in Malaga, Sevilla, Jerez und Granada verbinden die Region mit internationalen Märkten. Die Häfen in Algeciras, Cádiz und Malaga ergänzen das Verkehrsangebot.

Mit dem neuen Büro sollen unter anderem gemeinsame Instrumente zur Messung der Auswirkungen des MICE-Tourismus, für Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und spezialisierte Weiterbildung entwickelt werden. Das Segment zieht in Andalusien nach Angaben der Region jährlich mehr als 600.000 Reisende an und verursacht rund 285 Millionen Euro direkte touristische Ausgaben. Mit der neuen Struktur soll dieser Markt regional koordinierter bearbeitet und sein Beitrag zur touristischen Entwicklung systematischer erfasst werden. Ziel ist dabei auch, die Saisonalität des Tourismus durch ein stärker diversifiziertes Veranstaltungsgeschäft auszugleichen.