Start Business Retailtainment: Wie Loop5 den Centerbesuch verändert

Retailtainment: Wie Loop5 den Centerbesuch verändert

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Das Einkaufszentrum Loop5 richtet sein Konzept stärker auf Erlebnisangebote aus. Hintergrund ist ein struktureller Wandel im Einzelhandel, bei dem klassische Verkaufsflächen zunehmend durch Freizeit-, Gastronomie- und Eventformate ergänzt werden. Ziel ist es, Besucher länger im Center zu halten und den Standort als Aufenthaltsort zu positionieren.

Studien zeigen, dass sich die Erwartungen der Konsumenten verändern. Laut der Studie „Einzelhandel im Wandel“ von PwC aus dem Jahr 2023 halten 62 Prozent der Centerbetreiber Einkaufszentren mit ausschließlich klassischen Handelsangeboten nicht mehr für zeitgemäß. Parallel dazu weist die Global Consumer Experience Survey 2024 von JLL darauf hin, dass 76 Prozent der Befragten der Meinung sind, Städte und urbane Orte müssten neue Erlebnisse bieten, um relevant zu bleiben. Bei Millennials und der Generation Z liegt dieser Anteil bei rund 84 Prozent.

Shoppingcenter reagieren auf diese Entwicklung mit neuen Nutzungskonzepten. Statt ausschließlich Verkaufsflächen bereitzustellen, werden Gastronomie, Freizeitangebote und Veranstaltungen stärker integriert. Untersuchungen des MIT zeigen, dass eine längere Verweildauer von Besuchern häufig mit höheren Umsätzen verbunden ist. Erlebnisangebote gelten deshalb als Instrument zur Steigerung von Frequenz, Aufenthaltsdauer und Markenbindung. Im Loop5 gehört dieser Ansatz inzwischen zum Alltag. Interaktive Aktionsflächen, wechselnde Veranstaltungen sowie saisonale Programmpunkte ergänzen das Handelsangebot. Auch die Gastronomie wird gezielt ausgebaut und fungiert als Treffpunkt innerhalb des Centers.

Für Händler eröffnet die Neuausrichtung zusätzliche Kontaktpunkte zu Besuchern. Veranstaltungen, Freizeitangebote und gastronomische Anker können neue Anlässe für einen Besuch schaffen und die emotionale Bindung zu Marken stärken. Das Loop5 verfolgt dabei einen integrierten Ansatz, bei dem Handel, Unterhaltung, Gastronomie und digitale Services miteinander verknüpft werden.

Der Wandel zeigt, wie sich stationäre Handelsstandorte an veränderte Konsum- und Freizeitgewohnheiten anpassen. Einkaufszentren entwickeln sich zunehmend zu Orten, an denen Einkauf, Aufenthalt und soziale Interaktion miteinander verbunden werden.