Start Business Veranstaltungswirtschaft sieht sich in der Dauerkrise

Veranstaltungswirtschaft sieht sich in der Dauerkrise

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Am 24. November veranschaulichte die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft 2022 die dringend benötigten politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen der Branche. Noch immer leidet der Wirtschaftszweig mit über 1,1 Mio. Direkterwerbstätigen an der Abwanderung von Fachkräften und einem Mangel an Auszubildenden. Nach dem Neustart im Mai 2022 steht sie im Winterhalbjahr 2022/2023 erneut vor gewaltigen Herausforderungen. Ein gemeinsam verabschiedeter Forderungskatalog ist auf der Bundeskonferenz an Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär BMWK, übergeben worden.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Florian Graf, eröffnete als Schirmherr am 24.11.2022 den 2. Bundeskongress Veranstaltungswirtschaft in Berlin. Die Keynote hielt Ehrhard Grundl, MdB und Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion für Kultur und Medien. In seinem Vortrag führte er aus, dass der Konzertbereich noch an den Folgen der Pandemie leidet und jetzt auch von der Energiekrise und von Inflation betroffen ist.

Die Teilnehmer diskutierten die brennenden Themen der Branche wie die Auswirkungen der Pandemie, zunehmender Fachkräftemangel, Liquidität der Branche, Perspektivsicherung für Einzelunternehmer, Soloselbstständigen, Solokünstlern und Freiberuflern, Arbeitsverdichtung, Nachhaltigkeit, Zukunftsaussichten und Stärkung der Branche. Sie bestimmten die künftigen Schwerpunkte in der Arbeit der Vertreter der Bundeskonferenz. Der Rat der Vertreter und Vertreterinnen der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft wird jährlich neugewählt. Die bisherigen Räte Kerstin Meisner, Christian Eichenberger, David Eickelberg, Marcel Fery, Mike P. Heisel und Alexander Ostermaier stellten sich zur Wiederwahl und wurden wiedergewählt. Neu dabei sind die Kulturmanagerin Martina Fritz, die Aktivistin für Diversität, Tourmanagerin, Produktionerin und Veranstalterin Rike van Kleef und die Eventmanagerin Juliane Schulzki.

In Podiumsdiskussionen wurden am Nachmittag die Herausforderungen Veranstaltungssicherheit, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft thematisiert. Im letzteren Panel gaben Tessa Ganserer (MdB), Rebecca Freitag, Dr. Tobias Orthen, Dr. Christoph Soukup und Marko Roscher als Referent der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft Impulse für eine nachhaltigere Veranstaltungswirtschaft, bevor Dieter Semmelmann (Geschäftsführer Semmel Concerts Entertainment), Markus Illing (Geschäftsführer Voss + Fischer), David Ruetz (Head of ITB Berlin) und Ingrid Hartges (Hauptgeschäftsführerin Dehoga) eine Übersicht zur aktuellen Lage der Veranstaltungs- und Tourismusbranche aus Unternehmer- und Verbandssicht gaben.

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Ein Polittalk rundete die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft 2022 ab. Unter der Leitung von Georg Ehrmann (Geschäftsführender Gesellschafter von Beust & Coll.) diskutierten neben Michael Kellner (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und Beauftragter der Bundesregierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft), Helge Lindh (MdB und Obmann im Ausschuss für Kultur und Medien), Anikó Glogowski-Merten (MdB und Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien), Maximilian Mörseburg (MdB und Obmann im Ausschuss für Kultur und Medien) und Michael Biel (Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe) die aktuellen Herausforderungen, die Grenzen der Wirtschaftshilfen, die mittel- und langfristige Transformation der Veranstaltungswirtschaft und das gesellschaftliche Ziel Nachhaltigkeit und CO2-Freiheit vor dem bevorstehenden dritten Krisenwinter für die Veranstaltungsbranche.