Start Business PRO SKY Destination Report 2015 zeigt aktuelle Trends

PRO SKY Destination Report 2015 zeigt aktuelle Trends

Nachdem im letzten Jahr Barcelona die Nase vorne hatte, ist Berlin nun wieder die beliebteste Event-Metropole der Deutschen und Österreicher. Eine von vielen spannenden Tendenzen, die der neueste PRO SKY Destination Report 2015 aufzeigt. Für den Report hatten 124 deutsche und österreichische Event-Verantwortliche Einblicke in ihre Planungen gegeben. 2015 als Veranstaltungsorte im Trend: Osteuropa, Slowenien, Montenegro, Vietnam und Städte wie Tallinn, Ljubljana, Warschau und Wien. 

Welche Destinationen liegen 2015 bei Events im Trend? Wer gehört zu den Gewinnern, wer zu den Verlierern? Auf welche neuen Destinationen sollten wir ein ganz besonderes Auge haben und wie groß ist überhaupt eine durchschnittliche Gruppe bei Veranstaltungen? Welche Kriterien spielen bei der Destinationsauswahl eine besonders wichtige Rolle und wie genau sieht es mit der Aufenthaltsdauer aus? Diese Fragen stellte Pro Sky Event-Verantwortlichen in Agenturen und Unternehmen. 

Bei den Weltregionen zeichnet sich eine deutliche Präferenz ab: Event-Verantwortliche aus Deutschland und Österreich setzen auf Europa. Satte 89 Prozent der Befragten geben an, dass diese Region 2015 besonders relevant für ihre Projekte sein wird. Damit konnte der Vorjahreswert von 85 Prozent noch einmal gesteigert werden. Mit deutlichem Abstand folgen Asien (33 Prozent) und Nordamerika (26 Prozent). Interessant: Nachdem sich Lateinamerika im vergangenen Jahr über einen deutlichen Zuwachs freuen konnte, rückt die Region 2015 wieder in die hintere Reihe (von 13 auf 8 Prozent). Hier zeigt sich, dass Lateinamerika scheinbar kurzzeitig von Projekten im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft profitieren konnte. Ob die Olympischen Spiele 2016 ein ähnlicher Wachstumstreiber sein werden? 

Nachdem Spanien im vergangenen Jahr die Nase vorne hatte, ist Deutschland im Ländervergleich nun an den Iberern vorbeigeschossen. Und das sogar mit einer deutlichen Steigerung. Sprachen sich im Vorjahr nur 49 Prozent der Event-Planer für Deutschland aus, sind es 2015 gleich 68 Prozent der Antwortgeber. Neben Spanien (von 67 auf 47 Prozent) müssen auch zwei weitere der bislang so beliebten Süddestinationen Federn lassen: Italien (von 42 auf 33 Prozent) und Portugal (von 35 auf 27 Prozent). Letztgenannte haben zumindest im gesamteuropäischen Ranking ein wenig mehr Fürsprecher (Italien: 38 Prozent, Portugal: 30 Prozent). Deutlich gewonnen haben hingegen Österreich und Großbritannien. Die Alpenrepublik kommt auf 31 Prozent und kann ihren Vorjahreswert damit sogar mehr als verdoppeln. Ein starkes Mittelfeld bilden die Türkei, Kroatien und das Baltikum. In den Vorjahren noch als Trend-Destinationen gehandelt, konnten sich diese drei Regionen nunmehr endgültig im Feld der etablierten Destinationen behaupten. Die gebeutelten Griechen wird es freuen: Zwar konnten sie sich keinen absoluten Spitzenplatz sichern, ihr Land wird unter Event-Planern aber dennoch weiterhin hoch gehandelt. 

Die Beliebtheit von Deutschland als Destination wird ganz klar von einer Stadt getrieben – Berlin. 63 Prozent der Event-Verantwortlichen aus Deutschland und Österreich setzen die Spree-Metropole ganz oben auf ihre Liste. Damit zieht Berlin deutlich an Vorjahressieger Barcelona vorbei. Der katalanische Dauerbrenner kann sich allerdings auf hohem Niveau behaupten und wird im deutschsprachigen Raum immer noch von 57 Prozent der Event- Planer in die engere Auswahl gezogen. Die Stärke der Türkei lässt sich auch im Metropolen-Ranking ablesen. Mit 30 Prozent sichert sich Istanbul einen Platz im Spitzenfeld. Entgegen dem Landestrend kann sich dagegen Lissabon (von 29 auf 34 Prozent) behaupten. Während die Zahlen für Portugal rückläufig sind, scheint sich das Event-Business nunmehr in der Landeshauptstadt zu fokussieren. Nach einem mehrjährigen Skandinavien-Hoch holt der Alltag nun auch Stockholm ein. Die Stadt rutscht von 25 auf 16 Prozent ab. Ähnlich schlecht ergeht es Kopenhagen. Ob es am Ruf als „hochpreisige Destinationen“ liegt? „Rise like a Phoenix“ heißt es dagegen für Wien. Die Gastgeberstadt des diesjährigen Eurovision Song Contests hat mit 34 Prozent deutlich mehr Fans als noch im Vorjahr (14 Prozent). 

2015 werden die meisten Veranstaltungen zwischen 250 und 500 Teilnehmern haben. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich dieses Segment von 27 auf 50 Prozent steigern. Weitaus weniger Zuspruch findet die hierzulande favorisierte Gruppengröße hingegen im gesamteuropäischen Vergleich: Nur 27 Prozent gaben an, dass diese Größenordnung 2015 für ihre Projekte relevant sein wird. Kleinere Gruppengrößen bleiben für Event-Verantwortliche zwar weiterhin relevant, verlieren aber leicht im Vergleich zu Großgruppen. 

Erstmals wurde im PRO SKY Destination Report 2015 eine weitere wichtige Zahl unter die Lupe genommen: Wie genau sieht es mit der Aufenthaltsdauer der Teilnehmer aus? Hier belegt ganz klar das klassische Wochenende mit zwei Übernachtungen den Spitzenplatz. 59 Prozent der befragten Event-Planer aus Deutschland und Österreich gaben diese Zeitspanne als Top-Antwort an. Ebenfalls beliebt sind Events mit drei Übernachtungen. Hierfür sprachen sich immerhin noch 38 Prozent aus. Weit abgeschlagen sind hingegen Kurztrips mit nur einer (23 Prozent) oder gar keiner Übernachtung (fünf Prozent).

 

Info: www.pro-sky.de