Start Business Euro 2024: München kompensiert CO₂-Ausstoß der Fan Zone

Euro 2024: München kompensiert CO₂-Ausstoß der Fan Zone

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Als Host City der UEFA Euro 2024 war München nicht nur Schauplatz des Eröffnungsspiels und fünf weiterer Partien in der Fußball Arena, sondern auch Organisator einer großen Fan Zone im Olympiapark, die von einem internationalen Publikum an allen 31 Turnier-Tagen besucht wurde. Insgesamt kamen über 650.000 Menschen in die Fan Zone, auch an spielfreien Tagen waren rund 2.000 Menschen vor Ort, um dem Programm beizuwohnen.

Bereits in der Vorbereitungsphase hatten die Verantwortlichen des Sportgroßereignisses in München entschieden, dass ein großes Event auch eine große ökologische Verantwortung mit sich bringt. Daher wurden frühzeitig Mittel bereitgestellt, um den CO₂-Ausstoß der Fan Zone zu kompensieren und nachhaltige Ausgleichsmaßnahmen anzustoßen. Auf Basis einer bundesweit abgestimmten Ex-ante-Berechnung wurden dafür 250.000 Euro im städtischen Haushalt für die UEFA Euro 2024 reserviert. München konzentriert sich bei der Kompensation vor allem auf Maßnahmen, die lokal einen Mehrwert schaffen, langfristig wirken und unmittelbar zur Stärkung von Biodiversität, Klimaschutz, Bildung und Nachhaltigkeit beitragen. Die gesamte Rückstellung soll in Projekte fließen, die gemeinsam mit weiteren städtischen Referaten umgesetzt werden oder bereits realisiert wurden.

In Kooperation mit dem Referat für Klima- und Umweltschutz (RKU) und dem Kommunalreferat soll im Stadtgebiet ein etwa ein Hektar großes Ackerwildkrautreservat entstehen. Diese hochgefährdete Pflanzengruppe trägt zur CO₂-Bindung, Bodenverbesserung und Biodiversität sowie hochwertiger Naherholung im periurbanen Raum bei.

Das Kindermuseum München wird in Kooperation mit dem RKU bei der Entwicklung einer interaktiven Ausstellung „So viel Natur?!“ zum Thema Artenvielfalt und nachhaltiges Handeln finanziell unterstützt. Kinder und Familien können auf rund 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche Münchner Ökosysteme entdecken oder ökologische Zusammenhänge kennenlernen.

Das Kultur- und Bürgerzentrum Pasinger Fabrik will seinen Energiebedarf dauerhaft durch moderne LED-Beleuchtung in der Wagenhalle senken. Durch die Umrüstung will man so jährlich rund 83 Prozent Energie einsparen. Dieses Projekt wird gemeinsam mit dem Kulturreferat umgesetzt.

Die Bibliothek der Vielfalt des Referats für Bildung und Sport wird mit dem Erwerb von Büchern und Unterrichtsmaterial – unter anderem Klimakoffer der LMU – zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz unterstützt. Eine Unterstützung für einen einzigartigen Lernraum, der allen Schüler*innen von städtischen Schulen offensteht. Ergänzend investierte das RBS in Upcycling-Projekte.

Christine Kugler, Referentin für Klima- und Umweltschutz: „Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern eine Grundhaltung. Die Ausgleichsmaßnahmen zeigen, dass München auch bei Großveranstaltungen konsequent auf Klimaschutz setzt. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit anderen städtischen Referaten wirkungsvolle Klimaschutz- und Bildungsprojekte auf den Weg bringen konnten.“