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Event-Emotionsanalyse mit Reaction Intelligence von 1e6

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Das Technologieunternehmen 1e6 mit Sitz in San Francisco entwickelt Technologie, um menschliche Reaktionen auf Produkte, Marken und reale Erlebnisse als strukturierte Daten nutzbar zu machen. Mit Reaction Intelligence von 1e6 kommt sie unter anderem in der Livekommunikation zum Einsatz. Veranstalter, Agenturen und Unternehmen sollen dadurch verstehen, wie und warum Events performen.

Der Saal ist voll, die Inszenierung sitzt, das Publikum applaudiert. Doch welche Momente haben die Menschen tatsächlich erreicht? Wo entstand Aufmerksamkeit, wann ließ das Interesse nach? Wer Livekommunikation entwickelt, kennt diese Fragen – und die Schwierigkeit, sie nach einem Event belastbar zu beantworten. Mit Reaction Intelligence kann 1e6 einen neuen Zugang zur Analyse von Publikumsreaktionen eröffnen.

1e6 verfolgt dabei einen Ansatz, der die Analyse von Publikumsreaktionen näher an das Live-Erlebnis bringt und verbindet die Analyse sichtbarer Reaktionen mit der Beobachtung des Verhaltens im physischen Raum. Daraus entstehen strukturierte Daten als Beleg dafür, welche Inhalte Aufmerksamkeit erzeugen, wo Besucher verweilen und an welchen Stellen das Interesse nachlässt. Die Resonanz auf ein Projekt bekommt damit eine zusätzliche, unmittelbar am Geschehen ansetzende Betrachtungsebene.

Karin und Ron Schneider haben 1e6 in San Francisco gegründet

Für die Mitgründer und Co-CEOs Karin und Ron Schneider zählt vor allem, was Veranstalter und Auftraggeber mit den Ergebnissen anfangen können. Ihre Erfahrungen mit der Messung von Live-Erlebnissen, unter anderem mit dem xKPI-System von These Guys, prägten die Fragestellung. Reaction Intelligence wurde dafür technologisch vollständig neu entwickelt. Ihr Ziel: Die Messung menschlicher Reaktionen soll so einfach skalierbar werden, dass sie zum selbstverständlichen Bestandteil realer Customer Interactions wird. Für Liveproduktionen bedeutet das: Response-Daten können künftig genauso selbstverständlich verfügbar sein wie Besucherzahlen oder digitale Analytics.

Dafür setzt 1e6 auf Technik, die längst zum Alltag gehört. Die Datenerfassung erfolgt über Smartphones von Apple oder mit Android-Betriebssystem. Smartphone, WLAN und Stromversorgung bilden laut Anbieter die Grundausstattung. Feste Kamera-Rigs oder eine gesonderte Agenturbeauftragung sollen entfallen. Für Pilotprojekte kann 1e6 die Endgeräte bereitstellen; alternativ nutzen Kunden eigene Smartphones. Befragungen oder am Körper getragene Geräte sind nicht erforderlich. Die Messung soll das Erlebnis begleiten, ohne es zu unterbrechen.

Auch zwischen Erlebnis und Erkenntnis soll möglichst wenig Zeit liegen. Als Beispiel: Eine Session läuft von 12 bis 13 Uhr. Bereits wenige Minuten nach ihrem Ende steht die Auswertung bereit. Damit untermauert 1e6 den Anspruch an die Geschwindigkeit der Evaluation. Die Eindrücke sind noch frisch, während Veranstalter bereits nachvollziehen können, wie sich die Publikumsresonanz entwickelt hat. Das eröffnet die Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung zeitnah mit Daten abzugleichen und daraus Konsequenzen für kommende Projekte abzuleiten.

Reaction Intelligence kombiniert dafür zwei Perspektiven: „Expression“ erfasst sichtbare Reaktionen, „Behavior“ das Verhalten in der Umgebung. Ein Dashboard führt unter anderem Aufmerksamkeit, Verweildauer und Reaktionsverläufe zusammen. Welche Passage eines Bühnenprogramms bindet das Publikum? Welche Bereiche einer Markenaktivierung laden zum Verweilen ein? Wo und warum verliert eine Produktpräsentation ihre Zielgruppe? Die Auswertung soll helfen, solche Fragen genauer zu untersuchen. Sie ergänzt Besucherzahlen und Befragungen um den Blick auf die Momente dazwischen.

Pilotprojekte laufen bereits in Deutschland und den USA. Karin und Ron Schneider wählen sie gezielt aus, um qualifiziertes Feedback für die Weiterentwicklung zu gewinnen. Für zwei Leser des BlachReport öffnet sich jetzt ein exklusiver Zugang zu dieser Phase: Sie können Reaction Intelligence im eigenen Projekt erproben und mit ihren Erfahrungen zur Schärfung des Produkts beitragen. Die Teilnahme erfolgt im Rahmen der kostenpflichtigen Pilotphase. Interessenten können sich bei der BlachReport-Redaktion melden.

Reaction Intelligence wird nach Kameraminuten abgerechnet. Bereits für einen dreistelligen US-Dollar-Betrag lassen sich mehrstündige Liveproduktionen analysieren.

Für europäische Produktionen nutzt 1e6 nach eigenen Angaben europäische Server, für US-Produktionen Server in den USA. Das Unternehmen erklärt, die geltenden Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen einzuhalten. Die Berichte basieren auf aggregierten, nicht personenbezogen ausgewiesenen Ergebnissen.

Die Idee entstand aus Erfahrungen mit Live-Erlebnissen in Deutschland. Heute entwickelt 1e6 die Technologie von San Francisco aus für internationale Anwendungen. In Deutschland arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Schachzug und Neumann & Müller als Partnern. Laufende Kundenprojekte in Europa und den USA liefern weitere Erkenntnisse für den Einsatz im Produktionsalltag.

Dazu Karin Schneider: „Bei These Guys haben wir aus erster Hand gelernt, was Kunden wirklich über ihre Live Experiences wissen wollen, welche Daten ihnen fehlen und wo bestehende Methoden an ihre Grenzen kommen. Diese Erfahrungen waren der Impuls, mit 1e6 und Reaction Intelligence noch einmal komplett neu zu denken. San Francisco bietet uns jetzt das ideale Ökosystem, um daraus etwas Größeres zu bauen, mit führenden KI-Unternehmen, außergewöhnlichen Talenten und einer Kultur, in der neue Ideen schnell Realität werden. Unser Ziel ist es, einzigartige Daten und Erkenntnisse über menschliche Reaktionen in der realen Welt zu gewinnen und die Technologie dafür so zugänglich zu machen, dass praktisch jedes Unternehmen sie nutzen kann.“