Die Auslastungserwartungen in der Veranstaltungswirtschaft liegen zum zweiten Mal in Folge über dem jeweiligen Vorjahresniveau. Laut der aktuellen Auswertung vom Auslastungsindex Veranstaltungsbranche rechnen die teilnehmenden Unternehmen für Oktober 2026 mit einer Auslastung von 77 Prozent. Der Vergleichswert für Oktober 2025 betrug 71 Prozent. Bereits im September hatte die erwartete Auslastung mit 83 Prozent den Vorjahreswert von 73 Prozent übertroffen.

Auch gegenüber der vorherigen Befragung fällt die Einschätzung für Oktober höher aus. Im September hatten die Unternehmen für den Folgemonat noch eine Auslastung von 72 Prozent prognostiziert. Die aktuelle Erwartung liegt damit fünf Prozentpunkte darüber. Die Verbesserung betrifft vor allem den kurzfristigen Ausblick: Für November werden 66 Prozent erwartet, für Dezember 47 Prozent. Im ersten Quartal 2027 bewegen sich die Prognosen von Januar bis März zwischen 48 und 49 Prozent.
Alexander Ostermaier, Geschäftsführer der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft, sieht in den höheren Erwartungen noch keine Entwarnung. „Dass die Auslastungserwartungen zum zweiten Mal in Folge über dem Vorjahresniveau liegen, ist eine erfreuliche Entwicklung. Für eine Entwarnung ist es allerdings zu früh.“ Nach seiner Einschätzung zeigt der Verlauf der Befragungen auch, wie kurzfristig Aufträge inzwischen vergeben werden. Die dadurch geringe Planungssicherheit zählt er zu den größten Herausforderungen für die Unternehmen.
Die aktuelle Auswertung berücksichtigt fünf Branchencluster: Agenturen, Infrastruktur, Location/Entertainment, Messebau und Technik/AV. Ihre Erwartungen unterscheiden sich deutlich. Für Oktober reicht die prognostizierte Auslastung von 65 Prozent im Bereich Infrastruktur bis zu 94 Prozent im Messebau. Zwischen diesen beiden Bereichen liegen damit 29 Prozentpunkte. Der Gesamtwert von 77 Prozent bietet eine übergreifende Orientierung, beschreibt aber nicht die Situation jedes Segments.
Der Auslastungsindex Veranstaltungsbranche wird von der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft für das Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L.) erstellt. Aktuell sind 186 Unternehmen für die Befragung registriert. Die Zahl der Antworten in der aktuellen Auswertung wird nicht genannt.
Erfasst werden die Erwartungen der teilnehmenden Unternehmen. Die Ergebnisse sind daher von der tatsächlich erreichten Auslastung zu unterscheiden und erlauben keine abschließende Aussage über die gesamte Veranstaltungswirtschaft. Um Entwicklungen und Unterschiede zwischen den Branchenbereichen differenzierter abbilden zu können, setzt fwd: auf eine breite und regelmäßige Beteiligung.
An der Befragung können Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft unabhängig von einer Verbandsmitgliedschaft teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt online.






















