Start Business Neue Studie untersucht Einkommensentwicklung in der Eventbranche

Neue Studie untersucht Einkommensentwicklung in der Eventbranche

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Für eine Branchenstudie sind Absolventen des Studiengangs BWL-Messe-, Kongress- und Eventmanagement der DHBW Ravensburg und der DHBW Mannheim vom Studiengang befragt worden. Ein Teil der Ergebnisse wurde nun unter dem Titel „Erwerbsbiografien in der Veranstaltungsbranche – Einkommensentwicklung“ veröffentlicht. Die Autoren sind Prof. Dr. Thomas Bauer, Dr. Siegfried Mattern und Jens Kuntzemüller. Sie wollen der Veranstaltungsbranche mit der lang angelegten Studie Benchmarks und Orientierung für betriebswirtschaftliche Absolventen an die Hand geben.

Thomas Bauer ist Studiengangsleiter Messe-, Kongress- und Eventmanagement, Siegfried Mattern Dozent und Jens Kuntzemüller Referent in dem Bereich an der DHBW Ravensburg. Gemeinsam mit den Studiengangsleiterkollegen Prof. Dr. Bernd Radtke und Prof. Stefan Luppold (DHBW Ravensburg) sowie Prof. Dr. Michael Dinkel und Prof. Dr. Petra Thalheimer (DHBW Mannheim) freuen sie sich, der Branche diese Betrachtung der Erwerbsbiografien zu ermöglichen.

Eine aussagekräftige Anzahl von 382 Absolventen der Jahrgänge 2008 bis 2022 wurde über einen Online-Fragebogen dazu befragt – der Rücklauf im Blick auf die Grundgesamtheit betrug 22,5 Prozent. Im Fokus der aktuellen Veröffentlichung standen Fragen zum Entgelt. Ein Ergebnis der Studie: Unter den vollbeschäftigten Absolventen steigt demnach das durchschnittliche Bruttogehalt um 500 bis 700 Euro pro drei Jahren Berufstätigkeit. Negative Auswirkungen auf das Gehalt belegt die Studie klar in beruflichen Auszeiten.

22,5 Prozent der Befragten haben an ihren Bachelor ein Masterstudium angeschlossen. Rund 52 Prozent haben Posten mit Fach- oder Führungsverantwortung übernommen. Ob Verantwortung im Beruf oder eine Fortbildung wie einen Master: Beides wirkt sich positiv auf das Gehalt aus. Verdient man in der Branche in der Industrie mehr als im Dienstleistungssektor? Dazu kann die Studie keine eindeutige Aussage liefern.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer gendergerechten Entlohnung. Bei den Befragten ist nach 12 bis 15 Jahren ein ähnlich hoher Anteil der männlichen und der weiblichen Absolventen in Führungspositionen angekommen. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich beim Schritt in die Selbstständigkeit. Nach dieser Zeit ist jeder dritte männliche Absolvent selbstständig tätig – aber nur jede zehnte Frau.

Die Autoren haben die Studie als langfristige Erhebung der Berufswege in der Veranstaltungsbranche angelegt. Alle drei Jahre sollen weitere Befragungen folgen. Die aktuelle Studie mit all ihren Ergebnissen ist in der Schriftenreihe der DHBW Ravensburg erschienen.

Auch der VPLT hatte kürzlich die Ergebnisse seiner Vergütungsstudie veröffentlicht.

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