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Global Business Travel Forecast 2023 erschienen

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Die weltweiten Reisepreise werden in den verbleibenden Monaten des Jahres 2022 und im gesamten Jahr 2023 voraussichtlich weiter steigen. Das geht aus dem Global Business Travel Forecast 2023 hervor, der jetzt von CWT und der Global Business Travel Association (GBTA) veröffentlicht wurde. „Diese achte gemeinsame Jahresprognose verbindet statistische Reisedaten und Trendanalysen mit makroökonomischen Einflüssen, um einen wichtigen Bezugspunkt für die zukünftige Planung von Geschäftsreisen zu bieten“, sagte Suzanne Neufang, Chief Executive Officer der GBTA.

„Die Nachfrage nach Geschäftsreisen und Meetings ist wieder da, daran besteht kein Zweifel“, so Patrick Andersen, Chief Executive Officer von CWT. „Arbeitskräftemangel in der gesamten Reise- und Hotelbranche, steigende Rohstoffpreise und ein größeres Bewusstsein für verantwortungsbewusstes Reisen wirken sich auf die Dienstleistungen aus, aber die prognostizierten Preise liegen im Großen und Ganzen auf dem Niveau von 2019.“

Die Weltwirtschaft schrumpfte laut Erhebung im Jahr 2020 um 3,4 Prozent und verzeichnete damit einen starken Rückgang. Der Dienstleistungssektor, einschließlich des Reise- und Gastgewerbes, wurde dabei besonders hart getroffen. Allerdings erholte sich die Weltwirtschaft und wuchs in 2021 um 5,8 Prozent. Das Wirtschaftswachstum schwächt sich mit zunehmender Dauer der Erholung ab, die Sorge vor einer weiteren Rezession wächst. Das derzeitige Basisszenario für 2022 geht von einem Wachstum von drei Prozent aus, gefolgt von einem Wachstum von 2,8 Prozent im Jahr 2023.

In der Prognose wird auch auf Faktoren hingewiesen, die Druck auf die Wirtschaft und die Geschäftsreisebranche verursachen. Dazu gehören der Krieg in der Ukraine in Verbindung mit anderen geopolitischen Risiken, Kostenanstieg durch Inflationsdruck und mögliche weitere Covid-Ausbrüche, die für Einschränkungen bei Geschäftsreisen sorgen könnten.

Umgekehrt wird in dem Bericht hervorgehoben, dass die Unternehmen Nachhaltigkeit zu ihren obersten Prioritäten erheben und die Bekämpfung des Klimawandels immer wichtiger wird. Der Report hebt hervor, dass eine größere Sichtbarkeit umweltfreundlicherer Reiseangebote einer Destination sowie die Erstellung von CO2-Fußabdrücken und Umweltverträglichkeitsprüfungen Möglichkeiten für die Branche darstellen, aktiv zu einer verantwortungsvollen Entscheidungsfindung beizutragen.

Bei Meetings und Events sind die Preise in allen Regionen in den meisten Kategorien gestiegen, angeheizt durch Nachholbedarf und unsichere, wirtschaftliche Aussichten. Es wird erwartet, dass die Kosten pro Teilnehmer für Meetings und Events im Jahr 2022 um etwa 25 Prozent höher sein werden als 2019, und für 2023 wird ein weiterer Anstieg um sieben Prozent prognostiziert.

Neben dem Nachholbedarf an Events konkurrieren Unternehmensveranstaltungen nun mit weiteren Formaten, die 2020 abgesagt wurden. Und da die Unternehmen während der Pandemie ihre Büros zugunsten von Homeoffice aufgegeben haben, werden sie bei der Buchung von Tagungsräume stärker aktiv, was die Nachfrage weiter anheizt.

Kürzere Vorlaufzeiten für Veranstaltungen, die sich von sechs bis zwölf Monaten auf ein bis drei Monate ändern, tragen ebenfalls zu zu diesem Run bei, getrieben von der Sorge bei Unternehmen, dass die aktuelle Situation fragil ist und sich die Voraussetzungen wieder ins Gegenteil verkehren. Dies macht sich besonders im asiatisch-pazifischen Raum bemerkbar, wo die Öffnungsmaßnahmen nach der Pandemie langsamer als in anderen Regionen vonstatten ging.

Die Flugpreise für Geschäftsreisen sanken 2020 um über 12 Prozent gegenüber 2019, gefolgt von einem weiteren Rückgang um 26 Prozent im vergangenen Jahr. Die Preise für Economy-Tickets fielen von 2019 bis 2021 um über 24 Prozent, während die Preise für Premium-Tickets um 33 Prozent sanken. Für 2022 wird ein Preisanstieg von 48,5 Prozent erwartet, aber selbst bei diesem starken Preisanstieg werden die Preise bis 2023 voraussichtlich unter dem Niveau vor der Pandemie bleiben. Im kommenden Jahr wird mit einem weiteren Anstieg um 8,4 Prozent gerechnet.

Die steigende Nachfrage und die anhaltenden Preissteigerungen bei Kerosin sorgen für Druck bei Ticketpreisen.

Die Hotelpreise fielen im Jahr 2020 um 13,3 Prozent gegenüber 2019 und um weitere 9,5 Prozent in 2021. Im Jahr 2022 wird dagegen mit einem Anstieg um 18,5 Prozent gerechnet, in 2023 sollen es 8,2 Prozent mehr werden. In einigen Regionen wie Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie Nordamerika haben die Hotelpreise das Niveau von 2019 bereits übertroffen, und es wird erwartet, dass dies bis 2023 weltweit der Fall sein wird. Die Hotelpreise sind in einigen Teilen der Welt stark gestiegen, darunter um 22 Prozent in Nordamerika und voraussichtlich um 31,8 Prozent in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, was auf eine beschleunigte Erholung in Verbindung mit anhaltenden Kapazitätsengpässen zurückzuführen ist.

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Anziehende Hotelpreise wurden zunächst durch den starken Freizeitverkehr im Jahr 2021 bevorteilt, aber der Geschäftsreiseverkehr, auch bei Firmenveranstaltungen, gewinnt deutlich an Fahrt, was den Druck auf die durchschnittlichen Hotelpreise pro Tag weiter erhöht.

Die globalen Autovermietungspreise sanken im Jahr 2020 um 2,5 Prozent gegenüber 2019, bevor sie 2021 um 5,1 Prozent stiegen. Es wird erwartet, dass die Preise im Jahr 2022 um 7,3 Prozent anziehen und damit einen neuen Höchststand erreichen. 2023 wird ein weiterer Anstieg um 6,8 Prozent prognostiziert.

Die Fahrzeugindustrie hat nach wie vor Kapazitätsengpässe, und Autovermieter, die ihre Flotten nach der Pandemie verkleinert haben, haben sich noch nicht vollständig erholt. Sie sind teilweise dazu übergegangen, gebrauchte Fahrzeuge zu kaufen, um Flottengrößen zu erhöhen, und behalten ihre Fahrzeuge länger. Einige Vermieter kaufen auch Fahrzeuge von Herstellern, die nicht zu den von ihnen traditionell unterstützten Marken gehören.

Der gesamten Report mit weiterführenden Daten kann hier auf der CWT-Webseite heruntergeladen werden.

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