Start Business bvik-Event zur Zukunft der B2B-Messe

bvik-Event zur Zukunft der B2B-Messe

Digitale Technologien bestimmen mehr und mehr die Konzepte von Messeauftritten: Aussteller setzen zunehmend auf VR und AR, um ihre Produkte zu präsentieren und komplexe Sachverhalte für Messebesucher begreifbar zu machen. Welche konkreten Anwendungsfelder es gibt und wie sich die Bedeutung der Messe als Marketinginstrument durch die Digitalisierung verändern wird, haben jetzt rund 60 Marketingexperten aus B2B-Unternehmen und Agenturen auf einer bvik-Veranstaltung bei der NürnbergMesse diskutiert.

 

„Die zwischenmenschliche Kommunikation ist durch digitale Technologien nicht zu ersetzen“, erklärt Dr. Peter Neven, Hauptgeschäftsführer des Auma. „Messen bleiben auch im digitalen Zeitalter ein hocheffizientes Instrument, wenn Aussteller die Vorteile wie die Möglichkeit zum vertrauensbildenden Face-to-Face-Kontakt und zur umfassenden Beratung des Kunden, konsequent nutzen. Deshalb werden sich Menschen auch in Zukunft am Messestand treffen“, so Neven.

Laut Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung bei der NürnbergMesse GmbH, gehe es bei der digitalen Transformation im Messebereich darum, Prozesse der Messeorganisation und Angebote für Aussteller und Besucher zu digitalisieren – nicht das Produkt Messe selbst. Die Messeveranstalter sind hier gefordert, nach Wegen zu suchen, um die reale Welt mit digitalen Kanälen zu verzahnen. Rättich geht davon aus, dass das „multisensorische, mehrdimensionale Produkt- und Markenerlebnis“ noch für eine ganze Weile der USP der Messe bleiben wird: „So lange Unternehmen reale Produkte und Dienstleistungen anbieten und so lange Menschen über deren Kauf entscheiden, so lange wird die Messe als Marketinginstrument auch Bestand haben“, resümiert er.

„B2B bedeutet immer auch P2P, also Person-to-Person“, betont auch Frank-Dieter Keinath, CEO von bluepool | messen & events. Potenziellen Käufern gehe es darum, die Menschen hinter den Produkten kennenzulernen. Deshalb würden digitale Kommunikationselemente den Messeauftritt nicht ersetzen können. „Mit Mixed-Reality-Anwendungen können Aussteller eine neue Erfahrungsqualität auf dem Messestand bieten. Dabei lassen sich Kosten reduzieren, da Exponate nicht mehr zwingend an den Stand gebracht werden müssen. Aber ein Ersatz für das persönliche Gespräch sind sie nicht“, erklärt Keinath.

Zum Thema ist ein ein bvik-Whitepaper mit dem Titel „Messekommunikation im B2B – im Spannungsfeld zwischen Live-Erlebnis und virtuellem Raum“ erhältlich. Dieses zeigt, worauf Unternehmen bei der Messekommunikation im digitalen Zeitalter achten müssen und wie sie reale und virtuelle Welt sinnvoll verknüpfen, um die Potenziale einer Messebeteiligung optimal auszuschöpfen. Ein Abstract steht Interessierten kostenlos als Download zur Verfügung: https://bvik.org/wp-content/uploads/2019/05/ABSTRACT_Whitepaper2019-Messekommunikation-B2B.pdf

 

Info: www.bvik.org

 

Dr. Peter Neven (Foto: Auma)