Start Business MCH Group gibt Details zu Sparmaßnahmen und geplanten Investitionen bekannt

MCH Group gibt Details zu Sparmaßnahmen und geplanten Investitionen bekannt

Nachdem die MCH Group zuletzt ein negatives Halbjahresergebnis und den Rücktritt von CEO René Kamm zu verkünden hatte, vermeldet sie nun Einzelheiten zu den Maßnahmen für die notwendige Stabilisierung des Unternehmens. So sollen bis Ende des Jahres neben bereits eingeführten Sparmaßnahmen weitere Maßnahmen zur Senkung der Kosten, zur Fokussierung der strategischen Initiativen und Investitionen sowie zur Straffung der Organisation ergriffen werden. Auch soll in den nächsten Monaten die Unternehmensstrategie überprüft und konsequent auf die künftigen Anforderungen der Märkte und Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet werden.

 

„Wir müssen und wollen unsere klassische Live-Event-Kompetenz zu einer integrierten Experience-Marketing-Kompetenz in physischen und digitalen Bereichen entwickeln“, sagt Hans-Kristian Hoejsgaard, seit September CEO ad interim der MCH Group. „Dieser Prozess ist sehr anspruchsvoll und wird eine längere Zeit dauern. Unsere große Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zu finden zwischen den notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung des Unternehmens und den – trotz der begrenzten Mittel – erforderlichen Investitionen in die Zukunft.“

Die MCH Group setzt bei den strategischen Initiativen und Investitionen eine Reihe von Prioritäten: Die weltweit führende Position der Art Basel soll weiter gestärkt werden durch den Fokus auf die bestehenden Shows, die Fortführung der Art Basel Cities und die Entwicklung weiterer Initiativen, über die zur gegebenen Zeit informiert wird. Die Masterpiece London wird international expandiert, in einem ersten Schritt wahrscheinlich in Asien.

Bereits für die Baselworld 2019 werden Investitionen in eine Reihe konzeptioneller Neuerungen getätigt, und die Neukonzeption der Baselworld 2020 wird in Zusammenarbeit mit den Aussteller-Gremien intensiv vorangetrieben. Die MCH Group veranstaltet darüber hinaus zahlreiche auf den schweizerischen Markt ausgerichtete Messen, in deren Zukunft das Unternehmen ebenfalls investieren will. In der Division Live Marketing Solutions werden die Kompetenzen und das Dienstleistungsangebot im Bereich der Strategie- und Konzeptentwicklung weiter ausgebaut. Und schließlich wird die MCH Group auch weitere Investitionen in die Entwicklung ihrer digitalen Angebote tätigen.

Die Initiative der Entwicklung eines Portfolios mit regionalen Kunstmessen wird nicht weiterverfolgt. Die MCH Group beabsichtigt, die Beteiligungen an der Art Düsseldorf und der India Art Fair zu veräußern. Bis dahin werden die Messen von der MCH Group in der bisherigen Form unterstützt. Auf die angekündigte Beteiligung an der neuen Art SG in Singapur wird verzichtet. Das Konzept der Grand Basel wird überprüft. In diesem Zusammenhang ist entschieden worden, auf die geplante Expansion nach Miami Beach zumindest 2019 zu verzichten. Auch die Potenziale von verschiedenen nationalen Messen werden analysiert, über ihre Zukunft wird in den nächsten Monaten entschieden.

Für die Ausgestaltung und Umsetzung des gesamten Transformationsprogramms ist eine interne Task Force unter der Leitung von CFO Beat Zwahlen eingesetzt worden. Großes Gewicht wird auf die Effizienzsteigerung in der Organisationsstruktur gelegt. Support-Funktionen und Fachkompetenzen sollen verstärkt gruppenweit gebündelt und geteilt werden, um entsprechende Synergien zu nutzen.

„Die MCH Group zeichnet sich durch die große Expertise ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie durch zahlreiche qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen aus“, erklärt Hoejsgaard. „Wir wollen dieses Potenzial besser nutzen, indem wir die Vielzahl weitgehend autonomer Profit Center zu einer integrierten Unternehmensgruppe verschmelzen. Wir werden eine gruppenweite Vision entwickeln, eine gruppenweite Strategie definieren und diese dann auch in der ganzen Unternehmensgruppe umsetzen.“

Die Priorisierung der Strategie und Investitionen sowie das initialisierte Restrukturierungs- und Transformationsprogramm werden Auswirkungen auf das Ergebnis 2018 sowie auf das Budget 2019 haben, wobei ein möglichst großer positiver Impakt für das Geschäftsjahr 2019 erzielt werden soll. Die Auswirkungen lassen sich im Moment noch nicht konkret beziffern. Die MCH Group will diese kommunizieren, sobald die entsprechenden Informationen vorliegen.

 

Info: www.mch-group.com

 

Hans-Kristian Hoejsgaard (Foto: Oettinger Davidoff AG)