Mit Next Circular und der Entwicklungsoberfläche Next Canvas erweitert meplan seinen Ansatz für die Planung und Umsetzung von Messebeteiligungen. Das System soll wiederkehrende Messeauftritte strukturierter steuern, Prozesse transparenter machen und Unternehmen bei der Umsetzung kreislauffähiger Standkonzepte unterstützen. Entwickelt wurde die Lösung mit Blick auf die Anforderungen der europäischen Ökodesign-Verordnung (ESPR). Erstmals war sie auf der Veranstaltung The smarter E Europe in München im praktischen Einsatz zu sehen.
Nach Angaben von meplan richtet sich Next Circular an Unternehmen mit regelmäßig wiederkehrenden Messebeteiligungen. Ziel ist es, die Vielzahl interner und externer Beteiligter sowie steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Dokumentation in einer gemeinsamen Entwicklungslogik zusammenzuführen. Das System soll Abstimmungsaufwand reduzieren, Entscheidungen früher ermöglichen und den Einsatz personeller sowie finanzieller Ressourcen effizienter gestalten.
Im Mittelpunkt steht dabei die Erkenntnis, dass unterschiedliche Perspektiven aus Bereichen wie Engineering, Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Unternehmensleitung sowie von Agenturen und Dienstleistern zwar notwendig sind, jedoch eine gemeinsame Struktur benötigen. Next Circular versteht Komplexität deshalb nicht als Hindernis, sondern als Grundlage für die Entwicklung von sogenannten Smart Spaces.
Die digitale Entwicklungsoberfläche Next Canvas bildet dabei den zentralen Arbeitsbereich. Sie bündelt Inhalte, Markenführung, räumliche Planung und Nachhaltigkeitsaspekte in einer gemeinsamen Struktur. Entscheidungen, Änderungen und deren Auswirkungen werden für alle Projektbeteiligten nachvollziehbar dokumentiert. Dadurch sollen Abstimmungen über E-Mail-Verteiler, unterschiedliche Dokumentenstände oder parallele Planungsprozesse reduziert werden.
Ein wesentliches Element des Systems sind regelmäßige Sync-Termine. Dabei handelt es sich nicht um klassische Statusbesprechungen, sondern um fest definierte Steuerungspunkte. In diesen werden Entwicklungsstand, Projektziele, Scene Impact, Circular Impact sowie neue Erkenntnisse und messbare Ergebnisse kontinuierlich abgeglichen. Dadurch soll die Projektentwicklung frühzeitig angepasst werden können.
Für die Bewertung der Kreislauffähigkeit arbeitet meplan mit dokumentierten Materialdaten und Wiederverwendungspfaden. Gemeinsam mit der ecosign Akademie für Nachhaltiges Design wurden nach Unternehmensangaben Referenzen für verschiedene Materialgruppen entwickelt und in einem Flow Board dokumentiert. Über definierte Datensätze lassen sich Materialeinsatz, Circular Performance und die Auswirkungen einzelner Planungsentscheidungen projektbezogen nachvollziehen.
Auf The smarter E Europe setzte meplan das System gemeinsam mit Solar Promotion sowie Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) ein. Entstanden ist die rund 500 Quadratmeter große Sonderschau „Renewables 24/7“, die mit Next Canvas entwickelt und mit Next Circular umgesetzt wurde. Die Ausstellung behandelte Themen wie Energieerzeugung, Speicherung, Netzintegration, Mobilität und Wasserstofftechnologien. Acht kuratierte Szenen sowie ein speziell entwickeltes Lichtkonzept haben die Inhalte räumlich strukturiert und die Besucherführung unterstützt.























