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Flow The Kitchen launcht CO₂-Ampelsystem für Eventcatering

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Ob Unternehmenskonferenz, Messeauftritt oder Mitarbeiter-Event: Catering ist bei Veranstaltungen oft ein klimarelevanter Kostenpunkt. Das Kelsterbacher Catering-Unternehmen Flow The Kitchen startet hierfür ein CO₂-Kalkulationstool, das den Treibhausgasausstoß einer Veranstaltung kategorienbezogen berechnet und über ein Ampelsystem bewertet.

Das Ampelsystem soll auch Veranstaltern und Kunden ohne Fachwissen eine unmittelbare Einschätzung geben: Grün signalisiert eine vergleichsweise klimaschonende Veranstaltung, Gelb zeigt erhöhte Emissionen an, Rot markiert einen überdurchschnittlich hohen CO₂-Ausstoß je Gast. Diese Einstufung erfolgt auf Basis des berechneten CO₂-Ausstoßes je Person – einer Kennzahl, die Vergleiche zwischen verschiedenen Veranstaltungsformaten ermöglichen soll.

Informationsgrafik zum CO₂-Ampelsystem (Foto: Flow The Kitchen)
Informationsgrafik zum CO₂-Ampelsystem (Foto: Flow The Kitchen)

Das Tool arbeitet ausgabenbasiert: Vier Hauptkategorien – Speisen, Getränke, Personal und Equipment – werden mit ihren jeweiligen Budgets erfasst. Für jede Kategorie ist ein Emissionsfaktor hinterlegt, der laut Flow auf wissenschaftlichen Datenbanken beruht. Das Produkt aus Budget und Faktor ergibt den CO₂-Ausstoß der Kategorie. Alle vier Kategorien zusammen ergeben den Gesamtausstoß der Veranstaltung. Speisen weisen dabei mit 0,2524 kg CO₂e pro Euro die höchste Klimaintensität auf – ein Wert, der die Bedeutung von Lebensmittelerzeugung und Lieferketten für den Gesamtausstoß eines Events widerspiegelt. Personal ist mit 0,0944 kg CO₂e/ Euro am klimaschonendsten, während Equipment (0,1345 kg CO₂e/Euro) und Getränke (0,1144 kg CO₂e/Euro) dazwischen liegen.

Ergänzt wird das Ergebnis durch einen rechnerischen Kompensationshinweis: Das Tool zeigt an, wie viel Euro in Kompensationsprojekte investiert werden müssten, um den ermittelten CO₂-Ausstoß auszugleichen – und wie viele Bäume theoretisch nötig wären, um die Emissionen biologisch zu binden. Diese Angaben sind illustrativ und dienen als Orientierung, nicht als zertifizierter Kompensationsnachweis. Der Einsatz des Tools erfolgt bislang intern. Flow The Kitchen prüft, in welcher Form Kunden in Zukunft eine veranstaltungsbezogene CO₂-Einschätzung als festen Bestandteil der Angebots- oder Abrechnungsdokumentation erhalten können. „Klimabewusstes Veranstaltungsmanagement beginnt damit, überhaupt zu wissen, welchen CO₂-Abdruck ein Event hat. Unser Tool beantwortet diese Frage konkret und ohne Fachwissen – das ist der erste Schritt zu einer bewussteren Entscheidung“, so die Geschäftsführung bei Flow.