Start Business Krieg am Golf: Die Konsequenzen für deutsche Messeaussteller

Krieg am Golf: Die Konsequenzen für deutsche Messeaussteller

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Die jüngste militärische Eskalation in der Golf-Region wirkt sich laut dem Messeverband AUMA auch auf die Auslandsmessaktivitäten der deutschen Wirtschaft aus. Seit Beginn der Kämpfe im Iran und den arabischen Nachbarstaaten werden Messen in der Golf-Region verschoben – mit direkten Folgen für die gemeinsamen Messeauftritte deutscher Unternehmen.

Nach AUMA-Angaben werden bereits acht deutsche Gemeinschaftsstände auf Messen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Saudi-Arabien, die ursprünglich für April und Mai geplant waren, auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Dies geht aus einer ersten Analyse des Verbands hervor, der die Auslandsmesseaktivitäten der deutschen Wirtschaft im Auslandsmesseprogramm (AMP) des Bundeswirtschaftsministeriums koordiniert. Die VAE und Saudi-Arabien gehören zu den derzeit wichtigsten Zielmärkten des Förderprogramms für kleine und mittelständische deutsche Unternehmen. In diesem Jahr und dem kommenden Jahr sollen in der Krisen-Region jeweils 31 deutsche Gemeinschaftsstände auf Messen vorgesehen sein.

2027 sollen 191 geförderte Beteiligungen in 42 Ländern realisiert werden. Das sind 31 Beteiligungen weniger als in diesem Jahr, ein Minus von 14 Prozent. Grund für die Schrumpfung sind gekürzte Bundesmittel: Das Budget soll von 44 Millionen Euro auf 42,3 Millionen Euro sinken. Derweil sind die Kosten für Auslandsmesseteilnahmen in den vergangenen Jahren um bis zu 40 Prozent gestiegen. Der AUMA warnt vor den Folgen dieses Negativtrends für die exportorientierte Wirtschaft.

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des AUMA: „Die schleichende Schrumpfung des bewährten AMP ist ein völlig falsches Signal für die unter Druck stehende Exportnation Deutschland und den heimischen Mittelstand. Die Kürzung steht im Widerspruch zu dem im Koalitionsvertrag erhobenen Anspruch, die Instrumente der Außenwirtschaftsförderung finanziell zu stärken. Mehr als 30 Messebeteiligungen weniger bedeuten rund 20.000 Geschäftschancen weniger. Die deutsche Messewirtschaft fordert die Aufstockung des AMP auf 49 Millionen Euro, damit deutsche Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten neue Absatz- und Beschaffungsmärkte erschließen können.“ Wichtigste Weltregion der staatlichen Förderung bleibt 2027 Süd-Ost-Zentralasien mit rund 70 Messebeteiligungen, gefolgt vom Nahen und Mittleren Osten und Nordamerika. Der Bund übernimmt dabei rund 50 Prozent der direkten Messekosten. Jährlich nutzen bis zu 5.000 deutsche Unternehmen diese Unterstützung.