Angola positioniert sich strategisch als aufstrebende MICE-Destination in Afrika. Mit gezielten Investitionen in Infrastruktur, internationaler Anbindung und institutionellem Aufbau will das Land die Voraussetzungen schaffen, um künftig verstärkt internationale Kongresse, Konferenzen, Fachmessen und Incentive-Programme auszurichten. Unter anderem ist der Aufbau eines Angola Convention Bureau bereits in der Umsetzung. Die Hauptstadt Luanda wurde von Business Traveller unter die Top 20 der „Trendziele 2026“ gewählt, mit besonderer Relevanz für Geschäfts- und Veranstaltungsreisen.
Ein zentraler Baustein der MICE-Strategie Angolas ist der Dr. António Agostinho Neto International Airport, der den bisherigen Flughafen Quatro de Fevereiro als internationales Hauptdrehkreuz abgelöst hat. Der neue Flughafen liegt rund 40 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Luanda und wurde so konzipiert, dass er bis zu 15 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen kann, davon rund zehn Millionen internationale und fünf Millionen inländische Passagiere.
Parallel zum Ausbau der Luftverkehrsinfrastruktur investiert Angola gezielt in moderne Veranstaltungsflächen. Im Rahmen des Lundo-Projekts entsteht im Stadtteil Chicala ein neues Kongresszentrum mit einer Gesamtfläche von rund 72.000 Quadratmetern. Das Zentrum umfasst einen multifunktionalen Theater- und Konferenzsaal mit 3.000 Sitzplätzen, einen weiteren Konferenzsaal für bis zu 360 Teilnehmende sowie ein Business-Center mit Seminar- und Meetingräumen, Cafés und Sozialbereichen sowie Verwaltungsbüros.
Der MICE-Markt in Afrika verzeichnet ein dynamisches Wachstum. Der kombinierte Markt für Meetings, Incentives, Conferences und Exhibitions im Nahen Osten und Afrika wurde 2024 auf rund 82,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Laut Africa MICE Hub steigen die MICE-Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent mit einem jährlichen Wachstum von rund 12,8 Prozent.























