Abo bestellen
Newsletter bestellen
Newsletter bestellen

56. Regielounge

Großes Meeting der Werbefilmszene mit über 700 Gästen in Berlin: Zum 56. Mal ist die Regielounge über die Bühne gegangen. Veranstalter war BBDO. Sechs internationale Filmregisseure folgten der Einladung von Steffen Gentis, Initiator der Regielounge und bei BBDO verantwortlich für Filmproduktionen, und zeigten Highlights ihrer Arbeiten.

Bereits das Intro demonstrierte, was Kino-Filme und -Spots erst zu einem Erlebnis werden lässt: Ein Dolby Atmos-Sound, der aus 58 Lautsprechern kommt und so für ein akustisches 3D-Erlebnis sorgte – als beispielsweise zu einem Regensound plötzlich ein Wasserfall auf der Leinwand herabrauschte. Komponiert und produziert wurde der Demo-Spot von der Studio Funk-Tochter „Kids in a candy store“ in den neuen Studios von Studio Funk Berlin  – eines der wenigen Produktionsstudios, das die Surround-Sound-Technik Dolby Atmos abmischen kann.

Das erste Show-Reel stellte der in Berlin lebende Regisseur Erik van Wyke vor. Der US-Amerikaner kreiert Spots für Kunden wie BMW, Smart, Nike, Converse, Kleenex, Camel Active, Patagonia. In seinen preisgekrönten Spots verbindet van Wyke Elemente des Sports, der Mode und des Lebensstils nahtlos miteinander. Dabei gelingen dem preisgekrönten Filmemacher vom Alltag inspirierte authentische Geschichten.

Im Anschluss begrüßte Gastgeber Gentis den Regisseur Max Fisher, der seit 2016 für die Produktionsfirma „Outsider“ aus London unter Vertrag steht. Fisher überzeugte bereits als Dokumentarfilmer, bevor er Werbefilme drehte. Seitdem hat er zahlreiche Spots für Unternehmen wie Nike, Sky, Microsoft oder Puma in Szene gesetzt.

Ebenfalls zu Gast war Elena Petitti di Roreto. Die Filme der italienischen Künstlerin und Regisseurin zeichnen sich bei den Details, dem Licht und den Bildkompositionen durch eine bestimmte Ästhetik aus. Als ehemalige Redakteurin macht sie Filme, die vielschichtige Geschichten erzählen. Gegenwärtig entwickelt di Roreto als freiberufliche Art Direktorin und Regisseurin Kampagnen, Leitartikel und Kunstprojekte und dreht Werbefilme für Modehäuser wie Valentino, Etro, Cos oder das Fashion-Magazin Vogue Italia. Sie ist auch Mitbegründerin von Melany, einem Regisseur-Duo mit Sitz in Mailand und London, das auf Modefilme und Kunstprojekte spezialisiert ist.

Als weiteren Filmemacher konnte Gentis den Regisseur Jared Knecht begrüßen, der für die Produktionsfirma BWGTBLD arbeitet. Knecht hat schon früh Videos für gemeinnützige Organisationen gedreht, kam als autodidaktischer Filmemacher nach New York und hat dort schnell als Regisseur Karriere gemacht. Zu seinen jüngsten Spots zählen Arbeiten für Toyota, Adidas, Rimowa und Google. Seine Filme sind geprägt von Neugier und vom Interesse, etablierte Denkmuster zu durchbrechen. Sein Kurzfilm „I got this“ für die Nonprofit-Organisation „Face the Music“ wurde 2018 bei den Kreativwettbewerben AICP Award, One Show und den Young Director’s Awards ausgezeichnet.

 

Eebenfalls ein Highlight war die Präsentation von Marco Kreuzpaintner in Kooperation mit Soup Films. Der deutsche Shooting-Star zeigte Ausschnitte aus „Beat“, seiner ersten Serie und ersten Arbeit für Amazon. Außerdem sahen die Gäste einen Trailer seiner jüngsten Arbeit, den Kinofilm „Der Fall Collini“, der im April in den deutschen Kinos startet.

Als weiteren Gast stellte Steffen Gentis den US-amerikanischen Werbefilmer Markus Walter von Markenfilm vor. Der in Berlin und Los Angeles lebende Regisseur hat zunächst Musikvideos gedreht, bevor er Werbespots inszenierte. Für seine Arbeiten für Kunden wie Nike, Mercedes-Benz, EA Sports, Ikea, Nintendo, Hewlett-Packard, VW, Audi oder Sony hat er erzahlreiche Awards bei Festivals wie Clio, LIA, New York Festivals oder Cannes Lions gewonnen.

Björn Hoven, Geschäftsführer der Agentur Leuchtstoff.Media, präsentierte die von WerbeWeischer finanzierte Initiative „Leuchtspuren“, die für das Medium Kino wirbt. Im Mittelpunkt dieses Bewegbildformats stehen prominente Schauspieler und Filmschaffende wie zum Beispiel Iris Berben, Anna Maria Mühe oder Simon Verhoeven. Sie erzählen in kurzen Clips ihre persönlichen Kinoerlebnisse und welche Filme sie besonders geprägt haben. Björn Hover wurde auf der Regielounge begleitet von den beiden Schauspielern Robert Hoffmann und Lea van Acken, die ihre ganz persönliche Liebeserklärung an das Kino zeigten. Die Interviews gibt es seit einem Jahr bundesweit im Kinowerbeblock zu sehen.

Info: www.bbdo.de