Das neue Whitepaper „Blended Travel – Impulse für Unternehmen und Anbieter im Geschäftsreisemarkt“ will zeigen, wie sich die Kombination geschäftlicher und privater Reisen entwickelt, wo Unternehmen und Anbieter noch vor Herausforderungen stehen und welche Schritte jetzt notwendig sind. Herausgeber sind das GCB German Convention Bureau und der VDR – Verband Deutsches Reisemanagement im Rahmen ihrer gemeinsamen Initiative blend_it! Das Whitepaper ist ab sofort über den Blended Travel Hub abrufbar.
Das Whitepaper führt dabei verschiedene Perspektiven zusammen: Neben aktuellen Forschungsergebnissen kommen Travel Management, Human Resources, Hotellerie, Destinationen und Mobilitätsanbieter zu Wort. Deutlich wird dabei laut den Verfassern, dass Blended Travel nicht allein eine Aufgabe des Travel Managements ist. Unternehmen müssten private und dienstliche Reiseanteile klar voneinander abgrenzen, Verantwortlichkeiten definieren und die entsprechenden Regelungen in Buchungs- und Abrechnungsprozesse integrieren. Auf Anbieterseite gehe es darum, passende Leistungen sichtbar, flexibel buchbar und getrennt abrechenbar zu machen.
Jens Schließmann, Hauptgeschäftsführer des VDR, ordnet ein: „Die Nachfrage nach Blended Travel ist da. Jetzt geht es darum, aus individuellen Einzellösungen verlässliche Strukturen zu machen. Unternehmen brauchen klare Regeln, eindeutige Verantwortlichkeiten und Prozesse, die geschäftliche und private Reiseanteile sauber voneinander trennen. Nur dann lässt sich die gewünschte Flexibilität mit Compliance, Fürsorgepflicht und Wirtschaftlichkeit verbinden.“ Auch für Destinationen und Anbieter eröffnet Blended Travel neue Möglichkeiten. Mehr als die Hälfte der in der BZT-Studie betrachteten Bleisure-Reisen steht im Zusammenhang mit Seminaren, Schulungen, Kongressen oder vergleichbaren Veranstaltungen. 61 Prozent der Bleisure-Reisenden verbringen auch ihren privaten Aufenthalt direkt am Ort der Geschäftsreise, weitere 36 Prozent in dessen näherer Umgebung. Damit kann die Geschäftsreise zum Ausgangspunkt für zusätzliche touristische Wertschöpfung und einen späteren privaten Besuch werden.
Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB: „Für alle Stakeholder im Ökosystem von Business Events liegt hier relevantes Potenzial, das es zu heben gilt. Geschäftsreisende unterscheiden nicht zwischen den Zuständigkeiten einzelner Anbieter, sondern erleben die Destination als Ganzes. Entscheidend ist deshalb, bestehende Angebote entlang der gesamten Reise besser miteinander zu verknüpfen und zum richtigen Zeitpunkt sichtbar zu machen.“ Eine zentrale Grundlage des Whitepapers sind die Ergebnisse des ersten Blended Travel Summits im Juli 2026 in Frankfurt am Main. Dort diskutierten rund 70 Fachleute aus Unternehmen, Tourismus, Mobilität, Wissenschaft und Technologie, welche Voraussetzungen für die weitere Entwicklung von Blended Travel notwendig sind. Daraus wurden elf Handlungsfelder in drei Bereichen abgeleitet.
Mit der Veröffentlichung des Whitepapers setzt blend_it! die Arbeit des Summits fort. In den kommenden Monaten sollen weitere Studien folgen, unter anderem zum Reiseverhalten internationaler Geschäftsreisender aus wichtigen Quellmärkten nach Deutschland. Zudem sind praxisnahe Hilfestellungen für Unternehmen und weitere Webinare vorgesehen. Alle Informationen und das Whitepaper stehen gebündelt auf dem blended-travel-hub zur Verfügung.






















