Start Business Messeplatz Deutschland: Regionale Fachmessen mit Wachstum

Messeplatz Deutschland: Regionale Fachmessen mit Wachstum

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Regionale Messen bleiben laut dem Messeverband AUMA eine tragende Säule des Messeplatzes Deutschland: 2025 legten Ausstellerzahlen und vermietete Standflächen leicht zu. An den 134 Regionalmessen beteiligten sich knapp 39.500 Unternehmen. Sie belegten rund 1,25 Millionen Quadratmeter Standfläche und zogen 4,35 Millionen Besucher an.

Der Vergleich zu den jeweiligen Vorveranstaltungen weist ein knappes Plus bei der Zahl der Aussteller (plus 0,9 Prozent) sowie einen 1,3-prozentigen Zuwachs bei der vermieteten Standfläche aus. Die Besucherzahlen gingen hingegen um durchschnittlich 1,7 Prozent zurück. Hauptursache ist laut AUMA die schwächere Entwicklung der Mehrbranchen-Publikumsmessen. Im Vergleich der Messetypen stechen die spezialisierten Formate hervor: Besonders positiv entwickelten sich die regionalen Fachbesuchermessen. Sie verzeichneten deutliche Zuwächse bei Ausstellern (plus 6,6 Prozent), Standfläche (plus 4,6 Prozent) und Besuchern (plus 6,0 Prozent).

(Grafiken: AUMA)Den Löwenanteil unter den regionalen Messen machen die Special-Interest-Publikumsmessen aus. Diese konnten trotz eines leichten Rückgangs bei den Ausstellern (minus 1,0 Prozent) mehr Besucher (plus 1,9 Prozent) und eine größere Standfläche (plus 1,4 Prozent) verbuchen. Dagegen standen die regionalen Mehrbranchen-Publikumsmessen unter Druck: Hier sanken Ausstellerzahlen (minus 0,8 Prozent), Standfläche (minus 1,6 Prozent) und Besucherzahlen (minus 6,4 Prozent).

Warum Unternehmen auf regionale Messen setzen, beschreibt der AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2027: die Pflege bestehender Kundenbeziehungen steht bei der Entscheidung zwischen internationaler oder regionaler Messe an erster Stelle. Weitere Motive sind die Gewinnung neuer Kunden im direkten Marktumfeld sowie die Möglichkeit, relevante Zielgruppen mit vergleichsweise geringem organisatorischem und finanziellem Aufwand zu erreichen. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen nutzen regionale Messen daher gezielt zur Marktbearbeitung und Netzwerkpflege. Internationale Messen hingegen werden vor allem gewählt, um neue Kunden in ausländischen Märkten zu gewinnen.

Auf den 304 Messen des Vorjahres wurden insgesamt rund 192.000 ausstellende Unternehmen gezählt, was einem leichten Plus von 0,7 Prozent gegenüber den Vorveranstaltungen entspricht. Über 6,9 Millionen Quadratmeter Standfläche wurden gemietet, ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Mehr als 12,7 Millionen Besucher sorgten für ein Plus von 1,9 Prozent.