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DBU startet Ausschreibung für nachhaltige Locations

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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat eine bundesweite Ausschreibung für Veranstaltungslocations gestartet, die zwischen 2029 und 2034 die Verleihung des Deutschen Umweltpreises ausrichten möchten. Die Bewerbungsfrist endet am 20. Mai. Gesucht werden Venues, die ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept nachweisen können. Gefordert sind unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Energie, Mobilität, Catering und Veranstaltungstechnik.

Die Preisverleihung findet traditionell am letzten Oktoberwochenende statt und wird im Beisein des Bundespräsidenten durchgeführt. Ergänzt wird der Festakt durch ein wissenschaftliches Symposium am Vortag. Für beide Veranstaltungstage ist ein schlüssiges ökologisches Gesamtkonzept erforderlich. Die Anforderungen betreffen auch Details wie ressourcenschonende Materialien und nachhaltige Logistikprozesse.

Nach Angaben der DBU bietet der Veranstaltungssektor erhebliche Potenziale für Klima- und Ressourcenschutz. Grundlage dieser Einschätzung sind unter anderem Daten des EVVC. Demnach fanden in den Jahren 2024 und 2025 jährlich rund 2,7 Millionen Veranstaltungen in etwa 7900 Locations in Deutschland statt, mit insgesamt rund 380 Millionen Teilnehmenden. Vor diesem Hintergrund wird nachhaltiges Eventmanagement als relevanter Hebel zur Erreichung nationaler und europäischer Klimaziele betrachtet.

Die DBU verweist auf konkrete Ansatzpunkte wie klimafreundliche Anreiseoptionen, den Einsatz von Ökostrom sowie ein Catering mit regionalen und saisonalen Produkten. Auch Energieeinsparungen bei Beleuchtung, Heizung und Klimatisierung zählen zu den Kriterien. Im vergangenen Jahr wurde die Stiftung als erste Institution bundesweit mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ für Veranstaltungen ausgezeichnet. Dieses Siegel soll auch künftig für die Preisverleihung angestrebt werden.

Die Veranstaltung richtet sich an bis zu 1000 geladene Gäste, während das Symposium rund 300 Teilnehmende umfasst. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf vegetarischer und veganer Verpflegung aus umweltfreundlicher Produktion.

Der Deutsche Umweltpreis ist mit 500.000 Euro dotiert und zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen dieser Art in Europa. Die Verleihung erfolgt jährlich an wechselnden Standorten. Für die kommenden Jahre stehen Aachen (2026), Freiburg (2027) und Osnabrück (2028) bereits fest. Mit der aktuellen Ausschreibung beginnt nun die Planung für die darauffolgende Periode.