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Teamevents stärken Position im Tagungsmarkt

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Der Wettbewerb im Tagungsmarkt nimmt weiter zu. Besonders kleinere und mittelgroße Häuser außerhalb zentraler Lagen stehen unter Druck, sich gegenüber großen Ketten und innenstadtnahen Businesshotels zu behaupten. Ein Ansatz, der in diesem Zusammenhang an Bedeutung gewinnt, ist die Integration professioneller Teamevents in das klassische Tagungsangebot. Ein Praxisbeispiel aus Norddeutschland zeigt, wie sich durch langfristige Kooperationen zusätzliche Marktchancen erschließen lassen.

Das familiengeführte Tagungshotel Hotel Hennies arbeitet beispielsweise seit mehr als zehn Jahren mit dem Eventanbieter teamgeist zusammen. Ziel der Partnerschaft ist es, das klassische Tagungsgeschäft um erlebnisorientierte Formate zu erweitern. Hintergrund ist eine veränderte Nachfrage auf Kundenseite. Unternehmen suchen zunehmend nach Angeboten, die Arbeitsphasen mit gemeinschaftlichen Aktivitäten verbinden und damit über die reine Bereitstellung von Infrastruktur hinausgehen.

Die Integration von Teamevents ermöglicht es Hotels, zusätzliche Nutzungsszenarien zu schaffen. Neben klassischen Tagungen werden verstärkt Formate wie Offsites, Incentives oder Firmenfeiern nachgefragt. Dabei kommen unterschiedliche Eventkonzepte zum Einsatz, die sich je nach Jahreszeit und Gruppengröße variieren lassen. Im konkreten Fall wurden mehr als 50 verschiedene Formate umgesetzt, darunter Outdoor-Aktivitäten, Quizformate sowie saisonale Angebote wie winterliche Veranstaltungen auf eigens eingerichteten Flächen. Die Gruppengrößen reichen von 20 bis 150 Personen.

Nach Angaben der Beteiligten hat sich das Veranstaltungsvolumen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Besonders sichtbar wird dies an der Entwicklung der Teilnehmerzahlen. Während im Jahr 2019 rund 100 Personen an entsprechenden Formaten teilnahmen, lag die Zahl im Jahr 2025 bei über 489. Damit hat sich das Volumen innerhalb weniger Jahre mehr als vervierfacht. Die Kooperation trägt nach Einschätzung der Partner dazu bei, wiederkehrende Buchungen zu generieren und die Kundenbindung zu stärken.

Ein zentraler Aspekt ist der organisatorische Aufwand. Durch die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Anbieter können Hotels zusätzliche Leistungen anbieten, ohne eigene Ressourcen in gleichem Umfang ausbauen zu müssen. Planung, Durchführung und Betreuung der Eventformate werden vom Partner übernommen, während sich das Hotel auf Beherbergung und Gastronomie konzentriert.

Dieses Modell gilt insbesondere für inhabergeführte Betriebe als relevant, da es eine Erweiterung des Portfolios bei begrenzten personellen Kapazitäten ermöglicht.Zugleich eröffnet die Einbindung von Teamevents die Möglichkeit, vorhandene Flächen intensiver zu nutzen. Außenbereiche können in die Veranstaltungsplanung integriert und flexibel mit Indoor-Angeboten kombiniert werden. Dies schafft zusätzliche Differenzierungsmerkmale im Wettbewerb und kann dazu beitragen, die Auslastung auch außerhalb klassischer Tagungszeiten zu erhöhen.

Die Entwicklung zeigt, dass erlebnisorientierte Formate zunehmend Bestandteil strategischer Überlegungen im Tagungsmarkt werden. Kooperationen zwischen Hotels und spezialisierten Dienstleistern bieten dabei einen Ansatz, um auf veränderte Anforderungen von Firmenkunden zu reagieren und das eigene Angebot strukturell zu erweitern.

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