Start Business Leichtes Plus für den deutschen Werbemarkt

Leichtes Plus für den deutschen Werbemarkt

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Mit einem Wachstum von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und Brutto-Werbeaufwendungen in Höhe von 0,441 Milliarden Euro positionierte sich die Mediengruppe Mobile als die am stärksten wachsende Mediengruppe des ersten Halbjahres 2018. Das zweitstärkste Wachstum verzeichnete die Mediengruppe Radio mit einem Wachstum von 2,9 Prozent. Die Werbeausgaben beliefen sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf mittlerweile 0,930 Milliarden Euro. Die weiteren Mediengruppen, die ein Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vorweisen konnten, sind mit einem Wachstum von 9,9 Prozent und Bruttowerbeaufwendungen in Höhe von 0,102 Milliarden Euro At-Retail, gefolgt von Plakat (1,4 Prozent / 0,707 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen) und Zeitungen (0,9 Prozent / 2,4 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen). Die größten Einbußen verzeichnete die Kino-Werbung, die einen Rückgang von 13,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkraften musste.

Mit knapp sieben Milliarden Euro Werbeausgaben bleibt die Mediengruppe Fernsehen weiterhin das Leitmedium der deutschen Werbungtreibenden, verzeichnet aber ein Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2017. Die Werbeinvestitionen in der Mediengruppe Desktop in Höhe von 1,2 Milliarden Euro sind ebenfalls rückläufig im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was ein Minus von fünf Prozent bedeutet. Der rückläufige Trend der Werbeinvestitionen in Zeitschriften hält an.  Publikumszeitschriften verlieren 2,9 Prozent (1,6 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen) und  Fachzeitschriften 5,1 Prozent (0,2 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen).

Der mit Abstand größte Werbungtreibende lautet auch im 1. Halbjahr 2018 Procter & Gamble mit Werbeinvestitionen in Höhe von 0,437 Milliarden EUR und einer zweistelligen Wachstumsrate von 10,8 Prozent. Mit einem Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 konnten sich Ferrero (3,4 Prozent), Lidl (7,6 Prozent) und Media-Saturn-Holding (14,7 Prozent) Plätze unter den Top 10 des deutschen Werbemarkts sichern.

Als Top Branche im 1. Halbjahr 2018 nach dem Online-Handel konnte sich die PKW-Industrie den zweiten Platz trotz eines Rückgangs von 2,2 Prozent gegenüber Vorjahr und Werbeinvestitionen in Höhe von 1,102 Milliarden EUR sichern. Dicht gefolgt landen die Branchen Ernährung (0,3 Prozent / 1,087 Milliarden EUR) und Körperpflege (0,7 Prozent / 1,045 Milliarden EUR) auf den Plätzen drei und vier. Während das Wachstum der Top Branchen entweder im einstelligen Bereich liegt oder sogar rückläufig ist, konnten nur wenige Branchen ein zweistelliges Wachstum verbuchen: Gastronomie (14,8 Prozent), Kunst und Kultur (13,0 Prozent) und die Bau-Wirtschaft (12,1 Prozent).

Die E-Commerce-Werbestatistik in Deutschland wächst weiter und verzeichnet im ersten Halbjahr 2018 ein Plus von 2,1 Prozent und kann mit 1,960 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben den Rekordwert des Vorjahres noch einmal toppen. „Wie in den letzten Monaten prognostiziert werden die Werbeausgaben im Bereich Online-Handel im Kalenderjahr 2018 die 4-Milliarden-Grenze wohl knacken”, so Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness bei Nielsen.

Die Reisebranche bleibt weiterhin werbestärkste Kraft im E-Commerce Bereich und ist mit 227,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018 für zwölf Prozent der Bruttowerbeausgaben verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das jedoch einen Rückgang von 24 Prozent. Mit einem Wachstum von kräftigen 60 Prozent sicherte sich die Kategorie „Gambling“ mit 196,6 Millionen Euro Platz zwei. Auf Platz drei folgt die Kategorie „Finance“ mit 174,0 Millionen Euro Bruttowerbeausgaben, was ein Wachstum von elf Prozent zum Vorjahr bedeutet.

Das wichtigste Medium für die Branche bleibt auch in diesem Jahr bisher das Fernsehen (68,0 Prozent), gefolgt von Desktop (neun Prozent) und Zeitungen (6,2 Prozent).

Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbetreibenden für ihre Produkte und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbetreibenden verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen naturgemäß von der Marktposition des Werbetreibenden bzw. der Agentur sowie der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Basis der bereinigten Vorjahreswerte bilden alle Werbeträger inklusive der natürlichen Abgänge/Einstellungen oder Launches auf dem Medienmarkt. Aktive Titel-Aufnahmen durch Nielsen bei bestehenden Werbeträgern sowie aktive Einstellungen der werbestatistischen Erfassung bei Weiterbestehen der Werbeträger auf dem Markt werden aus dem bereinigten Trend ausgeschlossen.

Die E-Commerce Systematik ist eine separate Kategorisierung aller online Angebote. Dazu gehören nicht nur klassische Online-Shops, sondern jegliche kostenpflichtige Dienstleistungen im Internet.

Info: www.nielsen.com