Start Business Studie zum Wirtschaftsfaktor Messe Bremen & ÖVB-Arena veröffentlicht

Studie zum Wirtschaftsfaktor Messe Bremen & ÖVB-Arena veröffentlicht

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Die KME Consulting Group hat die Ergebnisse ihrer aktuellen Studie „Regional-ökonomische Effekte – Messen & Ausstellungen, Kongresse & Tagungen sowie Events in Bremen“ veröffentlicht. Demnach ist die Messe Bremen & ÖVB-Arena ein großer Wirtschaftsfaktor für Bremen, die Region und ganz Deutschland. Im Veranstaltungsjahr 2015/2016 erwirtschaftete sie mehr als 85 Millionen Euro Kaufkraftzufluss, davon 64 Millionen für Bremen. 

Laut der Studie erzeuge der in den vergangenen zehn Jahren entwickelte Portfolio-Mix substantielle regional-ökonomische Wirkungen und trage wesentlich zur Attraktivität Bremens im regionalen, nationalen und internationalen Maßstab bei. „Die Tatsache, dass die Messe Bremen insgesamt nahezu das Sechsfache ihres Umsatzes als Umwegrentabilität erzielt, belegt die positive Entwicklung der Geschäftstätigkeit“, resümiert der Bericht. 

„Die Experten bescheinigen, dass 42,5 Millionen auf die Eigenveranstaltungen zurückgingen“, kommentiert Martin Günthner, Bremens Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. Diese Zahl dokumentiere die Qualität dieser Messen und Kongresse. „Insgesamt belegt die Studie die wirtschaftliche Bedeutung einer leistungsfähigen Messe für einen Standort – ganz abgesehen von ihrer Bedeutung für die Menschen, so Günthner. 

Der Begriff „Umwegrentabilität“ beschreibt positive Nebenwirkungen von Messen, Ausstellungen, Kongressen und Events. Darunter fallen Ausgaben von Ausstellern und Besuchern für Unterbringung, Einkäufe oder Freizeitaktivitäten. Hinzu kommen indirekte Effekte wie Arbeitsplätze bei Zulieferern von Messedienstleistern. Derzeit werden die einhergehenden Steuereffekte bei der Senatorin für Finanzen geprüft. Aufgrund vergleichbarer Studien zu anderen Veranstaltern geht KME davon aus, dass 75 Prozent der Umwegrentabilität in Bremen und der Region bleiben, der Rest entfällt aufs weitere Bundesgebiet. 

Die Experten ermitteln die Umwegrendite mit einer Mischung aus der Analyse konkreter Zahlen und vergleichbarer Studien, aus Erfahrungswerten und Hochrechnungen. Dabei gehen in die Betrachtung von Messen viele Faktoren ein, zum Beispiel die Besucher- und Ausstellerzahl, die Bedeutung der Messe, das Einzugsgebiet oder ihre Dauer. Jeder Veranstaltung wird ein Multiplikator zugeordnet. Eine regionale Verbrauchermesse zum Beispiel zieht kaum Hotelaufenthalte nach sich – ihr Umsatz wird darum nur mit einem Wert zwischen 2 und 3 multipliziert. Eine internationale Fachmesse erhält einen Multiplikator zwischen 4 und 6. 

Nach dieser Methodik sorgte Deutschlands einzige Fisch-Fachmesse, die dreitägige fish international, mit einem Multiplikator von 6 für sechs Millionen Euro Umwegrentabilität. Die HanseLife dauert neun Tage und ist die besucherstärkste Veranstaltung der Messe Bremen. Bei einem Multiplikator von 2,8 entfaltete sie knapp vier Millionen Euro an regionalwirtschaftlichen Wirkungen. Alle Eigen- und Gastmessen führen so zu Gesamteffekten von 26,5 Millionen Euro. 

Für die Bereiche Kongress und Events bewerten die Prüfer vor allem Flächenmieten und Besucherausgaben und multiplizieren sie mit Werten unter 2. 

Ein Grund: Besucher der Sixdays Bremen oder von Popkonzerten von übernachten selten. Letztlich ordnet KME der ÖVB-Arena 25,5 Millionen Euro Umwegrendite zu. Kongressteilnehmer wiederum geben zum Beispiel für Übernachtungen weit mehr aus als Messe- oder Konzertbesucher, dafür buchen Aussteller der begleitenden Messen nur kleine Flächen. So führten die Tagungen – zum Beispiel die Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) oder das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege – zu insgesamt 31,5 Millionen Euro Umwegrendite. 

Vor einigen Jahren hatte die KME Consulting Group die Messe Bremen zum ersten Mal unter die Lupe genommen. 2010 betrug der Jahresumsatz 8,9 Millionen Euro, die Umwegrendite erreichte 40 Millionen Euro – die Studie hatte seinerzeit allerdings noch nicht die ÖVB-Arena mit einberechnet.

 

Info: www.messe-bremen.de