In einem gewohnt subjektiven Resümee blickt der BlachReport auf die vergangenen zwölf Monate Livekommunikation zurück und hat nachfolgend ein paar Highlights selektiert. Here we go.
JANUAR
Messewirtschaft trotzt Stimmungstief
Die Messewirtschaft gehörte im Januar 2025 zu den wenigen Branchen in Deutschland, die positiv auf das neue Jahr schauen. So bewertete zumindest der AUMA eine Umfrage bei deutschen Branchenverbänden hervor, die das Institut der deutschen Wirtschaft (iw) zum Jahreswechsel veröffentlicht hatte.
31 von 49 Wirtschaftsverbänden beschrieben die aktuelle Lage schlechter als noch vor einem Jahr – mit Gründen wie zu hohe Kosten für Energie, Arbeit oder Material. Zu den vier Branchen, die grundsätzlich positiv auf das Jahr schauten, zählte auch die deutsche Messewirtschaft, auch wenn Kostensteigerungen die wirtschaftliche Situation der deutschen ausstellenden Unternehmen auch die Messegesellschaften vor Herausforderungen stellten.
25 Verbände erwarteten in ihren Branchen für 2025 einen Stellenabbau, nur sieben Branchenverbände rechneten mit mehr Beschäftigten. Unter den 16 Branchen, die mit einer gleichbleibenden Beschäftigung rechnen, war auch die Messewirtschaft.
Die erste Bilanz für das Messejahr 2024 legte der AUMA auch vor und meldete Zuwachs bei allen wichtigen Kennzahlen der Branche. Verglichen mit den jeweiligen Vorveranstaltungen wurden auf den 322 Messen im Jahr 2024 durchschnittlich neun Prozent mehr Besucher (11,7 Millionen) gezählt, zehn Prozent mehr ausstellende Unternehmen (205.000) und sieben Prozent mehr Standfläche (7,1 Millionen Quadratmeter).
FEBRUAR
ET Global vereint Marken
Im Februar hat ET Global seine bisherigen Einzelmarken Keck, Bluepool und Excite unter der gemeinsamen Dachmarke ET Global zusammengeführt. Mit diesem Schritt bündelte das Unternehmen seine Expertise in den Bereichen Messen, Events und Brandspaces. Ein zentraler Bestandteil der Transformation war der Launch der neuen ET Global Website. Sie präsentiert seitdem die vereinte Identität und Innovationskraft des Unternehmens und dient als zentrale Plattform für Kunden, um das gesamte Leistungsspektrum – von strategischer Beratung über kreative Gestaltung bis hin zur Umsetzung und Analyse – zu entdecken.
„Unser Ziel ist es, den Erfolg unserer Kunden weiter zu steigern – mit gebündelter Kompetenz, einer klaren Vision und einem engagierten Team. Die neue Website macht genau das erlebbar“, sagte dazu Joern Trierweiler, Chief Operating Officer.
MÄRZ
UFI Global Exhibition Barometer
UFI, der Weltverband der Messebranche, hat im März die 34. Ausgabe seines Flaggschiff-Berichts Global Exhibition Barometer veröffentlicht. Die UFI erwartete dabei, dass die Messebranche in den Jahren 2024 und 2025 ihre weltweiten Umsätze weiter steigert.
Dabei erklärten 46 Prozent der Branchenunternehmen, dass sie planen, ihre Belegschaft in den kommenden sechs Monaten aufzustocken, während weitere 51 Prozent erklärten, dass sie die derzeitige Mitarbeiterzahl stabil halten wollen. „Globale wirtschaftliche Entwicklungen“ war mit 20 Prozent der Antworten das wichtigste mittelfristige Thema, gefolgt von „Geopolitischen Herausforderungen“ und „Nachhaltigkeit/Klima“ mit jeweils 15 Prozent. Es bestand ein klarer Konsens darüber, dass die Branche KI nutzt, was 92 Prozent der Unternehmen angaben.
„Die Barometer-Studie von UFI liefert seit 18 Jahren vergleichbare Benchmarking-Ergebnisse zu Schlüsselkennzahlen, und diese neue Ausgabe zeigt positive Indikatoren für das kommende Jahr in allen Märkten, was ermutigend ist. Gleichzeitig zeigt sie jedoch eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf das wirtschaftliche Umfeld und die geopolitischen Herausforderungen, was zeigt, dass wir in einer sich ständig verändernden Welt agieren“, kommentierte Chris Skeith OBE, Managing Director und CEO der UFI.
Die Umsätze sind laut Studie im Jahr 2024 durchschnittlich um 16 Prozent gestiegen und dieser Trend sollte sich nach Ansicht der UFI fortsetzen. Im Jahr 2025 erwartete der Verband einen Anstieg der Umsätze um durchschnittlich 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
APRIL
Avantgarde für Zoomlion
Die Brand-Experience-Agentur Avantgarde konnte sich im Pitch durchsetzen und gestaltete für die bauma 2025 im April den rund 4.000 qm großen Messestand für Zoomlion, einen der weltweit führenden Baumaschinenhersteller aus China. Avantgarde war für das Konzept, die Architektur sowie die bauliche Umsetzung des Standes verantwortlich. Zudem übernahm Avantgarde die Koordination der Gewerke und leitete die Ausschreibung für den Messebauer.
Der Fokus des Zoomlion-Auftritts lag darauf, den Besuchern ein immersives Erlebnis zu bieten, das die Leistungsfähigkeit und die technologischen Fortschritte des Unternehmens greifbar macht. Avantgarde entwickelte dafür eine immersive Markenwelt, die auch die Werte und Visionen von Zoomlion widerspiegeln sollte.
Dominik Buhr, Director Architecture bei Avantgarde: „Ein beeindruckender Messeauftritt entsteht nur, wenn alle Gewerke nahtlos ineinandergreifen. Mit Zoomlion konnten wir genau das realisieren: eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit, die es uns ermöglicht hat, einen Pavillon zu gestalten, der nicht nur architektonisch überzeugt, sondern auch ein echtes Erlebnis bietet.“
MAI
Messe Düsseldorf-Imagekampagne
Mit 20 Weltleitmessen, diversen eigenen Marken und einer globalen Community zählt die Messe Düsseldorf zu den führenden Messeveranstaltern weltweit. Ihre Position als zentrale Business-Plattform will sie seit Mai mit einer umfassenden Imagekampagne unter dem Motto „The Place to Maximize“ unterstreichen.
„Wir verstehen uns als Möglichmacher und Brückenbauer zwischen Menschen und Märkten“, kommentierte Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf. „Mit unserer Imagekampagne stellen wir den Mehrwert für unsere Kunden und Partner in den Mittelpunkt und zeigen, dass die Messe Düsseldorf der Ort ist, der Horizonte erweitert, Geschäfte potenziert und Visionen Wirklichkeit werden lässt.“ Die Imagekampagne sollte zugleich ein zentraler Baustein im sukzessiven Rollout des neuen Markenauftritts sein, mit dem sich die Messe Düsseldorf seit Herbst 2024 neu positioniert hatte.
Die digitale Imagekampagne lief über einen Zeitraum von sechs Monaten bis November 2025. Konzeptionell und visuell leitete sie sich aus der Markenstrategie und dem neuen Markenauftritt der Messe Düsseldorf ab. „The Place to Maximize“ startete zunächst als Paid-Media-Kampagne mit Ads, Bannern und Anzeigen auf digitalen Kanälen und in Printmedien. Ergänzt wurde sie durch Out-of-Home-Maßnahmen mit regionalem Fokus. Großflächenplakaten auf dem Messegelände und im städtischen Umfeld, etwa am Hauptbahnhof, unterstrichen die Verbindung zwischen der Messe und der Stadt Düsseldorf.
JUNI
Event zur Zukunft des Sponsorings
Im Juni haben die Vereinigung Sportsponsoring-Anbieter (VSA) und S20 – The Sponsors‘ Voice erneut zu ihrem gemeinsamen Mitgliedertreffen ins Allianz Forum am Brandenburger Tor eingeladen. Ziel der regelmäßig stattfindenden Veranstaltung war es, zentrale Themen im Sportsponsoring zu diskutieren, Synergien zu schaffen und den Austausch innerhalb der Branche zu stärken.
Im Rahmen kompakter Fokusbeiträge informierten beide Vereinigungen über aktuelle Entwicklungen. Die VSA stellte ihre Ansätze zur digitalen Leistungsmessung im Sportsponsoring vor, mit dem Fokus auf mehr Transparenz bei Social-Media-Kennzahlen und auf die politische Interessenvertretung. Die S20 präsentierte erste Einblicke in ihr bevorstehendes Strategiepapier zur Zukunft des Sponsorings, das zentrale Entwicklungen und Handlungsempfehlungen für ein sich wandelndes Marktumfeld aufzeigen soll.
In interaktiven Workshops wurden zwei Themen vertieft: Prof. Dr. Sascha Schmidt (WHU) und Dr. Martin Stopper (Lentze.Stopper) beleuchteten den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Sponsoring sowie die rechtlichen Implikationen. Ilka Plewnia (Live Nation) und Dr. Nicolas Gaede (CSIGHT) thematisierten die „neue Ökonomie der Aufmerksamkeit“ und ihre Bedeutung für Marken und Sponsoren. Ein sportpolitischer Impuls kam von Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Bettina Berger (S20) betonte die Bedeutung des vertraulichen Austauschs unter Expertinnen und Experten, während Inka Müller-Schmäh (VSA) das Potenzial des Sports als Plattform für technologische Innovationen hervorhob. Beide unterstrichen die Relevanz gemeinsamer Initiativen in einem dynamischen Marktumfeld.
JULI
GCB diskutiert Transformation von Business Events
Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 2. Juli hat das GCB German Convention Bureau erstmals seine Roadmap 2030 mit wesentlichen strategischen Schwerpunkten für die Arbeit der nächsten Jahre vorgestellt. Die rund 100 Teilnehmer im Maritim Hotel Frankfurt diskutierten in diesem Kontext zentrale Zukunftsthemen für Business Events – von Künstlicher Intelligenz über nachhaltige Transformation bis hin zur Schaffung neuer Angebote für „Blended Travel“. Ein Workshop-Programm zu Themen wie KI-Personas sowie das erweiterte Format für Young Professionals rundeten die Veranstaltung ab.
Ziel der GCB Roadmap 2030 ist es, die Rolle von Business Events als Plattformen für Wissenstransfer, Innovation und gesellschaftlichen Dialog zu stärken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu sichern. Die Roadmap setzt auf fünf inhaltliche Schwerpunkte: evidenzbasierte Marktanalysen, Forecasts und Marktbearbeitung, eine verantwortungsvolle KI- und Datenstrategie, die Weiterentwicklung der Kompetenzfelderstrategie in Wirtschaft und Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Diversity sowie die Gestaltung von Angeboten für neue Arbeits- und Lebenswelten. Das Strategiepapier versteht sich nicht nur als Leitlinie für die Arbeit des GCB, sondern auch als Impulsgeber für das gesamte Ökosystem des Tagungs- und Kongressstandortes.
Im Kontext dieser Strategie beinhaltete das Rahmenprogramm der Mitgliederversammlung 2025 auch drei Workshops, in denen sich die Teilnehmer mit unterschiedlichen Zukunftsprojekten befassten. In Workshop 1 – umgesetzt in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO – stand das Thema „KI-Personas“ im Fokus. KI-Personas sind virtuelle Kundenprofile, die bereits in frühen Phasen einen Projekts als Entscheidungshilfe in der Entwicklung neuer Produkte und Services genutzt werden können. Workshop 2 drehte sich um das Marktforschungs-Dashboard „GCB Pulse“, das derzeit geprüft und entwickelt wird. Die Teilnehmer diskutierten hier etwa, welche Daten besonders relevant wären und welche Quellen dafür herangezogen werden können. In Workshop 3 – durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Softwarestudio „aus der Technik“ – beschäftigten sich die Mitglieder mit dem Pilotprojekt „GCB Smartbot“, einem KI-basierten Suchassistenten für die gesamte Informationswelt des GCB.

AUGUST
Berlin braucht mehr Platz für Kongresse
Der Kongress- und Veranstaltungsmarkt in Berlin wächst – und das Wachstum ist noch nicht ausgeschöpft. Mit 12,9 Millionen Teilnehmenden im Jahr 2024 verzeichnete die Hauptstadt ein Wachstum von 29 Prozent. Eine im August vorgelegte Potenzialanalyse im Auftrag von visitBerlin und der Messe Berlin hat aufgezeigt, dass die Hauptstadt ihre Kapazitätsgrenzen im Veranstaltungsmarkt erreicht und gezielte Investitionen in neue Veranstaltungsflächen benötigt. Besonders im Segment mittelgroßer Kongresse zwischen 1.000 und 5.000 Teilnehmenden besteht demnach erheblicher Handlungsbedarf.
Laut der Analyse könnten schon mit ein bis zwei zusätzlichen Venues jährlich bis zu 76 weitere Kongresse stattfinden. Das entspräche 500 zusätzlichen Belegungstagen und rund 215.000 Teilnehmertagen – ein wirtschaftlicher Mehrwert von rund 78 Millionen Euro pro Jahr. Die Messe Berlin reagiert auf diese Entwicklung mit konkreten Ausbauplänen: Am Standort der Halle 9 auf dem Messegelände will man ein neues, multifunktionales Kongresszentrum realisieren. Die geplante Halle mit rund 12.000 Quadratmetern Fläche soll für Kongresse, Tagungen und Messeformate gleichermaßen nutzbar sein. Auch die Berliner Politik unterstützte das Vorhaben. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey betonte die Bedeutung der Branche: „Allein 2024 erwirtschaftete der Kongressmarkt rund 1,4 Milliarden Euro. Für 2025 erwarten wir ein weiteres Plus von drei Prozent. Damit Berlin international wettbewerbsfähig bleibt, braucht es gezielte Investitionen und moderne Infrastruktur.“
SEPTEMBER
IAA Mobility bleibt in München
Im September fand die diesjährige Ausgabe der IAA Mobility in München statt. Dort wurde auch gleich eine Vertragsverlängerung beschlossen: Der automobile Großevent soll der bayerischen Landeshauptstadt bis mindestens 2031 erhalten bleiben. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und die Messe München haben ihre Kooperation dafür verlängert.
Die Veranstaltung kombinierte auch in diesem Jahr wieder ein Fachprogramm auf dem Messegelände mit öffentlich zugänglichen Angeboten in der Innenstadt. Dieses Konzept hat sich nach Angaben der Veranstalter bewährt. Mit einem internationalen Ausstelleranteil von 57 Prozent erreicht die Messe in diesem Jahr einen neuen Höchstwert. Die Veranstalter sehen darin ein deutliches Signal für die globale Strahlkraft der IAA Mobility. Die nächste Ausgabe findet vom 7. bis 12. September 2027 statt – erneut in München.

OKTOBER
Expo in Osaka geht zu Ende
Am 13. Oktober ist in Japan die Expo 2025 nach 184 Tagen zu Ende gegangen. Seit dem 13. April hatten sich Besucher und Aussteller unter dem Motto „Designing Future Society for Our Lives“ auf dem Gelände in Osaka getroffen. Insgesamt konnte die Weltausstellung mehr als 28 Millionen Besucher verzeichnen – 28 Millionen waren von den Veranstaltern im Vorfeld erwartet worden.
Neben ihren Länderpavillons feierten die 165 offiziellen Teilnehmer und das Gastgeberland auch ihre jeweiligen Nationalfeiertage und brachten so ihre Kulturen und Anliegen zum Ausdruck. Die Expo 2025 in Osaka wollte Menschen aus aller Welt zusammenbringen und in der Post-Covid-Ära den persönlichen Austausch fördern. Das Eventgelände wurde mit dem Ökosystem „Forest of Tranquility “ im Zentrum angelegt, umgeben von den Signature Pavilions, den Pavillons der offiziellen Teilnehmer und denen der nationalen Teilnehmer.
Die Abschlusszeremonie am 13. Oktober bildete das offizielle Ende der Expo unter dem Motto „For the Future“. Zudem wurde hier auch die Flagge des Veranstalter Bureau International des Expositions (BIE) an das Gastgeberland der nächsten Expo übergeben: Die Expo 2030 Riyadh findet in Saudi-Arabien statt. Nachfolgend haben wir eine Auswahl von Bilanzen und Rückblicken von deutschsprachigen Ausstellern und Dienstleistern zusammengestellt.
NOVEMBER
MCI veröffentlicht Future Playbook
MCI Deutschland hat im November mit dem Future Playbook „Brand Experiences 2030 – Intelligent. Immersiv. Menschlich.“ ein strategisches Rahmenwerk veröffentlicht, das Marken Orientierung für die kommenden Jahre bieten soll. Der Leitgedanke: Markenerlebnisse entwickeln sich zum Betriebssystem für Relevanz.
Angesichts technologischer Entwicklungen, sich wandelnder öffentlicher Räume und veränderter Erwartungen stellt das Playbook zentrale Fragen zur Zukunftsfähigkeit von Marken. Es richtet sich an Verantwortliche aus Marketing, Kommunikation und Markenführung, die Erlebnisse nicht dem Zufall überlassen, sondern gezielt Wirkung erzeugen wollen.
Im Zentrum steht die These, dass markenprägende Erlebnisse künftig durch vier Prinzipien bestimmt werden: emotionale Resonanz, kulturelle Anschlussfähigkeit, Echtzeitbezug und die Integration physischer und digitaler Räume („phygital“). Marken müssen sich dabei zu Plattformen für Beteiligung, Bedeutung und Beziehung entwickeln. Das Playbook steht auf der MCI-Website zum kostenlosen Download zur Verfügung.

DEZEMBER
Messe Frankfurt erzeugt Wirtschaftseffekt
Die Messe Frankfurt blickte im Dezember auf ein stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Das Unternehmen erwartete einen Umsatz von über 766 Millionen Euro und einen „Gewinn im ordentlichen Bereich“, so ein Sprecher der Messe. Die Bedeutung der Messe im gesamtwirtschaftlichen Kontext belegte eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos: Demnach erzeugen die Veranstaltungen der Messe Frankfurt entlang der gesamten Wertschöpfungskette jährlich sozio-ökonomische Effekte in Höhe von 3,7 Milliarden Euro.
Allein auf die Stadt Frankfurt entfallen davon 2,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten des Messeunternehmens sichern zudem rund 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland – mehr als die Hälfte davon in Frankfurt. Auf Hessen entfallen weitere rund 4.800 Stellen, während sich die übrigen Bundesländer knapp 8.300 zusätzliche Jobs teilen. Auch die Steuereinnahmen sind erheblich: Frankfurt erzielt daraus rund 45 Millionen Euro, das Land Hessen 151 Millionen Euro, die anderen Länder zusammen 191 Millionen Euro und der Bund 280 Millionen Euro – insgesamt 667 Millionen Euro an steuerlichen Effekten jährlich.
Im Jahr 2025 fanden insgesamt 346 Messe Frankfurt-Veranstaltungen weltweit statt, mit rund 95.500 ausstellenden Unternehmen und etwa 4,9 Millionen Besuchenden – rund 300.000 mehr als im Vorjahr. Auf den Eigenveranstaltungen in Frankfurt stammten mehr als 81 Prozent der Aussteller und über 57 Prozent der Besuchenden aus dem Ausland. Die internationalen Aktivitäten des Konzerns wurden weiter ausgebaut. Mit über 370 Millionen Euro wurde fast die Hälfte des Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands erzielt. Die Messe Frankfurt ist in über 180 Ländern aktiv und betreibt mehr als 50 Tochtergesellschaften sowie Beteiligungen weltweit.























