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Bremer Agenturen Jokmok und Lite Life fusionieren

Die Bremer Event-Agenturen Jokmok und Lite Life fusionieren zum 1. Juli 2019. Mit rund 20 Mitarbeitern in der Hansestadt und jeweils bald 20-jährigem Firmenbestehen zählt die aus dem Zusammenschluss hervorgehende Jokmok & Lite Life GmbH damit zu den großen inhabergeführten Event-Agenturen Deutschlands. Die auf europaweites Event-Marketing und Spielwaren spezialisierte Agentur Jokmok bringt Kunden wie Pokémon, Universal Pictures, Ravensburger und Smyths Toys (vormals Toys'R'Us) ins Firmenbündnis ein. Zu den Referenzen von Lite Life, die vor allem für regionale Live-Kommunikation steht, zählen unter anderem ArcelorMittal, AB InBev, Mercedes-Benz oder Red Bull. Geführt wird die neue Bremer Groß-Agentur Jokmok & Lite Life GmbH von Majo Ussat (Jokmok) und Lars Heiser (Lite Life).

„Mit dem Zusammenschluss wollen wir der Event-Branche in Bremen ein neues Gesicht geben. Jokmok und Lite Life bleiben als Marken vorerst erhalten, denn beide Namen stehen schon jetzt für hochwertige und persönliche Erlebniskommunikation. Jokmok als international tätige Agentur und Lite Life mit einem klaren regionalen Schwerpunkt ergänzen sich perfekt. So bietet der Zusammenschluss die optimalen Voraussetzungen, um die Markenprofile weiter zu schärfen. Sicher werden hiervon neben den Mitarbeitern auch unsere Kunden profitieren“, erklärt Majo Ussat, bisheriger Inhaber von Jokmok. Laut Lars Heiser, bislang Inhaber von Lite Life, sei der Zusammenschluss ideal, um Ressourcen zu bündeln und noch schlagkräftiger zu werden: „Mit jeder Menge Herzblut haben sich beide Agenturen ein klares Profil erarbeitet. Jedoch erst die neue Verbindung aus ganzheitlicher strategischer Event-Beratung, individuell erarbeiteten kreativen Lösungen und einem langjährigen nationalen und internationalen Erfahrungsschatz macht uns für Bremen zum Agenturmodell der Zukunft. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam ein noch größeres Portfolio entwickeln, um somit neue Geschäftsfelder anzubieten“, so Heiser. Die Verschmelzung bewerten die Inhaber letztlich als logische Reaktion auf die regionalen und nationalen Marktentwicklungen. Ausschlaggebend für den Zusammenschluss seien am Ende, über die fachlichen Gründe hinaus, besonders auch die zueinander passenden persönlichen Ansichten der Inhaber sowie die ähnlichen Firmenkulturen gewesen.

Die bisherigen Agentur-Standorte in der Bremer Neustadt und dem Büropark Oberneuland sollen zwar vorerst bestehen bleiben. Mittelfristig sei aber ein Umzug von Lite Life in die „Alte Schnapsfabrik“ geplant – um sich hier noch stärker im Agenturhaus an der kleinen Weser mit den 20 anderen dort ansässigen Kreativ- und Kulturunternehmen gemeinsam zu präsentieren.

 

Info: www.jokmok.de , www.litelife-eventagentur.de

 

Majo Ussat und Lars Heiser (von links, Foto: Carsten Baucke)

 

Sigma entwickelt Shift-Screen für Vodafone Campus in Düsseldorf

Sigma System Audio-Visuell hat am Vodafone Campus in Düsseldorf einen Shift-Screen installiert, mit dem sich aktuelle Projekte und Möglichkeiten der digitalen Kommunikation aus der Vodafone-Welt darstellen lassen. Der Shift-Screen wurde im Vodafone View in der 18. Etage des Hochhauses installiert und folgt in seiner Form der gebogenen Außenwand des Towers, in dem sich die Zentrale von Vodafone Deutschland befindet. Parallel zur elliptischen Form der Fensterfront lässt sich der Shift-Screen verschieben und zeigt synchron zur jeweiligen Position unterschiedliche Ansichten von Düsseldorf.

Der Shift-Screen entstand komplett als Sonderbau. Er ist 15 Meter lang und positioniert auf seiner kompletten Länge ein 65“-Touchdisplay inklusive einem PC als Zuspieler auf einem beweglichen Schlitten. Das Gewicht dieser Einheit beträgt rund 100 Kilogramm. Sie ist dennoch leicht verschiebbar und übergibt auf der gesamten Länge die jeweils aktuelle Position millimetergenau an eine Steuer-Software. Das erforderliche Plug-in für die Positionserkennung nach Industriestandard entwickelten die Programmierer von Sigma.

Für die Installation im Vodafone Campus beziehungsweise den Transport per Aufzug in die 18. Etage musste die gesamte Konstruktion in Teilstücken von 2,50 Meter Länge konstruiert werden. Sie ist stabil genug, um als Sitzgelegenheit nutzbar zu sein – eine Anforderung von Vodafone. Verkleidet ist die Installation mit einer Holzkonstruktion, die dank Magnethalterungen revisionierbar ist, um im Servicefall leichten Zugang zum Innenraum zu bekommen.

Im Einsatz zeigt der Screen verschiedene Ansichten von Düsseldorf inklusive „Showcases“ wie einem fahrenden E-Auto oder einem Flugzeug im Landeanflug auf den Düsseldorfer Airport. Per Augmented Reality startet dabei eine Präsentation, die die Beziehungen und Projekte von Vodafone zu den entsprechenden Partnerfirmen visualisiert. Integriert ist weiterhin die Sprachsteuerung IBM Watson. Die Sprachumschaltung erfolgt extern über iPad/Crestron-Mediensteuerung.

 

Info: www.sigma-av.tv

 

Shift-Screen für Vodafone Campus (Foto: Sigma)

Demodern Frankfurt bezieht neues Office in der Heyne Fabrik

Seit Mai beheimatet die Frankfurter Heyne Fabrik das neue Büro der Demodern-Dependance am Main. Die beiden Geschäftsführer Alexander El-Meligi und Kristian Kerkhoff bleiben damit ihrem Faible für alte Fabrikhallen und außergewöhnliche Orte als Arbeitsplatz treu: Das Hamburger Team verwirklicht sich seit 2015 in der Pianoforte Fabrik auf St. Pauli, die Kölner haben Räume in den Vulkanhallen in Ehrenfeld angemietet.

Die Heyne Fabrik ist ein Anziehungspunkt für Agenturen, Start-ups, Architekturbüros und Unternehmen aus der Modebranche. Das kreativ-industrielle Ambiente der denkmalgeschützten Mauern sowie die unmittelbare Nähe zu den auf der Hafeninsel entstehenden neuen Räumlichkeiten der Hochschule für Gestaltung (HfG) überzeugten Demodern Managing Partner Kristian Kerkhoff: „Die Heyne Fabrik passt mit ihrem Industriecharme perfekt zu Demodern. Auf rund 380 Quadratmetern haben wir nicht nur genügend Platz, um personell zu wachsen, sondern auch ausreichend Fläche für unsere Prototypen, aber auch Veranstaltungen und den Demodern-Showroom. Darüber hinaus erhoffen wir uns kreative Impulse, spannende Kooperationen und qualifizierten, digital-geprägten Nachwuchs durch die bald angrenzende HfG.”

Das mittlerweile achtköpfige Frankfurter Team agiert seit seiner Gründung im letzten Jahr ohne Geschäftsführer vor Ort – ganz nach Demoderns Konzept des selbstverantwortlichen Arbeitens – und entwickelt interaktive Installationen, digitale Erlebnisse, AR-/VR-Anwendungen sowie innovative 3D-Konfiguratoren für Kunden wie Ikea, Fritt und Deutsche Börse.

Demodern feiert dieses Jahr zehnjähriges Bestehen und ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und beschäftigt insgesamt knapp 100 Mitarbeiter. Weiteres personelles Wachstum ist für alle drei Demodern-Standorte und darüber hinaus geplant. „Angesichts der zunehmenden Nachfrage aus dem Ausland denken wir natürlich darüber nach, ob eine Niederlassung außerhalb Deutschlands auch infrage kommt. Wir lassen uns alle Optionen offen. Aber dieses Jahr liegt unser Fokus erst einmal auf dem Ausbau und der Projektarbeit des Teams in Frankfurt“, ergänzt Kristian Kerkhoff.

 

Info: www.demodern.de

 

Benjamin Faust, Sebastian Schuchmann, Dominic Opitz, Maximilian Berndt, Eva Schommer, Andreas Schmidl, Marius Bulla (von links, Foto: Demodern)

 

ültje „Peanut-Trailer“ tourt zu Sport- und Gourmet-Events

Auf circa 20 Sport- und Gourmet-Events in ganz Deutschland möchte ültje von Mai bis Dezember 2019 Aufmerksamkeit für die Erdnuss schaffen. Die Reise mit dem Peanut-Trailer ist ein weiterer Baustein der groß angelegten Image-Kampagne, die ültje der Erdnuss seit 2018 widmet. Im Fokus stehen dabei die Vorteile der Hülsenfrucht sowie ihre kulinarische Vielseitigkeit.

Mit dInformationen rund um die Erdnuss sowie 500.000 Samples zur Sofortverkostung ist ültje seit Ende Mai 2019 auf Reisen. An 40 bis 50 Eventtagen können sich Besucher im Erdnuss-Trailer auf interaktiven Touchscreens über die Vorteile der Erdnuss informieren und Erdnuss-Rezepte ausdrucken oder verschicken.

 

Info: www.erdnuesse.de

 

Peanut-Trailer (Foto: ültje)

Urteil EuGH – „Zeiterfassung ist Pflicht“

Im Bereich Arbeitsrecht hat der EuGH am 14. Mai ein weitreichendes Urteil gefällt. Geklagt hatte eine Gewerkschaft aus Spanien, die verlangte, dass die Deutsche Bank in Spanien die Arbeitszeiten komplett erfasse. Nur so könne gewährleistet werden, dass Überstunden richtig erfasst und Ruhezeiten eingehalten würden.

Nach diesem Urteil sind alle Arbeitszeiten detailliert und nachvollziehbar zu dokumentieren. Bisher galt dies lediglich für Geringverdiener nach dem Mindestlohngesetz und für die im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannten Branchen (bspw. Bauwirtschaft, Gastronomie). Der EuGH hat den Mitgliedsstaaten aufgegeben, diese Anforderungen in nationales Recht aufzunehmen, um Verstöße gegen die EU-Arbeitszeitrichtlinie verhindern zu können.

Famab-Arbeitsrechtsexperte Günther Müller (FMR Kanzlei) ordnet dieses Urteil ein: Konkret hat der EuGH entschieden, dass Arbeitgeber in der Europäische Union die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer vollständig erfassen müssen. Hierzu verpflichteten die EU-Arbeitszeitrichtlinie und die Grundrechtecharta der Europäischen Union, so der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg (Az: C-55/18). Die Rechte, die die EU ihren Bürgern zuspreche, verbürgten „das Grundrecht eines jeden Arbeitnehmers auf eine Begrenzung der Höchstarbeitszeit und auf tägliche und wöchentliche Ruhezeiten“, begründete der EuGH die Entscheidung. Ohne ein System der Arbeitszeiterfassung könne weder die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und ihre zeitliche Verteilung, noch die Zahl der Überstunden objektiv und verlässlich ermittelt werden. Auch sei es sonst „für die Arbeitnehmer äußerst schwierig oder gar praktisch unmöglich, ihre Rechte durchzusetzen“, weil sie im Arbeitsverhältnis den strukturell unterlegenen Part darstellten. Ein Instrument zur Zeiterfassung erleichtere es, nachzuweisen, wenn Rechte verletzt würden. Auch könnten zuständige Behörden die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte leichter kontrollieren.

Diese Entscheidung könnte auch für den Arbeitsalltag in Deutschland weitreichende Auswirkungen haben. Hier ist üblicherweise lediglich die Erfassung von Überstunden vorgeschrieben.

Es sei nun Aufgabe der EU-Mitgliedsstaaten, Arbeitgeber zu verpflichten, ein „objektives, verlässliches und zugängliches System“ zur Arbeitszeiterfassung einzurichten, hieß es. Über die konkrete Umsetzung und Art des Systems dürfen die EU-Länder eigenständig bestimmen. Dabei sei es erlaubt, auf Besonderheiten des jeweiligen Tätigkeitsbereichs und „Eigenheiten bestimmter Unternehmen“ einzugehen. So könne zum Beispiel die Größe eines Unternehmens bei der Entscheidung für ein Instrument beachtet werden.

Die Bundesrepublik muss jetzt also aktiv werden und eine gesetzliche Regelung schaffen, nach der Arbeitgeber verpflichtet werden, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter vollständig zu erfassen. Aktuell gibt es diese gesetzliche Regelung naturgemäß nicht, aber sie wird sicher in Kürze erlassen werden.

Abweichend von der rein juristischen Auslegung, scheint Bundeswirtschaftsminister Altmaier grundsätzlich anderer Auffassung zu sein. So ließ dieser sich mit den Worten:“ Wir werden das EuGH-Urteil jetzt genau prüfen und ein Rechtsgutachten vergeben, um festzustellen, ob es überhaupt Handlungsbedarf gibt“, zitieren.

Außerdem befand der Minister, dass das vorliegende Urteil in die falsche Richtung weise. Nach derzeitiger Rechtslage gebe es in Deutschland bereits ein umfassendes Dokumentationssystem, mit dem die tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann. „Daher ist es jetzt richtig, genau zu prüfen und zu analysieren, ob es Umsetzungsbedarf gibt und nicht zu Schnellschüssen zu kommen“, heißt es aus Altmaiers Haus. „In Deutschland hat sich das Modell der Vertrauensarbeitszeit herausgebildet, mit dem sehr viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber gute Erfahrungen machen“, sagt Altmaier dazu.

Es bleibt also, abzuwarten, wie und wann das Urteil in deutsches Recht umgesetzt wird. Die derzeitigen Aussagen aus der Politik lassen hoffen, dass nicht erneut ein bürokratisches Aufwandsmonster im Stil der DSGVO aus Luxemburg auf uns überschwappt.

In einem Gespräch mit der Mittelstandsallianz vorletzte Woche sagte Bundesminister Heil, dass trotz des neuen EuGH Urteils die Möglichkeit zur Vereinbarung von Vertrauensarbeitszeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich bleiben muss. Das Urteil habe Spielräume für nationale Regelungen gelassen. Auch versprach er, dass bei den Aufzeichnungspflichten nach Lösungen gesucht wird, die verhältnismäßig sind.

Der Famab will das Thema im Sinne der Branche weiterverfolgen und über die Entwicklungen informieren.

 

Info: www.famab.de