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Deutsche Messe übertrifft Ziele im Geschäftsjahr 2019

Die Deutsche Messe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. „Mit einem Umsatz von 346 Millionen Euro und einem Ergebnis von 14,5 Millionen Euro in 2019 übertreffen wir unsere ursprüngliche Planung deutlich“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe, im Rahmen der Aufsichtsratssitzung des Unternehmens am 29. Mai 2020. Das Konzernergebnis liegt damit um rund fünf Millionen Euro über dem Planwert. Gründe für das gute Gesamtergebnis seien zum einen die positive Entwicklung der Großmessen in Hannover sowie der ebenfalls überplanmäßige Erfolg der Aktivitäten im Ausland.

Auch das Geschäftsjahr 2020 sei für die Deutsche Messe zunächst sehr erfolgreich gestartet. So habe etwa die Bodenbelagsmesse Domotex im Januar 2020 mit einer hohen Aussteller- und Besucherzufriedenheit überzeugt: „Im Rahmen unserer Neugeschäftsoffensive standen für 2020 elf neue Messen am Standort Hannover in den Startlöchern. Im Ausland waren zwölf Messepremieren geplant“, erklärt Köckler. „Die positiven Vorzeichen wurden jedoch durch das Auftreten des Corona-Virus in Gänze aufgehoben.“

Seit Mitte März 2020 finden keine Veranstaltungen auf dem Messegelände in Hannover statt. Erst kürzlich musste die für den September geplante IAA Nutzfahrzeuge vom Veranstalter VDA abgesagt werden. Die nächste Großmesse im Kalender der Deutsche Messe ist die EuroBlech, die für den 27. bis 30. Oktober geplant ist. Köckler: „Gemeinsam mit den zuständigen Behörden erarbeiten wir ein Sicherheits- und Hygienekonzept, das es uns erlauben wird, auch in Corona-Zeiten Messen durchzuführen.“

„Wir können auf unserem Gelände für die notwendige Gesundheitssicherung sorgen, damit unsere Aussteller ihren Geschäften nachgehen können“, so Messevorstand Dr. Andreas Gruchow, der unter anderem das Geländemanagement der Deutschen Messe verantwortet. „In dieser Krise kommt es gerade jetzt auf Wirtschaftsförderung und Geschäftskontakte an.“ Geprüft wird, die Abstände zwischen den Ständen sowie die Gangbreite zu vergrößern. Gleichzeitig kann an den Eingängen geregelt werden, wann wie viele Besucher auf dem Gelände sind. Zusätzlich sollen strenge Hygieneregeln gelten: auf Abstand achten, kein Händeschütteln, Mundschutz, häufiges Waschen und Desinfizieren der Hände. Und schließlich könnten Bühnen mit Vorträgen vor versammeltem Publikum ebenso gestrichen werden wie die beliebten Standpartys. Gruchow: „In nächster Zeit müssen Messen allein auf ihre Kernfunktion reduziert werden, nämlich Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.“

Die Deutsche Messe verfolgt zudem das Ziel, das Messegelände in den Hallen und im Freigelände schnellstmöglich mit einer flächendeckenden 5G-Infrastruktur auszustatten. Die Investitionen dafür belaufen sich in den Jahren 2020 bis 2022 auf insgesamt zwölf Millionen Euro.

 

Info: www.messe.de

 

Dr. Jochen Köckler (Foto: Deutsche Messe AG)