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Agentur Beiersdorff legt Studie zu aktuellen Messe- und Vertriebsstrategien vor

Im März dieses Jahrs stoppte die Corona Pandemie das weltweite Messewesen abrupt und zwang Unternehmen dazu, schnell neue, möglichst digitale Wege und Kanäle für ihre Kundenkommunikation und Vertriebsaktivitäten zu suchen. Doch können Webinare, Videomeetings und virtuelle Messen den realen Kontakt, das Anfassen, Ausprobieren, Betrachten von Produkten und besonders das persönliche Gespräch ersetzen? Oder werden reale Veranstaltung sogar überflüssig? Das wollten die Kommunikationsagentur Beiersdorff aus München und die Messeberatung Ruuf aus der Schweiz wissen und führten gemeinsam mit Bayern Innovativ, weconfair und dankl+partner im Juli/August 2020 eine Befragung in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch, an der sich 193 Unternehmen beteiligt haben.

Wie erwartet haben die Unternehmen in den letzten Monaten verstärkt das Internet (65 Prozent), Webinare und Videokonferenzen (52 Prozent), Social Media (49 Prozent) sowie virtuelle Messen (37 Prozent) genutzt, um mit Ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Diese Maßnahmen wurden mehrheitlich als recht erfolgreich bewertet. Neben den digitalen Aktivitäten wurden auch traditionelle Instrumente wie Anzeigen in Fachmedien (30 Prozent), Telefonmarketing (30 Prozent) und Hausmessen (20 Prozent) als Ersatz für Messen genutzt.

Zum Befragungszeitpunkt planten 60 Prozent bereits aktiv ihre zukünftigen Messeteilnahmen, die meisten in der gleichen Anzahl und Standgröße wie bisher. Nur fünf Prozent wollten vorerst auf Messen verzichten, 14 Prozent ihre Teilnahme reduzieren. Allerdings sind über 30 Prozent der Unternehmen unsicher und wollen erst abwarten wie sich die Veranstaltungen entwickeln. Durch die andauernde Verschiebung und Absage geplanter Messen kann sich dieser Trend weiter verstärken.

Der Hauptgrund für den Verzicht oder die Reduzierung der Messeteilnahme ist für 65 Prozent die fehlende Planungssicherheit, gefolgt von Budgetgründen (30 Prozent). Im Sommer wurde die Sorge um die Gesundheit und andere Gründe nur zu jeweils zehn Prozent genannt. Auch hier können sich die Verhältnisse durch neue Reisebeschränkungen und zunehmende Infektionszahlen aktuell wohl noch verschieben.

Für den überwiegenden Anteil der Befragten bleiben Messen auch in Zukunft wichtig. Bei den digitalen Alternativen wird Webinaren, Videokonferenzen und Social Media eine hohe Bedeutung prognostiziert. Auch für themenspezifische Webportale, AR und VR Präsentationen sowie Video wird ein wachsendes Potential gesehen, während virtuelle Messen eher als nicht so bedeutend gewertet werden.

Nur drei Prozent der Teilnehmer denken, das Messen und Live Events von den digitalen Alternativen verdrängt werden. Die restlichen Unternehmen sehen Veranstaltungen weiter als wichtige, persönliche Kontakt- und Vertriebsplattform. Allerdings wünschen sich 72 Prozent in Zukunft eine ergänzende Mischung von digitalen und analogen Formaten, also mehr Hybridangebote.

 

Die vollständige Studie ist unter www.beiersdorff.de/agentur-blog abrufbar.

 

Info: www.beiersdorff.de , www.ruuf.ch

 

Messe Frankfurt: Rekordbeauftragung für German Pavilions 2021

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Messe Frankfurt mit der Durchführung von 25 German Pavilions für das kommende Jahr beauftragt. Dies ist das Ergebnis nach Abschluss der Herbstsitzung des Arbeitskreises Auslandsmessebeteiligungen beim Auma. Das Auslandsmesseprogramm des Bundes umfasst 2021 insgesamt 327 deutsche Gemeinschaftsbeteiligungen auf Messen in rund 60 Ländern, die die deutsche Exportwirtschaft gezielt bei der Erschließung und Pflege von Absatzmärkten im Ausland unterstützen.

In enger Kooperation mit dem Auma ermöglicht das Bundeswirtschaftsministerium vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen, sich zu günstigen Konditionen auf Gemeinschaftsständen unter der Dachmarke „Made in Germany“ an Auslandsmessen zu beteiligen. Auf diesen so genannten German Pavilions werden die Aussteller organisatorisch und technisch durch eine deutsche Durchführungsgesellschaft betreut.

Die Messe Frankfurt konzentriert sich als Durchführungsgesellschaft für German Pavilions auf Eigenveranstaltungen von Tochtergesellschaften im Ausland. Der am stärksten nachgefragte Messe-Brand ist die Automechanika mit sechs Veranstaltungen, die meisten Beauftragungen für die Messe Frankfurt in 2021 entfallen auf die Messemärkte China und Vereinigte Arabische Emirate, mit jeweils sechs, und Russland, mit vier Veranstaltungen.

„Deutsche Unternehmen und das Label ‚Made in Germany‘ genießen weltweit ein hohes Ansehen in Bezug auf Qualität und Innovation“, sagt Stephan Kurzawski, Senior Vice President Consumer Goods & Sales der Messe Frankfurt. „Das Gleiche gilt für die deutsche Messewirtschaft, die auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner ist. Daher freuen wir uns, im kommenden Jahr die Rekordzahl von 25 German Pavilions für das BMWi zu organisieren.“

Der erste German Pavilion seit des weltweiten Ausbruchs der Corona-Pandemie fand Ende September in China auf der Intertextile Shanghai Autumn statt. Die nächstfolgenden German Pavilions auf Eigenveranstaltungen der Messe Frankfurt sind für die Music China Ende Oktober und die Automechanika Shanghai Anfang Dezember vorgesehen.

 

Info: www.auma.de , www.messefrankfurt.com

 

Stephan Kurzawski (Foto: Messe Frankfurt/Pietro Sutera)

Classic Expo leitet den Messeherbst in Salzburg ein

Mit bestätigtem Covid-19-Präventionskonzept befindet sich das Team des Messezentrum Salzburg nun in die finalen Vorbereitungen der Classic Expo Salzburg, die am 16. Oktober ihre Tore öffnet. „Nach langer, gewissenhafter Vorbereitung und in enger Abstimmung mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde freuen wir uns über die positive Beurteilung unseres Covid-19-Präventionskonzepts und das ‚go‘ für die Classic Expo Salzburg. Er bestätigt unsere akribische Vorarbeit und ist ein positives Signal nicht nur für uns als Veranstalter, sondern für die Wirtschaft und die Bevölkerung. Denn Messen erfüllen keinen Selbstzweck. Sie sind Wirtschaftsmotor für die gesamte Region, geben Ausstellern eine Handelsplattform und tragen enorm zur Wertschöpfung des Großraums Salzburg bei“, erklärt Alexander Kribus, Geschäftsführer des Messezentrum Salzburg den Stellenwert der in Salzburg veranstalteten Messen.

 

Ein erfreuliches Signal sei der positive Bescheid auch für die Bevölkerung. Nach dem Lockdown im Frühjahr und vielen oft schmerzlichen Einschränkungen im Privatleben biete die Classic Expo Salzburg dem interessierten Publikum nun wieder die Möglichkeit, sich mit einem geliebten Hobby zu beschäftigen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und im sicheren Umfeld zwischen Oldtimern zu flanieren, vielleicht sogar in ein Schmuckstück zu investieren.

„Natürlich steht für uns die Sicherheit aller Beteiligten – Aussteller, Besucher, Partner, unsere Mitarbeiter – an erster Stelle. Und diese können wir, soweit es uns als Veranstalter möglich ist, auch gewähren. Ein verpflichtend zu tragender Mund-Nasen-Schutz, weitläufige Planung der Ausstellungsflächen und Gänge, die Lenkung der Besucher am Ein- und Ausgang, hervorragende Infrastruktur zur Luftumwälzung, ein enges Netz an Desinfektionsmöglichkeiten, Fokus auf ein einwandfreies Hygienekonzept. All das können und werden wir zur Sicherheit beitragen“, so Kribus.

Auch den weiteren Veranstaltungskalender für den Herbst erläutert Kribus: „Nach der Classic Expo Salzburg stehen in unserem Portfolio die Berufs-Info-Messe BIM und die Fachmesse Renexpo Interhydro auf dem Programm, die 2020 mit neuen Formaten auftreten. Die BIM bietet in Form der BIM-Zukunftsgespräche Schülern die einmalige Chance, direkte Gespräche mit potentiellen Arbeitgebern zu führen – vor Ort oder digital. Und die Fachmesse für Kleinwasserkraft, die Renexpo Interhydro, findet 2020 einmalig im Kongressformat statt.“

 

Info: www.messezentrum-salzburg.at

 

Logo (Grafik: Messezentrum Salzburg GmbH)

Koelnmesse: Indoor Positioning System sorgt für Sicherheit

Die Entwicklergemeinschaft von Koelnmesse und Samsung SDS geht mit einem neuen Produkt ins künftige Messegeschehen: Um Ausstellern und Besuchern auch in Corona-Zeiten ein sicheres Messeerlebnis zu ermöglichen, haben sie ein Indoor-Positioning-System (IPS) entwickelt, das die Personenzahlen und das Besucherverhalten in den Hallen überwacht und die Erkenntnisse den Messeteilnehmern in Echtzeit zur Verfügung stellt. „Die neue App eGuard ist Teil unserer Maßnahmen, um professionelle Sicherheit auf höchstem Niveau zu gewährleisten und eine Umgebung zu schaffen, in der Begegnung und Business wieder wachsen können“, sagt Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. „Ursprünglich als digitales Serviceangebote in der Messebranche gedacht, haben wir unmittelbar nach Aufkommen der Covid19-Pandemie reagiert und den Sicherheitsaspekt im System verstärkt. Wir haben hier einmal mehr keine Lösung von der Stange, sondern ein individuell auf die Anforderungen der Koelnmesse entwickeltes System“, sagt Taewon Song, Vice President of B2B Solution Business Europe bei Samsung SDS. Zum Einsatz kommt eine Kombination aus geomagnetischem Feld und Beacons, so dass eGuard in seiner Funktionalität und Genauigkeit weit über bisher im Markt genutzte Systeme hinausgeht Es werden keine persönlichen Daten erfasst.

Die durch IPS anonym analysierten Daten werden dazu beitragen, die Bewegungsströme, Besucherfrequenzen, Verweildauern und andere Positionsdaten aufzuzeichnen und dem Messebesucher zum Beispiel die Besucherfrequenz in einzelnen Hallen in der App anzuzeigen. Dafür werden die jeweilige Hallengrößen und die anwesende Personenzahl in Relation gestellt und in der App farblich markiert. Darüber hinaus wird dem Nutzer sein individueller Standort dynamisch angezeigt. Auf dieser Basis kann wiederum jeder Kunde individuell seinen Messebesuch anpassen und Hallen mit erhöhter Besucherdichte gegebenenfalls meiden und zu einem späteren, ruhigeren Zeitpunkt aufsuchen. Der Koelnmesse ermöglicht eGuard, Maßnahmen zur Vermeidung oder Auflösung von größeren Menschengruppen zu treffen.

Damit die App genaue Informationen über die Besucherdichte am Veranstaltungsort liefern kann, ist ihre Nutzung für alle Personen während des gesamten Aufenthalts im Messegelände verpflichtend und muss aktiv im Hintergrund des Smartphones gehalten werden.

 

Info: www.koelnmesse.de

 

Kulturstaatsministerin eröffnet digitale Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr vom 14. bis zum 18. Oktober als Special Edition ohne Hallenausstellung statt. Mit Blick auf das diesjährige Motto „Singular Plurality“ sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Eröffnung: „Wie bereichernd und inspirierend es sein kann, der ‚einzigartigen Vielfalt‘ Raum zu geben, zeigt einmal mehr auch in diesem Jahr die Frankfurter Buchmesse. Ich wünsche der digitalen Ausgabe viel Erfolg und freue mich schon jetzt darauf, die literarische Vielfalt des Bücherherbstes im nächsten Jahr wieder mit allem zu erleben, was dazu gehört: mit Messeständen und Gastland-Pavillon, mit Empfängen und Gedränge, mit Lesungen und Diskussionen live vor großem Publikum.“

Damit die Buchmesse als Sonderausgabe in digitaler Form stattfinden kann, hat sie in diesem Jahr zum ersten Mal eine Förderung aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien erhalten. Zwei Millionen Euro flossen aus dem Konjunkturprogramm Neustart Kultur in den Ausbau digitaler Angebote bei der diesjährigen Messe. Weitere zwei Millionen Euro sind für eine deutliche Reduzierung der Standgebühren bei der Frankfurter Buchmesse 2021 vorgesehen.

 

Info: www.buchmesse.de

 

Monika Grütters (Foto: Marc Jacquemin/Frankfurter Buchmesse)