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Starkes Jahr für die Wiener Tagungsindustrie

2018 blickt die Wiener Tagungsindustrie auf ihre bislang beste Performance zurück: Eine neue Höchstzahl an Veranstaltungen wird durch Bestwerte bei sämtlichen weiteren Kennzahlen ergänzt. Noch nie haben Kongresse, Firmenveranstaltungen und Incentives so viel Wertschöpfung, Teilnehmer und Übernachtungen in der Stadt generiert wie 2018. Wiens Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales Peter Hanke, Tourismus­direktor Norbert Kettner und der Leiter des Vienna Convention Bureau (VCB) Christian Woronka präsentierten im Rahmen der Pressekonferenz des WienTourismus am 1. April die aktuellen Kennzahlen. Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, hob die Bedeutung von Tagungen für die Wiener Wirtschaft und Initiativen der Wirtschaftskammer Wien hervor, die die Stadt als Meeting-Standort weiter stärken sollen.

Wiens Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales Peter Hanke: „Wien überschritt mit 4.685 Kongressen, Firmenveranstaltungen und Incentives zum dritten Mal in Folge die 4.000er-Marke, was ein zweistelliges Wachstum von 15 Prozent zu 2017 bedeutet. Rund 631.000 Tagungs-TeilnehmerInnen sowie 1.925.000 von ihnen ausgelöste Nächtigungen bedeuten ein Plus von je drei Prozent und damit ebenso einen neuen Rekord. Wichtig ist, was unter dem Strich übrigbleibt: Auch der Beitrag von Wiens Tagungsindustrie zur österreichweiten Wertschöpfung steigerte sich neuerlich um drei Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt von 1,198 Milliarden Euro, die in Wien stattfindende Meetings 2018 erbrachten.“

Erstmals wurde die markante Grenze von einer Milliarde Euro 2015 überschritten, seitdem auch nicht mehr unterschritten. Die Wertschöpfung berücksichtigt sämtliche inlandswirksamen Umsätze, also nicht nur direkte Ausgaben von Teilnehmer, Veranstaltern, Ausstellern und Begleitpersonen, sondern auch Einnahmen in „vorgelagerten“ Wirtschaftszweigen, die indirekt von den Veranstaltungen verursacht wurden (zum Beispiel Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Druckereigewerbe, Kommunikationsunternehmen, Bauwirtschaft, Banken, Versicherungen). Seit 2009 ist der Beitrag der Wiener Tagungsindustrie zum BIP um rund 63 Prozent gestiegen.

„Wiens Meeting-Industrie ist ein zuverlässiger Arbeitgeber: Österreichweit sicherte sie über 21.500 Ganzjahresarbeitsplätze. Um das in Relation zu setzen: Das entspricht etwa der Bevölkerungszahl von Amstetten, Hallein oder Kufstein. Im Vergleich zu 2017 sind das rund 500 zusätzliche Arbeitsplätze“, so Hanke weiter. „Das Tagungs-Rekordjahr 2018 reiht sich somit nahtlos in die Gesamtbilanz des Wiener Tourismus ein – insgesamt wurden 2018 in der Stadt 16,5 Millionen Gästenächtigungen gezählt.“

Was der Stadt Jahr für Jahr mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze bringt, wird auch von der Bevölkerung entsprechend geschätzt. Im Zuge der laufenden Befragung der Wiener zu deren Tourismusgesinnung (2018: 3.650 Personen im Alter von 18 bis 70) hat der WienTourismus auch gefragt, wie die Bevölkerung zu Kongressen in der Stadt steht. „Wir wollen sicherstellen, dass der wachsende Tourismus einen positiven Beitrag zur Entwicklung dieser Stadt leistet. 94 Prozent aller Wienerinnen und Wiener stehen ihm positiv gegenüber. Auch im Segment der Tagungen und Kongresse gibt es höchst zufriedenstellende Rückmeldungen: Drei Viertel der Befragten erkennen Kongresse und Messen als wichtigen Bestandteil des Tourismus. 58 % finden außerdem, dass die Stärkung von Wien als Meeting-Metropole ein Thema ist, dem sich die Wiener Tagungswirtschaft in den kommenden Jahren vermehrt widmen soll“, verweist Hanke auf die Befragung.

Die 4.685 Veranstaltungen des Jahres 2018 teilen sich auf in 1.544 Kongresse, davon 540 nationale und 1.004 internationale, sowie in 3.141 Firmenveranstaltungen beziehungsweise -tagungen und Incentives, davon 1.273 nationale und 1.868 internationale. „Gerade bei den internationalen Kongressen konnte Wien 2018 deutliche Zuwächse zu 2017 verzeichnen: Sie sind mit 25 Prozent um ein Viertel gewachsen, nationale Kongresse wuchsen um fünf Prozent. Internationale Firmentagungen und Incentives waren mit minus vier Prozent zwar leicht rückläufig, was aber durch ein Plus von 58 Prozent bei diesbezüglichen nationalen Veranstaltungen mehr als wettgemacht werden konnte“, erklärt Tourismusdirektor Norbert Kettner. Neuerlich macht der Anteil von Meetings an Wiens gesamttouristischem Übernachtungsaufkommen im Jahr 2018 zwölf aus.

Das Steueraufkommen aus Kongressen, Tagungen und Incentives in Wien betrug im vergangenen Jahr 331,57 Millionen Euro (plus drei Prozent), nach 2017 wurde damit zum zweiten Mal die 300-Millionen-Euro-Grenze überschritten. 216,94 Millionen Euro davon gingen an den Bund, 40,44 Millionen Euro an Wien, 74,19 Millionen Euro teilen sich auf andere Bundesländer und Gemeinden auf. Basis für die Berechnung von Wertschöpfung und steuerlichen Effekten ist das von der Unternehmensberaterin und Lehrbeauftragten an der Wirtschaftsuniversität Wien Dr. Martina Stoff-Hochreiner entwickelte sowie laufend aktualisierte EVENT-MODEL-AUSTRIA.

Eine Besonderheit bei den internationalen Kongressen 2018 ist deren Dauer: Mit durchschnittlich 2,78 Tagen wurde hier die bis dato kürzeste Kongressdauer verzeichnet. Sie resultiert aus einem mit 53 % im Vergleich zu den Vorjahren besonders hohen Anteil an ein- und zweitägigen internationalen Kongressen. Die durchschnittliche Dauer nationaler Kongresse (1,85 Tage) blieb im Vergleich zum Vorjahr hingegen unverändert.

„Internationale Kongresse bleiben die ‚Cashcow‘ unter den Tagungen. Seit Jahren sind sie der stärkste ausschlaggebende Faktor für das wirtschaftliche Gesamtergebnis“, erklärt Tourismus-Direktor Norbert Kettner. Mit einem Anteil von 21 Prozent am gesamten Tagungsaufkommen repräsentiert das Segment der internationalen Kongresse mit 56 Prozent über die Hälfte aller Teilnehmer, mit 77 Prozent mehr als drei Viertel des Nächtigungsaufkommens und mit jeweils 82 Prozent den Löwenanteil der Wertschöpfung und der induzierten Steuereinnahmen für Wien.

Der klassische Kongressgast gibt am Tag mit durchschnittlich 541 Euro mehr als doppelt so viel aus wie der Durchschnitt aller Wien-Gäste mit 266 Euro. Die Ausgaben umfassen beispielsweise Hotelnächtigung, Teilnahmegebühren, Konsumation in gastronomischen Betrieben, Eintritte, Shoppingausgaben oder Transportleistungen vor Ort.

Veranstaltungen aus dem Bereich der Humanmedizin machen mit einem Anteil von 41 Prozent den Großanteil jener Nächtigungen aus, die in Wien durch Kongresse generiert wurden, gefolgt von  zwölf Prozent aus dem Bereich Naturwissenschaften. Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 lässt sich deutlich am Anteil des Segments Wirtschaft und Politik ablesen: Dieser lag 2017 bei neun Prozent und verdoppelte sich 2018 beinahe auf 16 Prozent des Nächtigungsaufkommens. „Das Vienna Convention Bureau verzeichnete rund 270 eindeutig dem EU-Rat zugeordnete Kongresse“, erklärt Kettner. Die Vereinten Nationen hatten 2018 einen achtprozentigen Anteil am Gesamtkuchen. Der Rest teilt sich auf andere Bereiche auf.

Als permanente Konferenzeinrichtung des EU-Rats fungierte das Austria Center Vienna (ACV), das etwa 130 Veranstaltungen mit insgesamt über 20.000 Teilnehmern beherbergte. Darunter waren zahlreiche hochrangige politische Konferenzen, die erhöhte Sicherheitsvorkehrungen verlangten und mit viel Medienpräsenz einhergingen. Sämtliche Veranstaltungen des Ratsvorsitzes wurden als Green Meeting durchgeführt – nahezu papierlos, mit regionalem Catering und Wiener Hochquellwasser. Auch die direkte Anbindung an das öffentliche U-Bahn-Netz spielte eine wesentliche Rolle.

Info: www.vienna.convention.at

Tagungsstatistik (Grafik: Wien Tourismus)

 

Triad Berlin organisiert Digitising Europe Summit 2019

Beim Digitising Europe Summit 2019 hat das Vodafone Institut unter dem Motto „The Future of Made in Europe“ hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammengebracht, um über die digitale Zukunft Europas zu diskutieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete die von Triad Berlin organisierte Konferenz.

Triad verantwortet Planung, Veranstaltungslogistik, Eventdesign, Teilnehmermanagement, Licht-, Ton- und Videotechnik, Livestream-Übertragung, Mobiliar- und Catering-Konzept sowie Deko- und Bühnenbau. Die szenografische Inszenierung begleitete dabei das hochkarätige Podium: Durch ein dynamisches LED Mesh und eine Deckeninstallation wurde das Digitising Europe Key Visual in die Veranstaltungsräume des Berliner Ewerks übertragen

Mit dem Digitising Europe Summit möchte das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, der europäische Think Tank der Vodafone Group, im Vorfeld der Europawahlen eine Plattform bieten, um über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu debattieren. Das Vodafone Institut kooperiert beim Digitising Europe Summit gemeinsam mit Partnern aus seinem internationalen Netzwerk, darunter United Europe e.V, das European Youth Forum, das European Institute of Innovation and Technology sowie die Deutsche Welle als offizieller Medienpartner.

Info: www.triad.de

Digitising Europe Summit (Fotos: Bundesregierung/Lene Münch, Vodafone Institut/Triad Berlin)

Kardiologenkongress bleibt in Mannheim

Bis 2025 hat die Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) ihren Vertrag über die Austragung ihrer Jahrestagung in Mannheim verlängert und sendet damit ein wichtiges Standortsignal aus. Um auch zukünftig für hochkarätige Kongresse in dieser Größenordnung als Veranstaltungsort attraktiv zu bleiben, soll das Congress Center Rosengarten erneut vergrößert werden.

„Das Engagement aller Leistungsträger in der Stadt hat den Vorstand der DGK erneut überzeugt, auch künftig in Mannheim zu tagen. Neben der guten Erreichbarkeit gehört der Rosengarten mit seiner zentralen Lage zu den optimalen Austragungsorten für unsere Jahrestagung. Dass man hier mit Fortschrittsgeist nachhaltig daran arbeitet, das Kongresshaus für die wachsenden Anforderungen der medizinischen Fachgesellschaften zu rüsten, hat uns in unserer Entscheidung noch einmal bestärkt“, so Dr. Konstantinos Papoutsis, Geschäftsführer der Gesellschaft.

Auch aufgrund der richtungsweisenden Entscheidung der DGK fand der Antrag der Mannheimer Kongress- und Eventagentur auf einen Ausbau des Congress Centers Rosengarten in der letzten Aufsichtsratssitzung im 25. Dezember 2018 Zuspruch. m:con Geschäftsführer Johann W. Wagner und Bastian Fiedler unterstreichen: „Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, ist eine Erweiterung des Congress Centers Rosengarten unumgänglich. Die großen medizinischen Fachgesellschaften formulieren hier deutlich ihren Bedarf. Dass die erfolgreiche Zusammenarbeit der Teams der DGK und der m:con Motor für ein weiteres Wachstum des Rosengartens ist, freut uns sehr. Ebenso, dass die Stadt und alle Leistungsträger die Bedeutung der Geschäftsreisenden und Kongressgäste für Mannheim erkannt haben und hier die entsprechenden Weichen gestellt wurden. Dies zeigt, dass Mannheim eine der führenden Kongressdestinationen Deutschlands ist.“

Der Ausbau soll im Rahmen der Brandschutzsanierung des Altbaus bis 2023 realisiert werden. Geplant ist ein variabler Saal über dem Mittelfoyer zwischen Alt- und Neubau, der mit rund 600 qm in bis zu fünf Workshop Einheiten aufgeteilt werden kann. Im Plenum sollen bis zu 450 Personen Platz finden. Darüber hinaus soll der neue Raum ebenfalls als mögliche Erweiterung der zweiten Foyerebene zum Beispiel als Ausstellungsfläche genutzt werden können.

Info: www.mcon-mannheim.de

Congress Center Rosengarten (Foto: Eduardo Perez)

Zeitmagazin launcht neue Konferenzmarke

Das Zeitmagazin startet eine eigene Konferenz-Marke: „Unlock by Zeitmagazin“ fasst künftig alle Konferenzen zusammen, die unter Federführung der Zeitmagazin-Redaktion veranstaltet werden. Mit der Konferenz „Unlock Style by Zeitmagazin“, ehemals „Zeitmagazin Konferenz Mode & Stil“, findet das erste Event der Reihe am 17. Januar in Berlin statt. Verantwortlicher Redakteur ist Tillmann Prüfer, Style Director des Zeitmagazins. Weitere Unlock-Konferenzen sind in Planung: Im April wird, begleitend zur Kunstmesse Art Cologne, in Kooperation mit der Weltkunst zur Konferenz „Unlock Art by Zeitmagazin“ in Köln geladen.

Unter der neuen Konferenz-Marke vergrößert sich das Portfolio im B2B-Veranstaltungsbereich auf weitere, für das Zeitmagazin relevante Branchen wie Kunst, Design und Musik. Der Titel „Unlock“ ist inspiriert vom Logo der Zeit: So ist der bekannte Schlüssel, der seit ihrer Gründung den Zeitungskopf ziert, auch das Zentrum des neuen Brandings. Die „Unlock by ZEITmagazin“-Konferenzen sollen als lebendige, interaktive Live-Formate Türöffner sein zu den neusten Entwicklungen in der kreativen Welt.

 

Info: www.zeit-verlagsgruppe.de

 

Virtual Reality-Magazin bewirbt die Kongressstadt Hannover

Die Stadt Hannover hat eine neue Marketingkampagne als Messe-, Event- und Kongressstandort initialisiert und nutzt dafür ein digitales E-Magazin.

Herzstück der Publikation sind 360° Panoramafotos, um die zahlreichen Locations virtuell optimal darzustellen. Für das ganzheitliche virtuelle Erlebnis sind die 360° Panorama Fotos auch für VR-Brillen optimiert. Neben der Funktionalität Virtual Reality bietet das E-Magazin Standard-Informationen beispielsweise zu den unterschiedlichen Raumkapazitäten, Veranstaltungsmöglichkeiten, Entfernungen zum Flughafen und Hauptbahnhof oder zur Ausstattung.

„Das neue E-Magazin ermöglicht es von überall auf der Welt das umfangreiche Angebot unserer Locations schon vom eigenen Büro aus zu entdecken. Dies ist ein weiterer Schritt auch im Bereich des Messe-, Kongress und Veranstaltungsgeschäfts das Marketing zu digitalisieren. Mit der Kombination aus analog und Virtual Reality können wir potentielle Veranstalter noch besser ansprechen, und die Frequenzen im Wirtschaftsraum Hannover erhöhen, " so Hans Christian Nolte, Geschäftsführer der HMTG.

Die analoge Version der Broschüre zum Kongressstandort wird an zwei Tagen Ende November und Anfang Dezember 2018 in den 1. und 2. Wagenklassen der ICE der Deutschen Bahn in einer Auflage von rund 40.000 Exemplaren ausgelegt. Rund 400 Großflächenplakate in einem Hannover-Umkreis von rund 200 Kilometern sowie in den Städten Nürnberg, Frankfurt und Düsseldorf weisen zusätzlich auf das neue digitale E-Magazin und die weiteren Services von Hannover Kongress hin.

In Stadt und Region lassen professionelle und herzliche Gastgeber Veranstaltungen aller Art zum Erfolg werden – ob Kongress, Familienfest oder Groß-Event. Nach einer Erhebung der führenden Eventmanagementplattform Cvent zählt Hannover auch 2018 zu den 25 besten Meeting-Städten Europas, belegt in Deutschland Platz fünf hinter Berlin, Frankfurt am Main, München und Hamburg!

Info: www.hannoverkongress.de

Locations in Hannover (Foto: Hannover Marketing und Tourismus GmbH)

Medizinkongresse in der Messe Stuttgart

Kürzlich ist in der Messe Stuttgart der 30. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft sowie das 87. Seminar des Arbeitskreises Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau erfolgreich im ICS Internationales Congresscentrum Stuttgart zu Ende gegangen. Mehr als 1.000 Kongressteilnehmer folgten zwei Tage lang den Vorträgen, Workshops, Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen der mehr als 130 nationalen und internationalen Referenten, oder beteiligten sich an Diskussionsrunden zu unterschiedlichen Themen.

Insgesamt 53 Aussteller zeigten zudem in der begleitenden Industrieausstellung  Neuheiten in der Prävention und Diagnostik oder stellten personalisierte Therapiekonzepte vor. Damit ist der Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft das größte Treffen zum Thema Inkontinenz im deutschsprachigen Raum. „Einen so bedeutenden Medizinkongress beherbergen zu dürfen ist uns natürlich eine große Freude und zeigt, dass die Messe Stuttgart mit dem ICS die passenden, flexiblen Räumlichkeiten dafür hat“, so Stefan Lohnert, Bereichsleiter Gastveranstaltungen der Messe Stuttgart.

Mittlerweile finden sich im Veranstaltungskalender des ICS jedes Jahr renommierte Medizinkongresse, Tendenz steigend. Bereits im Frühsommer dieses Jahres fand die 38. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie mit 2.600 Kongressbesuchern und rund 100 Ausstellern statt. Ergänzend zu den Kongressvorträgen und der Industrieausstellung konnten sich die Besucher in einer Posterausstellung vertiefend mit ausgewählten Schwerpunkten befassen.

Im kommenden Jahr macht die Interpharm, eine Kongressmesse für die Pharmaindustrie, im März 2019 den Auftakt zu weiteren spezialisierten Veranstaltungen für die Gesundheits- und Pharmabranche. Sie ist eine Fortbildungsveranstaltung für Apotheker, PTA und PKA in Deutschland. Zum wissenschaftlichen Kongress mit über 60 Referenten werden rund 3.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet. Sie erfahren in mehr als 50 Vorträgen, vier Seminaren und zwei Workshops, was es an neuen Erkenntnissen und aktuellen Trends in der Pharmaindustrie gibt. In der Begleitausstellung zeigen rund 100 Aussteller ihre Neuheiten für die Branche.

Kurz darauf folgt ebenfalls im März 2019 mit dem 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren e.V. (DGE-BV), eine Veranstaltung zu der rund 800 Kongressbesucher und 50 Aussteller erwartet werden.

Darüber hinaus stehen bei der Messe Stuttgart noch zwei Eigenveranstaltungen rund um Medizin und Medizintechnik im Programm. Die Medizin, Fachmesse und Kongress für die ambulante ärztliche Versorgung, hat jedes Jahr im Januar einen festen Platz im Messekalender. Angeschlossen ist ihr 2019 der 54. Ärztekongress der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg, zu dem rund 1.000 Teilnehmer erwartet werden.

Mit der T4M – Technik für Medizin steht Anfang Mai 2019 erstmals eine neue Eigenveranstaltung im Kalender, die sich als Plattform für Medizintechnik in Baden-Württemberg, dem Bundesland mit den meisten Herstellern medizinischer Apparate in Deutschland, versteht. Auf rund 20.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche finden Entwicklungs- und Produktionsleiter, Ingenieure und Verpackungsspezialisten sowie Wissenschaftler die neuesten Technologien der Branche. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit verschiedenen Foren und Vortragsreihen ergänzt den Ausstellungsteil.

Info: www.messe-stuttgart.de

Kongressimpressionen (Fotos: Nicolas Döring)

K.I.T. Group führt Qualitätsmanagementsystem ein

Der Kongress- und Eventveranstalter K.I.T. Group, ein Tochterunternehmen der Messe Berlin, hat erfolgreich sein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 zertifizieren lassen. Nach Abschluss des Audits überreichte die TÜV Süd Management Service GmbH am 9. August die Zertifikate am Unternehmenssitz in Berlin-Charlottenburg.

Willy Kausch, CEO von K.I.T. Group: „Bester Service auf zuverlässig hohem Niveau – das ist Erfolgsfaktor Nummer eins im modernen Kongress- und Eventmanagement. Mit der Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems kann K.I.T. Group seinen Kunden einen klaren Qualitätsnachweis liefern.“

K.I.T. Group plant und organisiert jährlich rund 50 Großkongresse und Events rund um den Globus. Neben der Fanmeile in Berlin zählen vor allem Großkongresse wie der Bibliothekartag, die Konferenz der European Cystic Fibrosis Society, der IFLA World Library and Information Congress, der Kongress der European Academy of Allergy and Clinical Immunology, der FBN International Summit, der ESICM Jahreskongress und der Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zum Projekt-Portfolio des Teams um Willy Kausch.

 

Info: www.messe-berlin.de

 

Patrick Schnabel, Susanne Scholten, Dennis Wartenberg (von links, Foto: Messe Berlin GmbH/K.I.T. Group GmbH)

Das Lichtkonzept im Marina Forum Regensburg

Über hundert Jahre lang ist der Alte Schlachthof in Regensburg genutzt und immer wieder erweitert erworden. Als Großviehmarkthalle war er damals von enormer Bedeutung für die ostbayerische Wirtschaft. Nach der Schließung in den 1990er-Jahren wurde heute aus dem denkmalgeschützten Gebäude nun nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern ein topmodernes Tagungs- und Kongresszentrum.

Die Zollingerhalle, das Hauptgebäude des Alten Schlachthofs, die nach dem Architekten Friedrich Zollinger benannt wurde, zeichnet sich durch viele bauliche Highlights aus. Herausragend ist seine architektonisch wertvolle Deckenkonstruktion in Zollinger-Lamellenbauweise.

Unter eben jener Zollingerdecke wird zukünftig der Betrieb des Tagungszentrums stattfinden. Moderne und helle Räumlichkeiten mit einem Hauch Geschichte, den man spüren kann – so lässt sich das Ambiente des Marina Forums Regensburg gut beschreiben. Das große und kleine Forum, Workshopräume und die offene Galerie bieten viel Raum für Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnungen. Das Marinaforum ist in Zusammenarbeit mit Fachgremien, unter anderem dem Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Regensburg, nicht nur barrierefrei, sondern auch attraktiv gestaltet worden.

Das Nutzungskonzept sieht den Tagungs- und Kongressbetrieb als Schwerpunkt mit circa 75 Prozent sowie anderweitige Nutzung für Kabarett, Konzerte, Theater und Tanzveranstaltungen mit circa 25 Prozent vor. Die Bühnenbeleuchtung sollte alle geplanten Nutzungen der Halle bestmöglich unterstützen. Besonderer Wert wurde auf kurze Einrichtzeiten, einfache Bedienung und flexible Nutzung gelegt. Die Beleuchtung muss für Video-Mitschnitte auch kameratauglich ausgelegt sein. Sie ermöglicht eine Ausleuchtung der Bühne wahlweise mit Farb- oder Weißlicht sowie Effektbeleuchtung.

Mit dem Label „Green Meetings“ setzt das Marina Forum auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltschutz. Dies wurde auch bei der Planung der Bühnenbeleuchtung konsequent umgesetzt. Der allergrößte Teil der Scheinwerfer nutzt effiziente moderne LED-Technik. Dadurch werden Energieverbrauch und Wartungsaufwand im Betrieb vermindert. Zusätzlich verkürzen sich durch die LED-Farbmischung die Aufbauzeiten für Veranstaltungen bei gleichzeitiger Erweiterung der kreativen Möglichkeiten. Die wesentlich geringere Wärmeentwicklung der Scheinwerfer macht sich angenehm auf der Bühne und bei der Klimatechnik bemerkbar.

Gerade im Tagungsbereich ist mit längeren Laufzeiten der Scheinwerfer im Vergleich zur rein szenischen Theaterbeleuchtung zu rechnen. Die um rund 80 bis 90 Prozent geringere Leistungsaufnahme gegenüber den Halogenscheinwerfern schlägt sich dabei deutlich in der Stromrechnung mit erheblich weniger Betriebskosten nieder.

Die LED-Scheinwerfer haben gegenüber konventionellen Scheinwerfern bereits bei der Installation den Vorteil, dass sie direkt über den DMX-Bus gesteuert und am Netz betrieben werden. Dadurch entfallen Dimmeranlagen, aufwändige Verdrahtung und größer dimensionierte Kabelschächte sowie Versorgungsleitungen. Auch hier werden bereits Ressourcen und Budget geschont.

Die Auswahl der Scheinwerfer im Marina Forum setzt das Nutzungs- und Beleuchtungskonzept anwenderfreundlich um. Die Planung der Beleuchtung erfolgte durch die Veranstaltungstechniker der Regensburg Tourismus GmbH als Nutzer mit Unterstützung durch Feiner Lichttechnik.

Mit den klar begrenzbaren Profilscheinwerfern wurde die Bühne frontseitig möglichst streulichtfrei ausgeleuchtet. Unerwünschte Reflektionen in den Zuschauerbereich und Beeinträchtigung der Videoprojektionen wurden dadurch vermieden.

Mit den Weißlicht-Flutern wird helles flächiges Oberlicht für Tagungen, aber auch Leselicht für Orchester erzeugt. Zusätzlich können die Fluter als Proben- und Arbeitslicht dienen.

Mit asymmetrisch abstrahlenden Farbflutern ist die homogene Ausleuchtung der Operafolie und anderer Bühnenhintergründe möglich. Zusätzlich dienen kleine bewegliche Washlights gleichzeitig als Vorhang- und Effektbeleuchtung sowie Gegenlicht. Dunkler und nicht nur bei Video-Übertragung unschöner schwarzer Bühnenhintergrund wird somit vermieden.

PC- und Fresnel-Linsenscheinwerfer sorgen für qualitativ hochwertige szenische Beleuchtung und die Akzentuierung von Flächen für Tagungen. Durch entsprechende Akzentbeleuchtung können die Kontraste auf der Bühne erhöht werden, was im Konferenzbereich die Aufmerksamkeit der Besucher stärken und auch lenken kann. Alle schlechter zugänglichen Scheinwerfer wurden stangenbedienbar ausgelegt. Dadurch sind sie schnell und einfach vom Boden aus und ohne Leiter einzuleuchten.

Durch die Verwendung von komplett fernsteuerbaren RGBW-LED-Washlights mit praktisch geräuschlosen Lüftern und breitem Zoom-Bereich kann sehr flexibel auf alle Anforderungen des Hallenbetriebs reagiert werden. Scheinwerfer-Positionen werden schnell auf Knopfdruck am Lichtstellpult gewechselt. Eine Einstellung des Scheinwerfers per Hand auf der Leiter ist nicht nötig.

Mit diesen Spot Moving-Lights können Firmenlogos projiziert oder die Hallendecke dekorativ ausgeleuchtet werden. Zusätzlich dienen sie als Effektlicht für Bälle und andere Tanzveranstaltungen.

Info: www.marinaforum.de, www.feiner-lichttechnik.de

Marina Forum (Fotos: Hans Bauer, Sascha Kletzsch, Regensburg Tourismus)

 

Mehr als eine Million internationale Kongress-Besucher in Berlin

Die Berliner Kongresswirtschaft schließt das erste Halbjahr 2018 positiv ab: 5,08 Millionen Teilnehmer (+2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) kamen in den ersten sechs Monaten zu 65.790 Veranstaltungen (+2,8 Prozent) nach Berlin. Dabei reisten erstmals mehr als eine Million internationale Gäste zu Tagungen und Kongressen in die deutsche Hauptstadt, ein Anstieg von zehn Prozent. Das geht aus der aktuellen Kongress-Statistik von visitBerlin hervor.

Zu den wichtigsten Auslandsmärkten zählen Großbritannien sowie die USA. Durch die Tagungs- und Kongressreisenden wurden in Berlin 3,98 Millionen Übernachtungen generiert. Das ist eine Steigerung um zwei Prozent im Vorjahresvergleich.

Die wichtigste Branche im Berliner Kongressmarkt ist der Bereich Medizin, Pharma und Gesundheitswirtschaft mit einem Anteil von 20 Prozent. Platz zwei belegen Kongresse der Politik und öffentlichen Institutionen mit 14 Prozent, gefolgt von der IT und Digitalwirtschaft (13 Prozent). Die größten Medizin-Kongresse im vergangenen Halbjahr waren der Deutsche Krebskongress mit mehr als 11.000 Teilnehmern sowie das Jahrestreffen der Federation of European Neuroscience, bei dem 8.000 Mediziner in Berlin tagten. Zur re:publica im Mai sowie zum TOA Tech Open Air Festival einen Monat später kamen 8.000 beziehungsweise 20.000 IT-Experten.

Im zweiten Halbjahr 2018 erwartet Berlin den größten Kongress des Jahres: Rund 18.000 Diabetologen der EASD-Gesellschaft kommen zum Jahrestreffen in die deutsche Hauptstadt (1. bis 5. Oktober, CityCube Berlin). Ein Jubiläum steht Mitte Oktober bevor: Der World Health Summit findet zum zehnten Mal in Berlin statt. Rund 2.000 Ärzte, Wissenschaftler, NGOs, Industrievertreter und Politiker diskutieren dann die großen globalen Gesundheitsthemen (14. bis 16. Oktober, Kosmos). Zum Jahresende tagen 9.000 Ärzte und Wissenschaftler für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde beim DGPPN-Kongress in Berlin (28. November bis 1. Dezember, CityCube Berlin). Die internationale Kochelite trifft sich beim Foodsymposium Chefdays (3.000 Teilnehmer, 1. bis 2. Oktober, Arena Berlin).

 Info: www.visitberlin.de

3.000 Petrochemiker kommen im Oktober nach Wien

Die „European Petrochemical Association“ (EPCA) hält von 7. bis 10. Oktober 2018 ihre Jahrestagung in mehreren Tophotels rund um den Wiener Stadtpark ab.

Bei ihrer 52. Jahresversammlung von 7. bis 10. Oktober in Wien setzt sich die EPCA, die 700 Petrochemie-Firmen aus 54 Ländern vertritt, mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Rund 3.000 Spezialisten werden der Frage nachgehen, welchen Beitrag die Petrochemie-Branche zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft leisten und inwiefern sie zukunftsweisende Konzepte wie „Smart Cities“ und „Smart Mobility“ unterstützen kann. Ein Highlight des diesjährigen Treffens ist ein europäischer Jugend-Debatten-Wettbewerb, organisiert von der EPCA in Kooperation mit PlasticsEurope, dem europäischen Verband der Kunststofferzeuger. Junge Menschen zwischen 16 und 19 Jahren sind eingeladen, über das Thema „Living, learning, working and moving in smart cities of the future: with or without plastics and petrochemicals?“ zu debattieren. Aus nationalen Vorrunden in neun europäischen Ländern gehen je drei Gewinner hervor, die sich im Oktober im Rahmen der EPCA-Jahresversammlung in Wien auf EU-Ebene messen werden.

„Wien ist eine führende Smart City und eignet sich daher thematisch perfekt als Host City für unsere diesjährige Jahrestagung“, so Nathalie Debuyst, Kommunikations- und Bildungsverantwortliche der EPCA. Christian Mutschlechner, Leiter des Vienna Convention Bureau im WienTourismus: „Das EPCA-Meeting findet in allen 5-Sterne-Hotels rund um den Wiener Stadtpark statt und wird Wien bis zu 15.000 Nächtigungen bringen.“

Die Jahresversammlung der „European Petrochemical Association“ wird jeweils in einer anderen europäischen Stadt veranstaltet, 2018 bereits zum insgesamt neunten Mal in Wien.

Info: www.vienna.convention.at

Das Konferenz- und Kongressjahr in Leipzig

Das Congress Center Leipzig ist im ersten Halbjahr 2018 wieder Austragungsort hochkarätiger medizinischer Kongresse, Fachtagungen und wichtiger politischer Konferenzen gewesen. Auch in der Kongresshalle am Zoo Leipzig fand eine Vielzahl regionaler und nationaler Branchentreffen statt. In 2019 ist die Location unter anderem Austragungsort der greenmeetings and events Konferenz.

Mit dem LINC Leipzig Interventional Course und dem Deutschen Röntgenkongress, dem International Transport Forum der OECD und dem Bundesparteitag von Die Linke gastierten im ersten Halbjahr 2018 wichtige medizinische und politische Tagungen mit mehreren Tausend Teilnehmern im CCL. Dem folgt unter anderem Ende Juni die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie. Im September laden die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie und der Berufsverband Kinderkrankenpflege zum Kongress für Kinder- und Jugendmedizin hierher ein.

Mit dem ISME-Kongress kommt im Herbst auch die International Society for Microbial Ecology ins CCL. Die erfolgreiche Bewerbung um diesen Kongress basiert auf der engen Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und Professor Hauke Harms, mit dem 2013 bereits der Europäische Mikrobiologen-Kongress FEMS nach Leipzig geholt wurde. Zum ISME-Kongress werden 2.500 Teilnehmer erwartet.

Rund 3.000 Vertreter aus Justiz, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft reisen im September zum 72. Deutschen Juristentag an. Der wichtigste Rechtskongress Europas fand zuletzt im Jahr 2000 in Leipzig statt. Im November steht zudem der 16. Ordentliche Gewerkschaftstag der Gewerkschaft „Nahrung Genuss Gaststätten“ im Veranstaltungskalender.

Das CCL und die Kongresshalle begrüßen darüber hinaus eine steigende Zahl von Veranstaltungen aus den Bereichen IT und Digital Business. Dazu gehörten im Mai beispielsweise der Dell EMC Kick-Off Event und die von den Softwareforen Leipzig veranstaltete IT-Messe „Business Digital“ sowie im Juni das Branchentreffen „Bechtle IT-Lösungen“ und die e-commerce-Konferenz „Meet magento“. Im Oktober laden der Verband deutschsprachiger SAP-Anwender zum DSAG-Kongress und das Microsoft Partner Network Deutschland zur größten Microsoft Partnerkonferenz außerhalb der USA ins CCL ein.

Während die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sonst jährlich zwischen Hamburg und Leipzig wechselt und im Dezember 2017 turnusgemäß im CCL tagte, kommt der Kongress mit rund 6.000 Teilnehmern aufgrund von Umbauarbeiten in der Hamburger Location auch 2018 nach Leipzig.

Für 2019 stehen unter anderem der Deutsche Anästhesiekongress und der Deutsche Anwaltstag (beide im Mai) sowie der ver.di Bundeskongress (September) im Kalender des CCL. Zudem laufen die Vorbereitungen für den 100. Deutschen Röntgenkongress, der dieses große Jubiläum in Leipzig feiern wird.

Die deutschsprachige Veranstaltungsbranche kommt am 18. und 19. Februar 2019 erstmals zur greenmeetings and events Konferenz nach Leipzig und in die Kongresshalle. Thema sind neueste Trends und Impulse für nachhaltige Veranstaltungsplanung.

Mit dem Louis Braille Festival, dem Bundeskongress für politische Bildung und dem International Symposium on Ruminant Physiology laden 2019 weitere aufwendige Veranstaltungen in die Kongresshalle ein.

Info: www.ccl-leipzig.de, www.kongresshalle.de

CCL, Kongresshalle (Fotos: Leipziger Messe)

Studenten entwickeln Konferenz-Design für die Cebit

Die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover (HsH) hat erstmals gemeinsam mit der Deutschen Messe AG das Design der d!talk-Konferenzen auf der Cebit entwickelt. Über 50 Studierende aus den drei Fachrichtungen Experimentelle Gestaltung, Innenarchitektur und Integrated Media & Communication gestalteten dabei die sechs Konferenzbereiche.

Mit der Grand Central Stage und weiteren acht Bühnen mitten in den Ausstellungsflächen soll das d!talk-Format zur Drehscheibe für Know-how und Visionen werden. Erwartet werden Querdenker, Visionäre, und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. „Mit ihrem neuen Konzept verbindet die Cebit 2018 bekannte Messe-Formate mit inspirierenden Konferenz-Angeboten, innovativen Netzwerk-Plattformen und kreativen, künstlerischen Festival-Elementen,“ sagt Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG.

„Wir sehen den d!talk Bereich auf der Cebit als einen Ort der Wissensvermittlung, aber auch als Ruhepol, wo die Cebit-Gäste inmitten des Messegeschehens durchatmen, verweilen und auftanken können“, erläutert Dorothee Weinlich, Professorin für Kommunikationsdesign an der HsH, die Gestaltungsidee. „Als Projektleiterin war es mir besonders wichtig, dass die Studierenden sich in die Zielgruppe hineindenken können: Sie sollten ihre Ideen in kleinen interdisziplinären Gruppen entwickeln, sich vernetzten und die entstandenen Impulse kreativ umsetzen. Damit tun sie genau das, was die Messebesucher tun“, fügt Weinlich hinzu.  

Die neue d!talk-Gestaltung orientiert sich an den Begriffen „reload – connect – create“ und bietet den Messe- und Konferenzbesuchern Gelegenheit zur Information, zum Dialog und zum Erfahrungsaustausch. Sie orientiert sich an der Generation der Digital Natives.

Es wurde ein spezielles Szenario kreiert, das neben den Kernelementen wie Bühne, Auditorium und Workshop-Räumen weitere Module beinhaltet, die von der Anmutung herkömmlicher Konferenzräume abweichen. Integriert werden sogenannte Kommunikationsfelsen, intelligente Bäume sowie echte Birkenwäldchen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz als Arbeitsmittel sowie die Weiterentwicklung der unterschiedlichen Arbeits- und Lebenswelten spielen bei der Entwicklung der Raumformate und Bildwelten eine wesentliche Rolle. Individuelles Erleben, die prägenden Hauptmerkmale der Generationen, aber auch Einflüsse von Zeitströmungen wie do it yourself, Urban und Guerilla Gardening, Entschleunigung und Nachhaltigkeit tragen zur Gestaltung bei.

Info: www.messe.de, www.f3.hs-hannover.de

d!talk-Forum beim „Take-Off Monday“ der Cebit (Foto: Deutsche Messe AG)

Maximale Freiheit für Besucher mit Sprach- und Hörschäden

Alle drei Jahre findet der Deutsche Fürsorgetag an wechselnden Orten statt und machte vom 15. bis 17. Mai 2018 Station im ICS Internationales Congresscenter der Messe Stuttgart Station. Rund 1.800 Konferenzteilnehmer und 50 Aussteller beschäftigten sich mit Fragen nach modernen und zukunftsfähigen sozialen Sicherungssystemen, des sozialen Zusammenhaltes, dem Umgang mit Vielfalt und mit Solidarität. Beleuchtet wurden diese Themen in einem Ausstellungsteil, in Symposien und Fachforen. Nahezu alle Räumlichkeiten waren dort belegt und mit Konferenztechnik ausgestattet. Der Servicepartner Neumann & Müller konnte die Wünsche des Veranstalters, der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., vollumfänglich umsetzen.

 „Um eine möglichst hohe Barrierefreiheit zu ermöglichen, wurden unter anderem Gebärdendolmetscher auf einer großen Leinwand synchron zum Redner als Picture-in-Picture gezeigt“, erklärt Avni Memaj, Projektleiter bei Neumann & Müller.

„Zusätzlich wurden in allen 14 gebuchten Konferenzräumen Infrarotanlagen betrieben, die via Induktionsschlingen das Tonsignal für gehörgeschädigte Besucher in deren Hörgerät verstärkt haben. Dies sorgte für maximalen Komfort und Bewegungsfreiheit, weil die Besucher dadurch von Raum zu Raum gehen konnten, ohne am Hörgerät oder einem externen Kopfhörer etwas umstellen zu müssen“, so Memaj weiter.

Am zweiten Veranstaltungstag wurde auf Einladung der Stadt Stuttgart der „Abend der Begegnung“ ausgerichtet. Aufgeführt wurde in diesem Rahmen auch ein Theaterstück des Inklusionstheaters „Inclusio“. Auch hierbei waren besondere Maßnahmen nötig, die die Sicherheit der Theaterdarsteller betrafen. „Wir müssen bei der Bühnenausstattung immer auf Sicherheit achten, aber bei Menschen mit Einschränkungen, greifen die Standardmaßnahmen nicht. Deshalb hatten wir den Stagemanager, der unter anderem für die Beleuchtung und allgemeine Wegeführung zuständig ist, direkt am Zu- und Abgang zur Bühne platziert. Dort konnte er persönlich für die Sicherheit des Theaterensembles sorgen und darauf achten, dass niemand stolpert oder zu Fall kommt“, erläutert Memaj die ergriffenen Maßnahmen.

Info: www.messe-stuttgart.de

Gebärdendolmetscher auf einer großen Leinwand synchron zum Redner als Picture-in-Picture gezeigt (Foto: Neumann & Müller)

Wirtschaftliche Effekte der Wiener Tagungsindutrie

2017 hat die Wiener Tagungsindustrie ihr bislang bestes Ergebnis erreicht. Bei einer konstant hohen Anzahl an Veranstaltungen sind neue Bestwerte bei Teilnehmern, Übernachtungen und Wertschöpfung durch Kongresse, Firmenveranstaltungen und Incentives zu vermelden. Das wurde im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

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Meetings und Kongresse als Wirtschaftsfaktor für Köln

Welche wirtschaftliche Bedeutung haben Meetings und Kongresse für die Stadt Köln? Eine Studie im Auftrag des Cologne Convention Bureau (CCB) beantwortet diese Frage und schlüsselt die wirtschaftlichen Effekte für die Stadt erstmalig umfassend auf. Die neue Art der Berechnung betrachtet nicht nur die Ausgaben der Teilnehmer, sondern bezieht die Ausgaben der Veranstalter und der Aussteller mit ein sowie zum ersten Mal auch Investitionen von Locations vor Ort.

Die Analyse entwickelte Ralf Kunze im Rahmen seiner Dissertation an der Leuphana Universität Lüneburg. Kunze begleitet die Destination Köln bereits seit Gründung des CCB mit seiner Tätigkeit beim Europäischen Institut für TagungsWirtschaft (EITW). Die Berechnung der wirtschaftlichen Effekte erfolgte über eine regionale Input-Output Analyse, mit der sich detaillierte Kennzahlen wie Wertschöpfung, Einkommen und Beschäftigte für den Kölner Markt ermitteln lassen. Kunze entwickelte das Verfahren auf Basis der weltweiten Tourismus- und Meeting-Forschung und passte dieses speziell an den deutschen Markt an.

In Köln finden pro Jahr rund 35.000 Meetings und Kongresse mit zwei Millionen Teilnehmern in über 170 Veranstaltungsstätten statt. Der Gesamtumsatz (Konsum) des Kölner Meetingmarktes liegt den Berechnungen zufolge jährlich bei 1,3 Milliarden Euro im Bundesgebiet. Rund 45 Prozent davon (720,1 Millionen Euro) verbleiben in Köln. Da es sich um eine klassische Querschnittsbranche handelt, fließen viele Ausgaben in Hotellerie, Gastronomie, Veranstaltungsstätten und in Bereiche wie Transport, Einzelhandel oder Kultur.

Die Ausgaben der Teilnehmer von Meetings und Kongressen in Köln liegen jährlich bei 557,3 Millionen Euro und bilden damit den größten Ausgabenanteil bei allen Akteuren. 64,5 Prozent der Teilnehmer sind Tagesgäste und 35,5 Prozent Übernachtungsgäste. Durchschnittlich geben die Kongressteilnehmer, als Besucher der Stadt, 289,70 Euro in Köln aus. Der zweithöchste Anteil ist mit 479,5 Millionen Euro pro Jahr auf die Aussteller zurückzuführen. Diese tätigen Ausgaben für kongress- oder tagungsbegleitende Ausstellungen. Als Initiatoren der Meetings folgen an dritter Stelle die Veranstalter mit Ausgaben in Höhe von 263,6 Millionen Euro – unter anderem für Catering, Raummiete, Technik und Personal.

Mit 37 Prozent nimmt der Großteil der Teilnehmer an Meetings in Tagungshotels teil, gefolgt von 33 Prozent in Veranstaltungszentren und 30 Prozent in Eventlocations. Die Verteilung des Umsatzes lehnt sich an die Aufteilung der Teilnehmerzahlen an: Tagungshotels generieren mit 236 Millionen Euro (42 Prozent) den meisten Umsatz, gefolgt von 169 Millionen Euro (30 Prozent) in Eventlocations und 153 Millionen Euro (28 Prozent) in Veranstaltungszentren.

Die Studie berücksichtigt auch die Ausgaben für Investitionen von Unternehmen vor Ort und lässt damit eine ganzheitliche Betrachtung zu. Denn die Veranstaltungsstätten setzen teils erhebliche Mittel ein, um ihre Leistungen erhalten oder optimieren zu können, wie zum Beispiel bauliche Maßnahmen oder Modernisierungen. Die innerhalb der Studie ermittelte Investitionssumme von Locations beträgt jährlich 14,9 Millionen Euro.

534,6 Millionen Euro beträgt die erbrachte Wertschöpfung des Kölner Meetingmarktes, der zudem deutschlandweit 8.056 Arbeitsplätze schafft. Knapp 50 Prozent des Beschäftigungsaufkommens entfallen mit 3.786 Erwerbstätigen direkt auf Köln: davon 30 Prozent auf Locations, Beherbergungsbetriebe und Gastronomie sowie 38 Prozent auf den Bereich Eventdienstleistungen. Der Rest teilt sich auf die Bereiche Transport, Baugewerbe sowie Einzelhandel auf. Deutschlandweit sind außerdem 88,3 Millionen Euro Steuereinnahmen dem Kölner Meetingmarkt zuzuordnen.

Geschäftlich motivierte Veranstaltungen mit dem Ziel des Austauschs und der Wissensvermittlung profitieren von einer starken lokalen Wirtschaft und Wissenschaft. Gleichzeitig repräsentieren Meetings und Kongresse die Kompetenzen einer Stadt und wirken auf das Image von Köln. Das CCB konzentriert sich neben der Bewerbung der vorhandenen Ausstattung des Standortes wie Locations, Hotels und Infrastruktur, insbesondere auf die in Köln vorhandenen Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft – anknüpfend an die Strategie des German Convention Bureau (GCB).

location.koelntourismus.de

Illustration (Grafik: KölnTourismus/Susanne Ferrari)