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Kongresswirtschaft als Wachstumsmotor für Berlin

Die Meeting-Branche in Berlin wächst nachhaltig. Die Zahl der Teilnehmer an Tagungen und Kongressen hat sich in den vergangenen 15 Jahren fast verdreifacht: Kamen 2001 noch 4,2 Millionen Teilnehmer nach Berlin, waren es 2015 rund 11,37 Millionen (+ 170,7 Prozent). Die dadurch generierten Hotelübernachtungen verdreifachten sich ebenfalls: Sie stiegen von 2,25 Millionen auf 7,5 Millionen Übernachtungen. Die Kongressbranche in Berlin erzeugte 2015 einen Gesamtumsatz von 2,31 Milliarden Euro (2001: 0,92 Milliarden, + 151,1 Prozent).

Zu dieser Erfolgsbilanz trägt das Berlin Convention Office (BCO) von visitBerlin seit 2001 bei. Seitdem hat das BCO rund 1.050 Veranstaltungen, wie Europa- und Weltkongresse internationaler Verbände, für Berlin gewonnen. Der größte Erfolg: Platz eins im aktuellen weltweiten Ranking der „International Congress and Convention Association”, kurz ICCA. Mit 195 Verbandskongressen lag Berlin 2015 vor Paris und Barcelona.

Info: www.visitberlin.de

Weltforum zum Internet der Dinge im Oktober in Berlin

Das vierte Weltforum zum Internet der Dinge (IoT) findet vom 18. bis 20. Oktober 2016 im CityCube Berlin statt. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Messe Berlin und Cisco Systems unterzeichnet. Die ersten drei Weltforen hatte der US-amerikanische Netzausrüster in Barcelona, Chicago und Dubai ausgerichtet.

„Bei diesem Weltforum geht es um eines der wichtigsten und spannendsten Themen unserer Zeit“, sagt Dr. Ralf Kleinhenz, der für den Bereich Guest Events zuständige Vice President der Messe Berlin. „Deshalb freut es uns ganz besonders, dass sich Cisco Systems für Berlin und den CityCube entschieden hat. Dieses Treffen internationaler Experten ist eine hochkarätige Abrundung der diesjährigen Corporate und IT-Events bei der Messe Berlin.“

Auf dem dreitägigen Forum geht es nach Angaben des Veranstalters um globale Auswirkungen des Themas Internet der Dinge sowie um Effekte für Unternehmen und Individuen. Ein spezieller Fokus liege auf Kollaboration bei IoT in der Industrie, auf Sicherheit, neue IoT-Serviceplattformen, die Monetarisierung von IoT-Technologie im Unternehmen und um die Präsentation von konkreten Anwendungsfällen. Zum vierten IoT World Forum 2016 werden rund 2.000 Experten aus aller Welt erwartet.

Die Reihe hochkarätiger IT-Events bei der Messe Berlin war im Februar mit der Cisco Live 2016 eröffnet worden. Für den größten Europa-Event des US-amerikanischen Netzausrüsters wurden neben dem CityCube auch angrenzende Messehallen genutzt. Cisco Live 2017 soll im April kommenden Jahres wieder in Berlin durchgeführt werden.

Nach dem IoT World Forum im Oktober folgt im November mit der NetApp Insight 2016 ein weiterer Höhepunkt in der Veranstaltungsserie der Corporate und IT-Events. Dieses internationale Treffen von Experten für Storage und Data Management findet bereits zum dritten Mal bei der Messe Berlin statt. Die NetApp Insight ist die einzige technische Konferenz ihrer Art außerhalb den USA, wo sie in Las Vegas stattfindet

Info: www.messe-berlin.de

CityCube (Foto: Messe Berlin)

Bildungsplattform micelab:bodensee ist gestartet

Seit drei Jahren erforschen die Netzwerke Bodensee Meeting und „der kongress tanzt“ innovative Kongressformate. Dieser Pool an Erfahrungen soll nun ab Oktober der gesamten Veranstaltungsbranche im deutschsprachigen Raum als Bildungsplattform micelab:bodensee verfügbar gemacht werden.

Kongresse und Events sollten lebendig sein und ein kreatives Feld für freudvolles Lernen und regen Austausch bieten – so der Ansatz der Initiative. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen sich die Mitglieder des Netzwerks Bodensee Meeting seit 2013 im „mice lab“ damit intensiv auseinander – gemeinsam mit Experten aus der Veranstaltungsbranche und anderen Disziplinen wie Architektur, Theater, Soziologie oder Kommunikation. Unterstützt wird der Prozess vom Netzwerk „der kongress tanzt“ um die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und den Journalisten Michael Gleich.

Aus den Erkenntnissen entwickelten die Initiatoren nun die erste Bildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum: „micelab:bodensee“ umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Beim Modul „explorer“ liegt der Fokus auf der Forschung. „experts“ und „experience“ richten sich an Mitarbeiter von Veranstaltungshäusern, Eventagenturen oder Kulturinstitutionen. Start des EU-geförderten Interreg V-Projekts ist Anfang Oktober.

„Der Bodenseeraum hat sich in den letzten Jahren zum Impulszentrum für innovative Kongresse entwickelt. Mit dem micelab:bodensee wollen wir auch in der Weiterbildung eine Vorreiterrolle einnehmen. Letztlich kommt das Forschungs- und Lernfeld jedem Einzelnen zugute – Veranstaltern, Mitarbeitern und Teilnehmern einer Veranstaltung“, unterstreicht der Sprecher des Netzwerks Bodensee Meeting und Geschäftsführer der Kongresskultur Bregenz, Gerhard Stübe.

Jedes Jahr widmen sich die Teilnehmer des micelab:bodensee einem anderen Leitthema. „Dabei geht es nicht um Rahmenbedingungen wie zum Beispiel um Raum- oder Menüauswahl, sondern wie man an die Konzeption einer Veranstaltung herangeht. Der emotionale Zugang, die Metaebene, ist entscheidend“, erklärt Kuratorin Tina Gadow. Das erste Schwerpunktthema lautet Angst und  Vertrauen – wie Gefühle integriert werden. „Wir erforschen, wie uns die Angst dazwischen grätscht, etwas nicht oder anders zu machen als bisher, und was Vertrauen bewirkt. Wir hinterfragen die Devise ‚immer schön sachlich bleiben‘“, verdeutlicht Gadow.

Das Format „explorer“ wird als Ideenschmiede genutzt und wird jährlich durchgeführt, erstmals Anfang Oktober. In diesem dreitägigen Forschungsmodul sind jeweils fünf Experten von Veranstaltungshäusern und fünf aus anderen Disziplinen aktiv. „Wir holen jedes Mal andere Forscher ins Boot. Sie generieren Inputs zum Leitthema, die in den anderen micelab-Modulen auf Praxistauglichkeit getestet werden. explorer ist unser Wissensgenerator – unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung“, fasst Tina Gadow zusammen.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Veranstaltungshäusern ist das Modul „experts“ konzipiert. Es findet erstmals Ende November in Bregenz statt, danach halbjährlich. Im dreitägigen Trainingsprogramm durchlaufen die dreißig Teilnehmer einen kompletten Kongress, das heißt sie konzipieren und erleben ihn in einem. Vorgedacht ist nur die Dramaturgie. Einzelne Workshops gestalten die Teilnehmer selbst, die sie danach reflektieren. Alle, vom Techniker, Caterer bis zum Veranstaltungsmanager sollen in den Prozess eingebunden sein, denn „jeder ist für seinen Bereich Experte und wichtig für einen gelungenen Kongress“, so Gerhard Stübe.

Als „Hausaufgabe“ integrieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Gelernte dann im eigenen Betrieb. Beispielsweise teilen sie ihr Wissen mit Kollegen in internen Workshops. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Multiplikatoren, sozusagen die Motoren, die den Betrieb von innen bewegen“ hofft Reinhold Maier, Projektpartner von der Stadthalle Singen. „experts“ steht beim ersten Mal Mitgliedern des Netzwerks Bodensee Meeting offen, danach der gesamten Branche.

Die dritte Stufe ist micelab:bodensee „experience“ – ein großer Kongress zum Thema Kongress. Eine Spielwiese, wo Geübtes ausprobiert, Erfahrungen ausgetauscht und Quintessenzen vorgestellt werden. Der Kongress richtet sich an die gesamte Branche. Stattfinden wird er voraussichtlich erstmals im Januar 2018.

„Das micelab:bodensee soll die Menschen für gute Veranstaltungen und eine entsprechende innere Haltung sensibilisieren. Veranstaltungen sind kreative Pools, lebendige Formate, die den Zeitgeist widerspiegeln. Wird dieser Spirit verinnerlicht, bleiben wir in Bewegung und tappen nicht in die Routine-Falle“, spricht die Kuratorin aus Erfahrung.

Info: www.bodenseemeeting.com

Diskussionsformat „Fishbowl“ des micelab:bodensee (Foto: micelab:bodensee/Lucas Breuer)

satis&fy setzt Aareon Kongress technisch um

Zum 26. Mal in Folge hat die Aareon AG, Europas führendes Beratungs- und Systemhaus für die Immobilienwirtschaft, zum Aareon Kongress nach Garmisch-Patenkirchen eingeladen. Im Kongresshaus thematisierte das Unternehmen vom 1. bis zum 3. Juni, wie sich die Immobilienwirtschaft auf die Dynamik in der Zukunft vorbereiten und den Wandel als Chance und Erfolgsfaktor nutzen kann. satis&fy verantwortete als technischer Dienstleister die komplette Licht-, Ton- und Videotechnik der Tagung und setzte das gemeinsam mit der Aareon AG entwickelte Bühnendesign um. Aareon zählt bereits seit über 20 Jahren zum festen Kundenstamm von satis&fy.

Insgesamt drei Tage dauerte der Aufbau der Veranstaltung, bei dem über 50 Produktionshelfer involviert waren. Mehrere Breakouträume für Talks, Workshops und Präsentationen wurden errichtet. Zudem wurde im Kurpark des ehemaligen Olympiaortes ein 57 Meter langes und 30 Meter breites Eventzelt auf- und ausgebaut. Dieses war im Vergleich zum Vorjahr deutlich größer, was erstmalig die Installation der 50 Meter langen Bühne an der länglichen Zeltseite ermöglichte. Um das Geschehen auf der Bühne und hinter dem Rednerpult gut sichtbar in die hinteren Ränge zu transportieren, wurde ein großer Videowürfel in der Mitte des Zeltes aufgehängt, der als Wiedergabefläche von Live- und vorprogrammiertem Content diente. Bespielt wurden die Seiten des Würfels von vier Panasonic PT-RZ670BE Projektoren. Zur Illumination des Zeltes setzte satis&fy unter anderem auf Six Bar 1000 Scheinwerfer von Elation. Mehr als 100 Stück waren im Einsatz. Für Projektleiter Rainer Wendt waren die Six Bars „wegen ihrer homogenen Ausleuchtung, der angebotenen Farbenvielfalt und dem guten Handling“ die ideale Wahl. Als Effektlicht setzten die Lampen während der Abschlussgala am letzten Abend viele Farbakzente. Für diese wurde auch die Bühne noch einmal um- und ein Laufsteg angebaut, um für das Showprogramm und die Live-Band des Frankfurter Gibson Clubs, die Urban Club Band, Platz zu schaffen.

Info: www.satis-fy.com

Kongress Set-up, Galaabend (Fotos: Aaeron, Andreas Schindler)

Mehr Services für internationale Kongressgäste in Wien

Wien erweitert seine Services für das internationale Kongresspublikum: im Austria Center Vienna sowie im Messe Wien Exhibition & Congress Center gibt es ab sofort permanente Check-in Automaten, über die Kunden der Fluglinien Austrian Airlines, Lufthansa, Swiss und Brussels einchecken und ihren Boardingpass für die gebuchten Flüge ausdrucken können. Der Check-in funktioniert ähnlich dem Self-Service-Schalter am Flughafen beziehungsweise dem Einchecken am Computer zu Hause oder im Büro – inklusive Sitzplatz-Auswahl, Upgrade-Möglichkeit in die Business Class oder Buchung weiterer Zusatzleistungen. Der „Kongress-Check-in“ ist in elf Sprachen verfügbar.

Info: www.vienna.convention.at

Messe Wien Exhibition & Congress Center (Foto: Reed Messe Wien GmbH / Intercolor)